Nonnamaxxing, Generation

Nonnamaxxing: Warum 68 Prozent der jungen Generation häufig Stress erleben

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 16:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Junge Menschen setzen auf entschleunigte Gewohnheiten; ergänzend rücken Faszienübungen zur körperlichen Regeneration in den Blick.

Nonnamaxxing: Wie Großmutter-Rituale Stress und Hektik entgegenwirken
Ein sonnendurchfluteter, rustikaler Küchentisch mit Mehl und einem Nudelholz als Symbol für Entschleunigung und Handarbeit. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Medienberichte greifen eine veränderte Lebensweise jüngerer Generationen auf: Unter dem Begriff „Nonnamaxxing“ wenden sich Angehörige der Generation Z und junge Millennials traditionellen Alltagsritualen zu, um Stress abzubauen.

Eine Gallup-Umfrage, über die Forbes berichtete, verdeutlicht den Hintergrund dieser Entwicklung: Demnach geben 68 Prozent der Befragten aus diesen Altersgruppen an, unter häufigem Stress zu leiden. Ergänzend zu entschleunigten Tagesabläufen rücken zunehmend auch Methoden zur körperlichen Regeneration wie das Faszientraining in den Fokus.

Großmütterliche Routinen als Gegenentwurf zur Hektik

Die Wortschöpfung „Nonnamaxxing“ setzt sich aus dem italienischen Wort „Nonna“ für Großmutter und der englischen Nachsilbe „maxxing“ für Maximierung zusammen.

Dahinter steht eine Rückbesinnung auf bewährte Gewohnheiten: Kochen, gemeinsame Mahlzeiten, Tischdecken, Handarbeiten, Spaziergänge und Pflanzenpflege werden bewusst in den Alltag integriert. Ein zentraler Aspekt ist der Verzicht auf ständige Smartphone-Nutzung zugunsten gemeinsamer Zeit mit der Familie.

Das Phänomen knüpft an bestehende Strömungen wie „Cottagecore“ und „Slow Living“ an. Auf Social-Media-Plattformen verzeichnen Hashtags wie #Grandmacore bereits Hunderte Millionen Aufrufe.

Auch die Reisewirtschaft spiegelt das Interesse wider: Gefragt sind Pasta-Kochkurse bei italienischen Großmüttern, traditionelle Thai-Massagekurse, handwerkliche Workshops oder von Seniorinnen geleitete Stadtrundgänge.

Vogue Adria beschreibt diese Trends als Ausdruck einer Sehnsucht nach einem langsamen und authentischen Leben, während auch Lifestyle-Publikationen wie Martha Stewart durch Berichte von Jamie Cuccinelli darauf aufmerksam machen. Statistische Daten stützen den Fokus auf mediterrane Gewohnheiten: Laut Statista zählt Italien weltweit zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung.

Zudem ergab eine im American Journal of Preventive Medicine veröffentlichte Studie, dass Personen mit mehr als 100 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit pro Jahr im Schnitt optimistischer eingestellt waren als Menschen ohne dieses Engagement.

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Entwicklung und Facetten des Begriffs „Maxxing“

Die Endung „maxxing“ leitet sich vom englischen Begriff „maximize“ ab und entwickelte sich auf Online-Plattformen zu einem wiederkehrenden Muster. Das Konzept des Nonnamaxxing fungiert dabei als Gegenpol zu Erschöpfung und einer leistungsorientierten Hektikkultur.

Der sprachliche Ursprung des Begriffs liegt jedoch in der sogenannten Incel-Szene mit dem Begriff „Looksmaxxing“, der mitunter riskante Praktiken wie das Schlagen der eigenen Wangenknochen umfasste. Bereits im Jahr 2024 thematisierte das britische Magazin Dazed die Verwendung des Kürzels „maxx“.

Seither bildeten sich verschiedene Varianten heraus. Dazu gehört das sogenannte „Sleepmaxxing“, das eine Optimierung des Schlafs anstrebt, teils durch das Zukleben des Mundes zur Förderung der Nasenatmung.

Kanadische Forscher wiesen im Jahr 2025 jedoch auf gesundheitliche Risiken dieser Schlaftechnik hin. Auch im politischen Raum fand das Phänomen Niederschlag, etwa als das Weiße Haus in einem TikTok-Video im Juli den Titel „Deportationmaxxing“ verwendete.

Beim Wörterbuchverlag Pons Langenscheidt stand die Nachsilbe auf der Beobachtungsliste für das Jugendwort des Jahres, schaffte es aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Wortkombinationen jedoch nicht unter die offiziellen Einsendungen für das Jahr 2026.

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Gezielte körperliche Entlastung durch Faszientraining

Neben der mentalen Entschleunigung betonen Ratgeber die physische Regeneration im Alltag. Ein verbreitetes Hilfsmittel hierfür ist der Doppelball für die Faszienbehandlung, der aus zwei verbundenen Kugeln mit einer Aussparung in der Mitte besteht.

Diese Bauform schont empfindliche Knochenstrukturen und eignet sich für Verspannungen entlang der Wirbelsäule, im Nacken sowie an Waden und Gesäß. Zu den wesentlichen Kriterien bei der Anschaffung zählen Härtegrad, Maße, die Form der Mittelrinne sowie rutschhemmende Materialien wie EPP-Schaum oder Gummi, wobei Preisbeispiele bei 6,68 Euro liegen.

Fachleute raten bei der Anwendung dazu, den Körper entweder langsam über das Gerät zu rollen oder den Druck an gezielten Schmerzpunkten über 30 bis 90 Sekunden konstant zu halten.

Für Einsteiger bietet sich die Übung an einer Wand an, da hier weniger Druck lastet, während die Ausführung auf dem Boden deutlich intensiver wirkt. Grundsätzlich gilt, dass starker Schmerz kein Qualitätsmerkmal darstellt; eine zu hohe Intensität kann vielmehr unerwünschte Gegenspannungen im Gewebe hervorrufen.

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