NFC-Angriffe: Betrugswelle in Deutschland mit über 10.000-Euro-Schäden
31.05.2026 - 13:30:54 | boerse-global.de
Kunden in Mexiko-Stadt, Monterrey, Guadalajara und Puebla berichten von gesperrten Banking-Apps und fehlgeschlagenen Kartenzahlungen.
Bei Banamex sind rund 70 Prozent der Störungsmeldungen auf den App-Zugriff zurückzuführen. Besonders dramatisch: Transaktionen über das Zahlungssystem SPEI scheiterten zu 83 Prozent. Auch das mobile Banking und das System BancaNet sind betroffen.
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Die BBVA kämpft bereits seit Donnerstag mit Ausfällen. Hier leidet auch der stationäre Handel – Kartenzahlungen werden vielerorts nicht akzeptiert.
Sicherheitsalarm: NFC-Angriffe explodieren
Die Technik-Panne kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. IT-Sicherheitsexperten von Kaspersky melden einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-Geräte um 188 Prozent allein in den ersten vier Monaten 2026. Das Phishing-Kit „Lighthouse“ ist dabei das Werkzeug der Wahl – es wird in 121 Ländern gegen Finanzinstitute eingesetzt.
Auch Deutschland bleibt nicht verschont. In Hamm wurden zwischen dem 22. und 26. Mai konkrete Betrugsfälle registriert. Betroffen: Kunden der Deutschen Bank, Commerzbank, ING und HypoVereinsbank. Die Schäden erreichten bei einzelnen Opfern über 10.000 Euro. Das BSI warnt zudem vor Deepfakes beim Voice-Phishing.
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Passkeys als Rettung? Indien zeigt, wie's geht
Die Sicherheitsbehörden setzen auf moderne Authentifizierung. Das NCSC stuft biometrische Passkeys Ende Mai 2026 als sicherste Methode für Konten ein. Google hat am 25. Mai mit dem Rollout von „Device Bound Session Credentials“ (DBSC) für Chrome begonnen – die Technologie soll Sitzungsdaten-Diebstahl verhindern.
Ein Blick nach Indien macht Hoffnung: Nach der Umstellung auf FIDO-basierte Passkeys stiegen die erfolgreichen Transaktionsraten um zehn Prozent. Gleichzeitig halbierten sich die Betrugsfälle.
Wer haftet bei manipulierten Überweisungen?
Die Gerichte beschäftigen sich derweil mit den rechtlichen Konsequenzen. Das Landgericht Karlsruhe entschied im Mai: Das Verlustrisiko bei manipulierten Überweisungsdaten liegt beim Schuldner. Im konkreten Fall hatte ein Rentner einen sechsstelligen Betrag auf ein falsches Konto überwiesen – eine manipulierte Rechnung per E-Mail war der Auslöser. Das Gericht stellte klar: Eine Zahlung auf ein falsches Konto tilgt die ursprüngliche Schuld nicht.
Ein Gericht in Delhi bestätigte Ende Mai die Mithaftung von Kunden – allerdings nur, wenn diese fahrlässig auf verdächtige Links in Kredit-Apps klicken.
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