NFC-Betrug, Android

NFC-Betrug auf Android: Kaspersky meldet +188% Anstieg

30.05.2026 - 14:28:53 | boerse-global.de

MUFG, SMBC und Mizuho nutzen GPT-5.5 zur Abwehr von Sicherheitslücken. Parallel steigt NFC-Betrug auf Smartphones drastisch an.

NFC-Betrug auf Android: Kaspersky meldet +188% Anstieg - Foto: über boerse-global.de
NFC-Betrug auf Android: Kaspersky meldet +188% Anstieg - Foto: über boerse-global.de

MUFG, Sumitomo Mitsui (SMBC) und Mizuho nutzen künftig das neueste Abwehrmodell von OpenAI.

Finanzministerin Satsuki Katayama gab Ende Mai grünes Licht für das Programm „Trusted Access for Cyber“. Die Institute erhalten Zugriff auf GPT-5.5, um Sicherheitslücken zu identifizieren und Angriffe abzuwehren. US-Finanzminister Scott Bessent vermittelte die Kooperation.

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Parallel prüfen die Banken den Einsatz von Claude Mythos, einem Modell des Wettbewerbers Anthropic aus dem April. Branchenbeobachter warnen jedoch vor einer wachsenden Kluft: Kleinere Institute könnten den Anschluss verlieren.

NFC-Betrug explodiert um 188 Prozent

Während die Banken aufrüsten, geraten Privatkunden immer stärker ins Visier. Kaspersky registrierte in den ersten vier Monaten 2026 einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-Smartphones um 188 Prozent. Weltweit blockierten die Sicherheitsforscher über 35.600 Angriffe.

Betrüger nutzen Schad-Apps wie SuperCard X oder PhantomCard, um Zahlungsdaten über die Nahfeldkommunikation abzugreifen. Die „Reverse-NFC-Methode“ ermöglicht sogar illegale Einzahlungen.

Noch perfider: KI-gestützte Stimmenmanipulation. Das FBI beziffert den Schaden in den USA auf rund 893 Millionen Euro im vergangenen Jahr. In Thüringen registrierten die Behörden bis Ende Mai über 1.000 KI-gestützte Anrufe. In München verlor eine Frau rund 500.000 Euro an Kriminelle, die sich als Polizisten ausgaben.

Ermittlungserfolge und schärfere Gesetze

Trotz der technologischen Übermacht der Täter melden Strafverfolger Erfolge. In Indien zerschlugen Ermittler Callcenter in Goa und Gujarat, 26 Personen wurden festgenommen. In der Ukraine flogen Netzwerke in Odessa und Charkiw auf, die Deepfakes für Betrug einsetzten.

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Die Bundesregierung reagiert mit einer Verschärfung der Cybersicherheitsstrategie. Innenminister Alexander Dobrindt brachte ein Gesetz auf den Weg, das „Hackbacks“ erlaubt – aktive Gegenmaßnahmen gegen Angreifer im Ausland. Der Hintergrund: 334.000 Cyberangriffe in Deutschland 2025 mit einem Gesamtschaden von über 202 Milliarden Euro.

Unternehmen in der Pflicht

Eine Deloitte-Studie zeigt: 97 Prozent der befragten Unternehmen in der DACH-Region meldeten im vergangenen Jahr mindestens einen Cybervorfall. Zwei Drittel planen höhere Ausgaben für Sicherheit – aber nur knapp die Hälfte hat einen strategischen Plan.

Experten sehen die Lösung in der Kombination: KI-gestützte Abwehrsysteme wie in Japan plus stärkere Sensibilisierung der Verbraucher. Denn die Angriffe kommen längst über Messenger wie Signal oder Smishing-SMS.

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