New Outlook: PST-Dateien jetzt vollständig unterstützt
Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der neue Outlook für Windows kann ab sofort vollständig mit PST-Dateien arbeiten. Der Schritt ist ein Meilenstein für alle, die auf die moderne Web-Version umsteigen wollen.
Seit Juli 2026 ist die erweiterte PST-Unterstützung im New Outlook für alle Nutzer verfügbar. Damit lassen sich Kalender, Kontakte und E-Mails aus den klassischen Daten-Dateien importieren, exportieren und verwalten. Für Unternehmen und Privatanwender, die noch auf die alte Outlook-Version setzen, fällt damit ein zentrales Hindernis für den Umstieg.
Von der Testphase zur Vollversion
Die Funktion kam nicht über Nacht. Nach einer schrittweisen Einführung ab Mitte 2025 konnten Nutzer zunächst nur Nachrichten importieren – seit März 2026 auch vollständige Postfach-Exporte. Die jüngsten Updates im Juni und Juli brachten dann die automatische Terminplanung und den schreibgeschützten Kalenderzugriff.
Geschäftskunden profitieren von weiteren Details: Sie können E-Mails zwischen Ordnern innerhalb von PST-Strukturen verschieben und erhalten Bestätigungsabfragen, bevor Kalenderänderungen wirksam werden. Auch ein technisches Problem mit delegierten Postfächern wurde behoben – E-Mails aus diesen Konten erscheinen nun korrekt in freigegebenen Posteingängen.
Doch der neue Outlook ist eine Progressive Web App (PWA) und hängt im Hintergrund noch immer von der klassischen Architektur ab. Microsoft hat angekündigt, diese Abhängigkeit bis Ende 2026 zu beseitigen.
Leistungsunterschiede bleiben spĂĽrbar
So sehr die neuen Funktionen überzeugen – bei der Geschwindigkeit klafft eine Lücke. Während der klassische Outlook mit einem lokalen OST-Cache nahezu verzögerungsfrei arbeitet, wurden für den neuen PWA-Client Verzögerungen von bis zu zehn Sekunden bei einfachen Aufgaben dokumentiert. Microsoft hat die Probleme eingeräumt und verspricht fortlaufende Verbesserungen.
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Die Nachfrage nach Support ist hoch: Seit Anfang Juli 2026 haben die Geschäftskunden-Hotlines über 12.000 Anfragen zum neuen Outlook registriert. Themen sind unter anderem Standortabfragen, Schriftgrößen und die COM-Automatisierung. Der klassische Outlook bleibt vorerst verfügbar – einen verbindlichen Umstellungstermin gibt es nicht.
Copilot-Fehler behoben
Neben der Datei-UnterstĂĽtzung hat Microsoft auch einen Bug geflickt, der Copilot Chat und Copilot-Einstiegspunkte bei einigen Nutzern verschwinden lieĂź. Betroffen waren Anwender mit einer Copilot Chat (Basic)-Lizenz und Build 20026.20182 oder neuer des klassischen Outlooks.
Ein serverseitiger Fix vom 29. Juni 2026 stellt die fehlenden Oberflächenelemente wieder her. Nutzer wurden aufgefordert, ihre Anwendungen neu zu starten oder auf die aktuelle Version zu aktualisieren. Wer weiterhin mit Abstürzen kämpft: Microsoft untersucht offenbar Probleme mit bestimmten Antiviren-Komponenten wie mcou.dll.
KI-Tools und Drittanbieter ziehen nach
Der Fokus auf Outlook-Produktivität fällt mit der Markteinführung mehrerer KI-gesteuerter Werkzeuge zusammen. Am 2. Juli 2026 startete Microsoft seine Service Agent-Plattform für Kundendienstteams. Sie integriert Daten aus Microsoft 365, Dynamics 365 und Dataverse, um Workflows zu automatisieren – etwa die Aktualisierung von Fällen oder das Verfassen von Kommunikation.
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Die Juni-Updates für Microsoft 365 Copilot brachten zudem „Copilot Cowork“, das komplexe Arbeitsabläufe orchestriert und eine erweiterte Plugin-Palette unterstützt. Neue Notebook-Funktionen erlauben allen Copilot Chat-Nutzern, Outlook-E-Mails als Referenz für Reasoning und Inhaltserstellung zu nutzen.
Auch Drittanbieter reagieren: Am 2. Juli 2026 veröffentlichte Advik Software ein Update für sein PST-Konvertierungstool. Es verspricht schnellere Verarbeitung großer Dateien und verbesserte Stabilität unter Windows 10 und 11 – kompatibel mit Outlook-Versionen von 2007 bis 2021.
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