New Outlook: Microsoft integriert Planner und GPT-5.6
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern rüstet seinen E-Mail-Client mit KI-Funktionen und integriertem Aufgabenmanagement auf – und forciert damit den Umstieg vom klassischen Outlook.
Microsoft hat eine Reihe tiefgreifender Neuerungen für das New Outlook für Windows angekündigt. Im Zentrum steht die Integration von Microsoft Planner sowie erweiterte KI-gestützte Kommunikationsfunktionen. Der Rollout, der sich über die kommenden Wochen erstreckt, ist ein zentraler Baustein der Strategie, Geschäftskunden von der veralteten Outlook-Classic-Version zu migrieren.
Planner direkt im Postfach
Die geplante Einbindung von Microsoft Planner erlaubt es Nutzern künftig, berufliche Aufgaben direkt in der Outlook-Oberfläche zu verwalten. Das Ziel: Weniger Anwendungswechsel, mehr Effizienz. Statt zwischen Kalender, Mail und Task-Tool hin- und herzuspringen, sollen Anwender alles aus einer Hand steuern können.
Parallel dazu führt Microsoft eine lang ersehnte Funktion ein: das abteilungsübergreifende E-Mail-Widerrufen. Ab Mitte August 2026 können Administratoren und Nutzer in einer ersten Testphase Nachrichten zurückholen, die an Empfänger in anderen Organisationen gesendet wurden. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Mitte September vorgesehen.
Cleverere Postfach-Organisation
Microsoft verbessert zudem die Sortierung im Posteingang. Smarte Benachrichtigungsgruppierungen und ein Warnsystem, das vor Antworten auf veraltete E-Mails schützt, sollen den Überblick erleichtern. Ein breiter angelegtes KI-Warnsystem, das seit dem 7. Juli 2026 getestet wird, soll bis Ende August für alle Nutzer verfügbar sein. Bis Ende September folgen regelbasierte Vorlagen-Automatisierung und erweiterte Kategorisierungs-Tools.
Copilot bekommt GPT-5.6 – zum Aufpreis
Ein technologischer Sprung steht beim KI-Assistenten Copilot an. Microsoft stellt die zugrundeliegende Technologie auf GPT-5.6 um. Die neue Version verspricht deutlich ausgefeiltere Sprachverarbeitung und Produktivitätsunterstützung. Der Haken: Der Dienst kostet rund 27 Euro pro Nutzer und Monat – zusätzlich zu den ohnehin erforderlichen E3- oder E5-Lizenzen.
Das Ende von SMS und Passwort-Codes
Wer den Zwangsumstieg auf New Outlook strategisch angehen will, findet in diesem Leitfaden eine konkrete Checkliste – von der Planner-Integration über die Copilot-Kostenanalyse bis zur Passkey-Umstellung. Jetzt kostenlosen Umstiegs-Leitfaden anfordern
Ein fundamentaler Wechsel steht in der Identitätssicherung bevor. Ab dem 1. September 2026 ersetzt Microsoft SMS- und sprachbasierte Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) durch Passkeys als Standard für Entra ID. Der Grund: KI-gestützte Phishing-Angriffe werden immer gefährlicher. Microsoft verzeichnete Klickraten von bis zu 54 Prozent bei entsprechenden Attacken. Bestehende SMS- und Sprachnutzer werden automatisch in das neue System überführt. Bis zum 1. Februar 2027 müssen alle Nutzer zwingend auf Passkeys umgestellt haben.
Parallel dazu leitet Microsoft das Ende der veralteten Verschlüsselungsprotokolle TLS 1.0 und 1.1 für POP- und IMAP-Verbindungen ein. Die Abschaltung erfolgt zwischen August und Dezember 2026.
Alte Macs abgehängt
Seit dem 13. Juli 2026 laufen Office 2019, Office 2021 und Microsoft 365 auf älteren Apple-Geräten nur noch im Funktionsmodus. Konkret betroffen sind macOS-Versionen vor 12 und iOS-Versionen vor 17. Dokumente lassen sich zwar noch öffnen und drucken, aber nicht mehr erstellen, bearbeiten oder speichern.
Windows-Suche ohne Werbung
Ebenfalls seit dem 13. Juli 2026 erneuert Microsoft die Windows-11-Suche. Im Experimental Channel steht eine bereinigte Version bereit, die lokale Dateien priorisiert und Drittanbieter-Inhalte wie MSN-Kacheln, Werbung und Spiele entfernt. Die neue Suche verzeiht zudem Tippfehler und bindet Cloud-Dateien besser ein.
Im SharePoint-Umfeld erhalten Autoren mit Copilot-Lizenz ein neues KI-gestütztes Charts-Webpart. Es erlaubt die Erstellung von Datenvisualisierungen per Sprachbefehl. Der Rollout soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.
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Drei-Tage-Frist für Sicherheitsupdates
Angesichts einer drastischen Zunahme KI-gestützter Angriffe empfiehlt Microsoft Unternehmen, Windows-Updates innerhalb von drei Tagen nach Veröffentlichung zu installieren. Im Juni 2026 schloss der Konzern mit 206 behobenen Sicherheitslücken einen Rekordwert ab. Interne Analysen zeigen, dass Angreifer bekannte Schwachstellen teils innerhalb von Stunden ausnutzen. Microsoft setzt daher eigene KI-Scanner ein, um Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren und zu entschärfen.
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