NetzausfÀlle USA: 1.000+ Beschwerden bei T-Mobile Fiber in einer Nacht
28.05.2026 - 22:48:33 | boerse-global.de
Tausende Nutzer in den USA kÀmpfen am Donnerstag mit InternetausfÀllen. T-Mobile Fiber, AT&T und Spectrum sind betroffen.
Die Probleme begannen in der Nacht. Ein schwerer Ausfall bei T-Mobile Fiber sorgte ab 1 Uhr morgens (Ortszeit) fĂŒr Frust bei Kunden. Laut Störungsmeldungen gingen binnen weniger Stunden ĂŒber 1.000 Beschwerden ein. Besonders betroffen: die Triad-Region in North Carolina mit den StĂ€dten High Point, Thomasville und Greensboro.
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T-Mobile Fiber: Ursache liegt in ĂŒbernommener Infrastruktur
Der Fehler trat offenbar im Netz von Lumos Networks auf â einem Unternehmen, das T-Mobile erst 2023 ĂŒbernommen hatte. Kunden berichteten von TotalausfĂ€llen und DNS-Problemen. T-Mobile reagierte zunĂ€chst nur mit automatisierten Antworten, verschickte dann aber E-Mails an betroffene Haushalte in Greensboro. Die Prognose: Wiederherstellung innerhalb von 60 Minuten. Lumos bestĂ€tigte die Störung, nannte jedoch keine konkrete Ursache.
AT&T: 5G-Heiminternet und Notrufe betroffen
Auch AT&T kĂ€mpfte am Donnerstag mit Problemen. Ăber 300 Störungsmeldungen gingen ein, vor allem fĂŒr den 5G-Heiminternet-Dienst. Mobile Signale und herkömmliches Breitband waren ebenfalls beeintrĂ€chtigt.
Bereits am Mittwoch hatte es einen schweren Vorfall gegeben: In Lucas County, Ohio, fiel der 911-Notruf stundenlang aus. Ein AT&T-Sprecher fĂŒhrte dies auf ein Stromproblem bei der Installation von GerĂ€ten zurĂŒck. Die Notrufe mussten umgeleitet werden, der Dienst war am Mittwochnachmittag wiederhergestellt.
Parallel dazu verloren AT&T-Kunden in Teilen von Louisiana fĂŒr etwa sieben Stunden den Anschluss. Als EntschĂ€digung zahlte der Konzern 5,32 Euro pro betroffenem Konto.
Spectrum: Veraltete Infrastruktur in Milwaukee
In Milwaukee, Wisconsin, fielen tausende Spectrum-Kunden ohne Internet und Kabelfernsehen aus. Auslöser war ein fehlgeschlagener Wartungstest. Lokale Behörden machten veraltete Infrastruktur und fehlende Netzredundanz verantwortlich. Spectrum versprach eine ĂberprĂŒfung seiner Wartungsprozesse und Investitionen in die Netzmodernisierung.
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Regionale Anbieter ebenfalls betroffen
Auch kleinere Anbieter meldeten Störungen. In Virginia kĂ€mpfte Breezeline mit AusfĂ€llen in Kilmarnock, Lancaster und weiteren Gemeinden. Erste Kunden waren am Nachmittag wieder online, vollstĂ€ndige Reparaturen fĂŒr die Regionen Northern Neck und Middle Peninsula sollten bis zum spĂ€ten Nachmittag abgeschlossen sein. Der Glasfaseranbieter NoaNet meldete bereits am Dienstag Probleme â einige Nutzer halfen sich mit einem Neustart ihrer Hardware.
Weltweit weniger AusfĂ€lle â trotz US-Problemen
Trotz der HĂ€ufung in den USA zeigt ein Blick auf die globale Netzlage Entspannung. Laut dem Cisco ThousandEyes-Bericht fĂŒr die Woche vom 18. bis 24. Mai gab es weltweit 313 NetzausfĂ€lle â ein RĂŒckgang um 25 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. In den USA sank die Zahl um 27 Prozent auf 195 VorfĂ€lle. Zu den nennenswerten Ereignissen jener Woche zĂ€hlten ein 35-minĂŒtiger Ausfall bei GTT Communications am 20. Mai und eine 25-minĂŒtige Störung bei Arelion am 19. Mai.
Milliardeninvestitionen in die Netz-Zukunft
Trotz der aktuellen Probleme setzen die groĂen Anbieter auf langfristige Modernisierung. AT&T kĂŒndigte am 20. Mai ein Investitionspaket von 19 Milliarden Euro fĂŒr sein Kalifornien-Netz bis 2030 an. Das Projekt sieht den Glasfaserausbau zu vier Millionen weiteren Standorten und die Installation von ĂŒber 1.200 neuen Mobilfunkstandorten vor. Ab Juni 2027 will der Konzern zudem schrittweise die alten Kupferleitungen in Kalifornien stilllegen.
Ein Lichtblick aus dem internationalen Raum: Im Iran erholt sich der Internetverkehr langsam von einer dreimonatigen Blockade. Laut Cloudflare Radar erreichten die Datenströme am Dienstag wieder etwa 40 Prozent des ursprĂŒnglichen Volumens â IPv6-Dienste blieben jedoch weiter eingeschrĂ€nkt.
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