Neiguan-Punkt, Akupressur

Neiguan-Punkt: Akupressur soll Übelkeit und Magenschmerzen entgegenwirken

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 06:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Manuelle TCM-Verfahren können Beschwerden begleiten; bei anhaltenden Symptomen ist eine schulmedizinische Abklärung erforderlich.

TCM bei Magenbeschwerden: Tuina, Akupressur und ergänzende Ansätze
Ein ruhiger, minimalistischer Behandlungsraum mit Holzboden, Bambus-Elementen und sanftem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Manuelle Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) finden bei funktionellen Magenbeschwerden und Übelkeit zunehmend Beachtung. Insbesondere die Tuina-Massage gilt in der fernöstlichen Heilkunde als Methode zur Linderung von Magenschmerzen und Unwohlsein.

Nach traditioneller Auffassung setzt die Behandlung an der gezielten Stimulation von Meridianen an, um den Energiefluss sowie die Zirkulation im Körper zu fördern.

Auf diese Weise sollen die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und stressbedingte Spannungszustände abgebaut werden. Fachberichten zufolge empfiehlt es sich bei entsprechenden Beschwerden, für solche Anwendungen eine professionelle medizinische Einrichtung aufzusuchen.

Gezielte Reizung von Leitbahnen und Akupressurpunkten

Ein zentraler Bestandteil manueller Anwendungen bei gastrointestinalen Problemen ist die Akupressur bestimmter Leitpunkte. Gemäß der traditionellen chinesischen Lehre wird vor allem der Neiguan-Punkt genutzt, um Übelkeit und Magenschmerzen entgegenzuwirken. Die Reizung solcher Punkte soll über das Meridiansystem regulierend auf den Magen-Darm-Trakt einwirken.

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In der therapeutischen Praxis werden diese manuellen Ansätze häufig in umfassendere ganzheitliche Konzepte eingebunden. So kombiniert beispielsweise eine Naturheilpraxis in Wissen funktionelle Medizin mit TCM-Verfahren wie Akupunktur, um Magen-Darm-Beschwerden und mikronährstoffbezogene Dysbalancen strukturiert zu behandeln.

International gewinnen integrative Modelle ebenfalls an Bedeutung: Das Chinese Medicine Hospital of Hong Kong im Stadtteil Tseung Kwan O führt traditionelle Verfahren wie Akupunktur und Kräutermittel mit der Schulmedizin unter einem Dach in einem patientenzentrierten Hybridmodell zusammen.

Ergänzende phytotherapeutische und diätetische Ansätze

Neben manuellen Techniken stützt sich die komplementäre Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden auf pflanzliche Wirkstoffe. Bei Übelkeit und Verdauungsproblemen ist insbesondere die Ingwerwurzel Gegenstand zahlreicher Untersuchungen: Die Studienlage zu Schwangerschaftsübelkeit umfasst 23 Untersuchungen, die überwiegend positive Effekte gegenüber Placebo zeigen, während zehn Studien positive Tendenzen bei allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden verzeichnen.

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Zur Linderung von Symptomen wie krampfartigen Schmerzen, Blähungen und Durchfall beim Reizdarmsyndrom verweisen klinische Prüfungen zudem auf Pfefferminzöl, dessen Inhaltsstoffe Menthol und Menthon die glatte Muskulatur entsannen.

Bei akuten Reizzuständen des Magens bilden diätetische Maßnahmen wie eine zeitlich befristete Schonkost das Fundament. Experten raten bei Beschwerden zu kleineren, fettarmen Mahlzeiten aus weich gegarten Nahrungsmitteln, während reizende Stoffe, Frittiertes und Alkohol gemieden werden sollten.

Bessern sich akute Symptome nach wenigen Tagen nicht, bleibt eine schulmedizinische Abklärung unerlässlich. Tuina-Massagen und Akupressur bieten in diesem Kontext eine begleitende, nicht-invasive Option zur Linderung funktioneller Magen-Darm-Störungen.

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