NFC-Angriffe: Android-Nutzer im Visier – 188% mehr Betrugsversuche
30.05.2026 - 15:16:20 | boerse-global.deKriminelle geben sich als Amazon-Support aus – über WhatsApp und E-Mail.
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Gefälschte Nachrichten von „amazonreviewdesk@gmail.com“
Die Betrüger locken ihre Opfer aus den offiziellen Kommunikationskanälen. Als Absender nutzen sie etwa die Adresse amazonreviewdesk@gmail.com oder die britische Mobilnummer +447735037375 auf WhatsApp.
Die Nachrichten sind bewusst vage gehalten. Sie nennen weder ein konkretes Anliegen noch eine Bestellnummer. Ziel ist es, die Empfänger zur Preisgabe persönlicher Daten zu bewegen.
Experten raten: Nicht reagieren! Die Kommunikation mit Amazon läuft ausschließlich über die offizielle App oder die verifizierte Website.
Phishing-Welle erfasst auch Supermärkte und Reiseportale
Der Amazon-Fall ist kein Einzelfall. Auch im Namen von Aldi, Rewe und Edeka kursieren gefälschte Gewinnspiele. Versprochen werden 500-Euro-Gutscheine – gegen Eingabe der Daten auf manipulierten Seiten.
Dr. Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW betont: Phishing bleibt ein ernstzunehmendes Problem.
Zudem nutzten Angreifer eine offizielle Microsoft-Adresse für betrügerische Warnmeldungen zu angeblichen Zahlungsauffälligkeiten. Auch Booking.com wurde attackiert: Kriminelle erlangten Zugriff auf interne Hotel-Logins und forderten Gäste zur Eingabe von Kreditkartendaten auf.
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NFC-Angriffe auf Android-Smartphones explodieren
Neben klassischen Phishing-Mails verzeichnen Sicherheitsfirmen wie Kaspersky einen massiven Anstieg bei technisch komplexeren Methoden. Die Angriffe auf NFC-Schnittstellen von Android-Geräten stiegen in den ersten vier Monaten 2026 um 188 Prozent. Weltweit wurden 35.600 solcher Fälle registriert.
Besonders tĂĽckisch: Apps, die sich als legale Dienste tarnen, lesen Kartendaten aus oder leiten Zahlungen um. Wer eine Transaktion per TAN autorisiert, bekommt vom Kreditinstitut oft kein Geld zurĂĽck.
Erfolge gegen Callcenter-Banden in Ukraine und Russland
Die Polizei meldet Erfolge im Kampf gegen organisierte Betrüger. Ende Mai wurden in der Ukraine und Russland mehrere Callcenter-Netzwerke ausgehoben. Die Täter setzten Künstliche Intelligenz und Deepfakes ein.
In Charkiw etwa betrogen falsche Investmentfirmen EU-BĂĽrger um ĂĽber 100.000 Euro. Zur Verschleierung nutzten die Netzwerke SIM-Boxen. Allein in ThĂĽringen wurden bis Ende Mai ĂĽber 1.000 KI-gestĂĽtzte Betrugsanrufe registriert.
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