New, Jersey

New Jersey: Rechenzentren müssen Energie- und Wasserverbrauch melden

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 13:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gouverneurin Sherrill setzt neue Vorgaben in Kraft: Rechenzentren müssen Strom- und Wasserverbrauch künftig halbjährlich dem BPU melden.

New Jersey verschärft Transparenzregeln für Rechenzentren
Modernes Rechenzentrum mit Industriegebäuden und Kühltürmen in einer technologischen Infrastrukturumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im US-Bundesstaat New Jersey verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen an die Betreiber digitaler Infrastruktur. Gouverneurin Sherrill hat am 28. August 2026 die Gesetzesvorlagen S3379 und A4096 unterzeichnet, die weitreichende Transparenzpflichten für Rechenzentren vorsehen. Die neue Gesetzgebung verpflichtet Unternehmen dieser Branche dazu, ihren Energie- und Wasserverbrauch in regelmäßigen Abständen detailliert offenzulegen.

Halbjährliche Meldepflichten an die Aufsichtsbehörden

Kernpunkt der neuen Regelung ist die Verpflichtung für Rechenzentren, ihren Ressourcenverbrauch halbjährlich an das Board of Public Utilities (BPU) zu melden. Diese staatliche Behörde überwacht die Versorgungsbetriebe des Bundesstaates und wird künftig als zentrale Sammelstelle für die Verbrauchsdaten der digitalen Infrastruktur fungieren.

Die Meldepflicht umfasst explizit sowohl den Strombedarf als auch den Wasserverbrauch der Anlagen, die aufgrund ihrer Kühlsysteme oft erhebliche Mengen an Ressourcen benötigen.

Begleitend zur Unterzeichnung der Gesetze, die am 27. August 2026 in der South Brunswick Public Library öffentlich vorgestellt wurden, veröffentlichte die Regierung von New Jersey ergänzende Richtlinien für Kosten-Nutzen-Analysen (CBA). Zudem wurde technische Unterstützung für die betroffenen Akteure angekündigt, um die Umsetzung der neuen Berichtspflichten zu erleichtern und eine standardisierte Datenerfassung sicherzustellen.

Umsetzung der vier Säulen des Infrastrukturplans

Mit der Inkraftsetzung dieser Gesetze sieht Gouverneurin Sherrill die Strategie für den Sektor der Rechenzentren als vervollständigt an. Die Unterzeichnung markiere die Umsetzung aller vier Säulen des entsprechenden Entwicklungsplans. Ziel dieser Initiative sei es, die Kontrolle über die lokale Infrastruktur und deren Auswirkungen verstärkt in die Hände der betroffenen Gemeinden zurückzugeben.

Anzeige

In New Jersey müssen Rechenzentren ab sofort ihren Energie- und Wasserverbrauch halbjährlich an das BPU melden. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die neuen Anforderungen Schritt für Schritt umsetzen – inklusive Checkliste und Vorlagen für die Berichte. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Durch die erhöhte Transparenz sollen Kommunen und Regulierungsbehörden besser in die Lage versetzt werden, die ökologischen und energetischen Folgen der Ansiedlung von Großrechenzentren zu bewerten. In den vergangenen Jahren war der Druck auf die Versorgungsnetze durch die wachsende Anzahl an Serverstandorten stetig gestiegen, was eine präzisere Überwachung der Lasten notwendig machte.

Ergänzung zu bestehenden Klimaschutzvorgaben

Die aktuelle Gesetzgebung baut auf früheren Maßnahmen auf, die den Rahmen für den Betrieb von Rechenzentren in New Jersey bereits maßgeblich verändert hatten. So wurden durch die Gesetze S731 und A796 bereits spezifische Tarifklassen für diese Branche eingeführt. Diese Einstufung als separate Abnehmergruppe ermöglicht eine gezieltere Steuerung der Netzkapazitäten.

Ein wesentlicher Bestandteil der bestehenden Rahmenbedingungen bleibt zudem die Anforderung, dass Rechenzentren für ihre eigene Versorgung mit sauberer Energie sorgen müssen.

Anzeige

Die neuen Meldepflichten in New Jersey sind unterzeichnet – doch viele Betreiber wissen nicht, wie sie die Verbrauchsdaten korrekt erfassen und melden. Unser Leitfaden liefert Ihnen eine standardisierte Datenerfassung und fertige Vorlagen für die BPU-Berichte. Leitfaden zur Datenerfassung jetzt sichern

Die nun unterzeichneten Berichtspflichten ergänzen diese ökologischen Vorgaben um eine kontrollierbare Datenbasis. Damit wird sichergestellt, dass die Bestrebungen zur Dekarbonisierung des Sektors anhand realer Verbrauchsdaten des Board of Public Utilities überprüft werden können.

Experten sehen in diesem Schritt eine Reaktion auf den weltweit steigenden Energiebedarf durch Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und Cloud-Dienste, die auch in New Jersey zu einer massiven Expansion der Rechenkapazitäten geführt haben.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70019905 |