Noctua NL-LC1: Luftkühl-Experte bringt erste AIO-Serie
20.06.2026 - 12:24:31 | boerse-global.de
Mit der NL-LC1-Serie betritt das Unternehmen ein völlig neues Segment und mischt den hart umkämpften Markt für High-End-PC-Kühlung auf.
Noctua NL-LC1: Die Luftkühlungs-Experten werden nass
Am 18. Juni 2026 war es soweit: Noctua, bisher bekannt für erstklassige Luftkühler, bringt seine erste AIO-Serie auf den Markt. Entwickelt wurde sie in Zusammenarbeit mit dem dänischen Spezialisten Asetek, dessen Emma Gen8 V2-Plattform als Basis dient.
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Die NL-LC1-Reihe kommt in drei Größen: 240 mm, 360 mm und 420 mm. Die Preise starten bei rund 200 Euro für das kleinste Modell, die 360er-Version kostet etwa 230 Euro, das Flaggschiff mit 420 mm rund 260 Euro. Zum Einsatz kommen Noctuas legendäre NF-A12x25 G2-Lüfter sowie das SecuFirm2+-Montagesystem, das aktuelle Sockel wie AM5 und LGA 1851 unterstützt.
Ein kleines Manko für Freunde des schlichten Designs: Die Kühler erscheinen zunächst in Noctuas typischem Beige-Braun. Doch ein „chromax.black"-Modell in dezentem Schwarz soll in den kommenden Monaten folgen.
Erste Tests zeigen: Die 360er-Version gehört zu den leisesten AIO-Kühlern am Markt. Die Pumpe arbeitet zwischen 750 und 3.400 U/min. Besonders beeindruckend: Die 240-mm-Variante soll einige konkurrierende 360-mm-Modelle übertreffen. Das dürfte so manchen High-End-Bastler hellhörig machen.
High-End-Kühlung unter Volllast: Was die Hardware heute leistet
Aktuelle Benchmarks vom 20. Juni zeigen, was moderne AIO-Kühler leisten können. Der Lian Li HydroShift II LCD-S 360TL etwa stemmt sich gegen einen Intel Core i9-12900K mit 202 Watt Last. Ergebnis: maximal 92 Grad Celsius – kein thermisches Throttling. Das 3,4-Zoll-IPS-Display mit 480x480 Pixeln und 500 Nits Helligkeit ist dabei eher Zugabe als Notwendigkeit.
Im Luftkühlungs-Segment macht der be quiet! Dark Rock 6 von sich reden. Der Turmkühler kostet rund 85 Euro, bringt sechs 6-mm-Heatpipes und einen 135-mm-Lüfter mit. Unter Volllast mit einem Ryzen 9 9900X (140 Watt) hält er bei 1.500 U/min stabile 75 Grad. Allerdings: Mit 162 mm Höhe passt er nicht in jedes Gehäuse, das offiziell 163 mm Platz bietet – ein potenzielles Ärgernis für Bastler.
Neue Gehäuse: Modularität und Design im Fokus
Auch bei den Gehäusen tut sich einiges. NZXT hat am 18. Juni eine überarbeitete Version des H6 Flow vorgestellt. Das 2026er-Modell setzt auf verbesserten Luftstrom und hochwertigere Verarbeitung. Es gibt eine lüfterlose Basisversion und eine „RGB Plus"-Variante mit vorinstallierten Lüftern.
Jonsbo bringt mit dem D33 ein kompaktes Gehäuse, das optional mit einer Holzfront daherkommt – für rund 110 Euro. Das Besondere: Es passt Grafikkarten bis zu 43,5 cm Länge. Selbst eine RTX 5090 findet hier problemlos Platz. Bis zu neun Lüfter oder einen 360-mm-Radiator an der Oberseite kann der D33 aufnehmen.
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Für Enthusiasten, die keine Kompromisse machen wollen, gibt es den Cooler Master Cosmos Alpha. Das Megatower-Gehäuse kostet rund 370 Euro und setzt auf ein schienenbasiertes Design mit doppelt gebogenen Glasscheiben, die Geräusche reduzieren sollen. In puncto reine Kühlleistung nicht führend, punktet es mit Flexibilität für große Custom-Loops.
Der Trend zur besseren Belüftung
Analysten und Tester sind sich einig: Die Zukunft gehört Zweikammer- und Mesh-Front-Designs. Mesh-Frontpanels können die Innentemperatur um fünf bis 15 Grad senken – ein gewaltiger Unterschied. Für Custom-Wasserkühlungen empfehlen sich weiterhin Klassiker wie das Lian Li O11 Dynamic EVO, das Corsair 5000D Airflow oder das offene Thermaltake Core P5. Sie bieten Platz für mehrere große Radiatoren und bleiben damit die erste Wahl für alle, die ihre Komponenten individuell kühlen wollen.
