Nichirei-Cyberangriff, Datensätze

Nichirei-Cyberangriff: 53.866 Datensätze offengelegt

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nichirei meldet nach dem Cyberangriff 53.866 offengelegte Datensätze. Kühlhäuser und Fabriken arbeiten inzwischen wieder regulär.

Nichirei: Cyberangriff legt Kühlkette lahm und betrifft 53.866 Datensätze
Das Innere eines großen, leeren Industriekühlhauses mit hohen Metallregalen und kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der japanische Tiefkühlkost-Konzern Nichirei hat am 18. September 2026 bekannt gegeben, dass ein Cyberangriff im Juli zur unbefugten Offenlegung von insgesamt 53.866 personenbezogenen Datensätzen geführt hat.

Betroffen sind neben konzerneigenen Beschäftigten auch geschäftliche Partner und Kunden des Unternehmens. Zum Zeitpunkt der Mitteilung lagen dem Konzern nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über Folgeschäden oder eine missbräuchliche Nutzung der entwendeten Daten vor.

Aufschlüsselung der betroffenen Personendaten

Nach Angaben des Lebensmittelkonzerns betreffen die unbefugt offengelegten Informationen unterschiedliche Personengruppen. Den weitaus größten Anteil bilden 43.709 Datensätze von Konzernmitarbeitern, Angehörigen sowie Bewerbern.

Darüber hinaus umfasst der Datenabfluss 6.849 Datensätze von Führungskräften und Beschäftigten von Geschäftspartnern. Weitere 3.308 Datensätze entfallen auf Lieferkunden beziehungsweise Zustelladressen der Unternehmensgruppe.

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Zu den kompromittierten Angaben gehören Namen, Adressen und Telefonnummern. Kreditkartendaten waren von dem unbefugten Zugriff nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Nichirei teilte mit, dass derzeit keine Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Verwendung der Daten festgestellt werden konnten.

Schwere Störungen der Kühlkette und Betriebsstopps im Juli

Der Vorfall geht auf einen Systemausfall im Sommer zurück: Am 13. Juli 2026 wurde um 6:50 Uhr eine Systemstörung registriert, deren Ursache ein Cyberangriff auf Konzernserver war. Die Attacke hatte gravierende Auswirkungen auf das operative Geschäft von Nichirei. Rund 140 inländische Standorte von Kühlhäusern sowie 15 Lebensmittelfabriken mussten in der Folge faktisch stillgelegt werden.

Die Unterbrechungen der Logistikketten betrafen mehrere Großabnehmer und öffentliche Einrichtungen. Unter anderem waren die Restaurant- und Einzelhandelsketten KFC, Kura Sushi sowie AEON von Lieferengpässen betroffen. Zudem geriet die Verpflegung an vier Schulen in der Stadt Sendai in Verzug, was Auswirkungen auf die Bereitstellung von 680 Mahlzeiten hatte.

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Ab dem 17. Juli 2026 begann Nichirei unter teilweisen Auftragsbeschränkungen mit einer schrittweisen Wiederaufnahme der Ein- und Auslagerung in den betroffenen Kühlhäusern sowie des Versands von Tiefkühlkost. Das ausgegebene Ziel bestand darin, alle Standorte innerhalb der darauffolgenden Woche wieder vollständig zu normalisieren.

Wie das Unternehmen nun bestätigte, arbeiten die betroffenen Lebensmittelfabriken und Kühlhäuser nach den Ausfällen inzwischen wieder im Normalbetrieb.

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