Notfallvorsorge, BBK

Notfallvorsorge: BBK empfiehlt 10-Tage-Vorrat fĂŒr jeden Haushalt

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das BBK rĂ€t zu Wasser, Lebensmitteln und Bargeldreserven fĂŒr KrisenfĂ€lle. Edeka bietet zudem einen Notfallrucksack in Hamburg an.

BBK empfiehlt VorrĂ€te und Bargeld fĂŒr lĂ€ngere StromausfĂ€lle
Ein ordentlich eingerÀumtes Vorratsregal in einem Keller mit haltbaren Lebensmitteln und Kerzen als Notfallvorsorge. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts möglicher AusfĂ€lle kritischer Infrastrukturen gewinnt die private Notfallvorsorge zunehmend an Bedeutung. Das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) weist darauf hin, dass Haushalte in der Lage sein sollten, sich bei einem lĂ€ngeren Stromausfall fĂŒr einen gewissen Zeitraum autark zu versorgen.

BBK-VizeprĂ€sident RenĂ© Funk verwies auf zunehmende Angriffe auf kritische Infrastrukturen als Hintergrund fĂŒr entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen. Neben hybriden Bedrohungen und Sabotageakten gelten auch Extremwetterlagen als wiederkehrende Risikofaktoren.

Grundversorgung mit Wasser und Lebensmitteln

Im Basisszenario rĂ€t das BBK BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern dazu, Vorkehrungen zu treffen, um sich mindestens drei Tage eigenstĂ€ndig versorgen zu können. Zu den zentralen Elementen zĂ€hlen haltbare Lebensmittel sowie ein Wasservorrat von 1,5 Litern pro Person und Tag. DarĂŒber hinaus empfiehlt die Behörde das Vorhalten von Kerzen, einem Kurbelradio und Bargeld.

FĂŒr einen weitergehenden Schutz empfiehlt das BBK VorrĂ€te fĂŒr einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen. Dabei wird ein Richtwert von 2.000 Kilokalorien sowie zwei Litern Wasser pro Person und Tag angesetzt.

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FĂŒr eine vierköpfige Familie summiert sich dieser empfohlene Gesamtvorrat auf rund 100 Kilogramm. ErgĂ€nzend rĂ€t das BBK zur Anschaffung von Powerbanks, einem Gaskocher, einem Erste-Hilfe-Kasten sowie zur Aufbewahrung wichtiger persönlicher Dokumente in ausgedruckter Papierform.

Bargeldreserven fĂŒr den Ausfall elektronischer Bezahlsysteme

Ein Schwerpunkt bei der BewĂ€ltigung lĂ€ngerer StromausfĂ€lle ist die finanzielle HandlungsfĂ€higkeit, da elektronische Zahlungsmittel und Bankautomaten bei einem Netzausfall nicht zur VerfĂŒgung stehen. Das BBK spricht von einer ausreichenden Bargeldmenge, die im Haushalt vorhanden sein sollte, nennt dabei jedoch keine konkrete Summe.

In den NachbarlĂ€ndern existieren hierzu prĂ€zisere Richtwerte. Der Oberösterreichische Zivilschutz empfiehlt eine Notfallreserve von 500 Euro pro Haushalt, gestĂŒckelt in kleinen Scheinen. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) rĂ€t zu rund 100 Euro pro Familienmitglied in kleineren Noten.

Eduard Schock, Direktor der OeNB, wies darauf hin, dass Bargeld stets und an jedem Ort funktioniere. Gleichzeitig ergab sich, dass ein Drittel der Menschen in Österreich ĂŒber keinerlei Bargeldreserven in den eigenen vier WĂ€nden verfĂŒgt.

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In der Schweiz wiederum wird geraten, so viel Bargeld vorzuhalten, dass ein kompletter Wocheneinkauf sowie eine TankfĂŒllung bezahlt werden können. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag der durchschnittliche Betrag an Bargeld, den Menschen in Deutschland zuhause oder in einem Bankschließfach aufbewahrten, bei 1.364 Euro.

Zivile und logistische Vorsorgeinitiativen

Die Notwendigkeit privater und staatlicher Vorbereitung spiegelt sich auch in logistischen Konzepten wider. So begleitet der Edeka-Verbund die BundeswehrĂŒbung „Red Storm Charlie“, die vom 24. bis 26. September 2026 mit rund 500 Soldaten in Hamburg stattfindet.

Im Rahmen dieses Anlasses wird ein Notfallrucksack angeboten, der unter anderem ein Kurbelradio, einen Esbit-Kocher, einen Wasserfilter und eine Solar-Powerbank enthÀlt.

Der Verkauf erfolgt ĂŒber OnlinekanĂ€le von Marktkauf und Netto sowie vom 21. bis 26. September 2026 zu einem Sonderpreis im Raum Hamburg. Solche Initiativen verdeutlichen den Stellenwert praxistauglicher AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde, um im Ernstfall schnell handlungsfĂ€hig zu bleiben.

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