Newegg, RTX

Newegg: RTX 5090 kostet auf dem Marktplatz bis zu 11.000 US-Dollar

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 15:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Speicherknappheit verteuert Grafikkarten und RAM; Asus verkauft sein Gaming-Handheld in Italien nur zusammen mit einer AR-Brille.
Industrielle Reinraum-Anlage für die Halbleiterfertigung mit automatisierten Maschinen zur Silizium-Wafer-Produktion. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Industrieberichte und Erhebungen von Preisindizes verzeichnen deutliche Preissprünge bei siliziumbasierten Hardware-Komponenten wie Grafikkarten, während Hersteller und Handel bei Gaming-Systemen zunehmend auf hochpreisige Paketangebote setzen. Wie aus Branchenberichten vom 19. Oktober 2026 hervorgeht, schlagen sich anhaltende Engpässe in der Speicherfertigung massiv auf den Endkundenmarkt nieder.

Grafikkartenpreise klettern weit über die Preisempfehlungen

Auf dem Grafikkartenmarkt verzeichnen Händler drastische Aufschläge gegenüber den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller. US-Handelsdaten für Oktober 2026 zeigen, dass Nvidias RTX 5090 im Listenpreis 7.998 US-Dollar erreicht, während der ursprüngliche Einführungspreis bei 1.999 US-Dollar lag.

Für die RTX 5080 werden 1.869 US-Dollar statt der regulären 999 US-Dollar fällig. Die RTX 5070 Ti notiert bei 1.189 US-Dollar gegenüber 749 US-Dollar zum Verkaufsstart, und die reguläre RTX 5070 liegt bei 849 US-Dollar nach ehemals 549 US-Dollar.

Bei kleineren Modellen wie der RTX 5060 Ti mit 16 Gigabyte werden 765 US-Dollar verlangt, während die 8-Gigabyte-Version bei 491 US-Dollar steht. Selbst Einstiegsmodelle wie die RTX 5060 und RTX 5050 kletterten auf 449 beziehungsweise 408 US-Dollar. Auf Marktplätzen wie Newegg bewegen sich die Handelspreise für die RTX 5090 sogar zwischen 9.000 und 11.000 US-Dollar.

Ähnliche Tendenzen betreffen Modelle der Konkurrenz. Bei AMD stieg die RX 9070 XT von 599 auf 829 US-Dollar, die RX 9070 von 549 auf 699 US-Dollar sowie die RX 9060 XT mit 16 Gigabyte von 349 auf 519 US-Dollar. Bei Intel wird die Arc B570 für 289 statt 219 US-Dollar gelistet, während das Modell B580 ausverkauft ist.

Zudem hat AMD laut einem Branchenbericht vom 19. Oktober 2026 seine Lieferkette über eine geplante Anhebung der GPU-Preise um rund 10 Prozent informiert und dies mit DRAM-Engpässen begründet.

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Speicherindizes markieren historische Höchststände

Die treibende Kraft hinter den Kostensteigerungen bleibt der Speichermarkt. Laut dem 3DCenter-Preisindex vom 17. Oktober 2026 liegt DDR5-Arbeitsspeicher inzwischen bei 559 Prozent des Niveaus vom Juli 2025, was einer Verfünffachung entspricht.

Innerhalb eines Monats legte DDR4 um 19,0 Prozent zu, während Grafikkarten um 15,6 Prozent und interne SSDs um 9,6 Prozent anzogen. Für ein Kit aus zwei 16-Gigabyte-Modulen DDR5-6000 werden mindestens 447 Euro fällig, bei DDR4-3200 ab 239 Euro. Laut Barclays zogen die Vertragspreise für DDR4-Chips binnen drei Monaten um 24 Prozent an, jene für DDR5 um 20 Prozent.

Marktbeobachter führen diese Entwicklung auf den enormen Speicherbedarf für Rechenzentren im Bereich künstlicher Intelligenz zurück. Nvidia soll Berichten zufolge die Zuteilung von Speicher nach dem Erlös pro Gigabyte priorisieren.

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Neue Bundle-Konzepte bei mobilen Gaming-Systemen

Parallel zu den Komponentenpreisen etablieren Hersteller neue Vertriebsmodelle im Handel. Asus brachte zum 15. Oktober 2026 das Gaming-Handheld ROG Xbox Ally X20 mit Ryzen AI Z2 Extreme, 24 Gigabyte LPDDR5X-Speicher und einem 7,4-Zoll-OLED-Bildschirm auf den Markt. In Italien wird das Gerät ausschließlich im Bundle mit der AR-Brille XREAL R1 Edition 20 für 2.599 Euro vertrieben.

In Deutschland wird die Konsole für 1.399 Euro auch einzeln angeboten, das Bundle kostet ebenfalls 2.599 Euro. In Frankreich beträgt der Einzelpreis 1.399,99 Euro, während in den USA 1.299 US-Dollar für die Konsole und 2.499 US-Dollar für das Gesamtpaket verlangt werden. Der italienische Vertriebsweg führt damit zu einem Aufpreis von 1.200 Euro gegenüber dem deutschen Einzelpreis.

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