Krypto-Anleger, Hochentwickelte

notnullOSX umgeht 2FA: Neue macOS-Malware zielt auf Krypto-Anleger

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 15:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hochentwickelte Schadsoftware OkoBot und notnullOSX gefÀhrden Krypto-BestÀnde. Experten warnen vor gestohlenen Seed-Phrasen und umgangener Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Krypto-Kriminelle nutzen neue Malware fĂŒr Wallet-DiebstĂ€hle
Eine bedrohliche Roboterhand greift nach einem leuchtenden, zerbrochenen Krypto-Wallet-Symbol, umgeben von BinĂ€rcode. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Hochentwickelte Schadsoftware stiehlt die Wiederherstellungsphrasen digitaler Geldbörsen. Gleichzeitig bedroht eine neue macOS-Malware selbst geschĂŒtzte Konten.

OkoBot: Schadsoftware mit OCR-Technologie

Die Malware OkoBot ist bereits seit April 2025 in ĂŒber 25 LĂ€ndern aktiv. Kaspersky-Forscher haben mehr als 20 verschiedene Payloads identifiziert. Das deutet auf einen professionellen Dauerbetrieb der HintermĂ€nner hin.

HerzstĂŒck der Kampagne ist das Modul „SeedHunter“. Es imitiert legitime Apps wie Trezor Suite, Ledger Wallet und Ledger Live. Besonders perfide: Die mobile Version wurde ĂŒber den Google Play Store verbreitet und dort ĂŒber 242.000 Mal heruntergeladen.

OkoBot scannt Bildergalerien auf infizierten GerÀten. Mittels optischer Zeichenerkennung (OCR) sucht es nach Screenshots oder Fotos von Seed-Phrasen. Viele Nutzer speichern diese fÀlschlicherweise als Backup auf ihren GerÀten.

macOS-Bedrohung „notnullOSX“ umgeht 2FA

Erst am 17. Juli 2026 dokumentierten Analysten von SlowMist und Moonlock Lab die neue Malware „notnullOSX“. Sie zielt gezielt auf Anleger mit Krypto-BestĂ€nden ĂŒber 10.000 US-Dollar. Die Infektion erfolgt ĂŒber gefĂ€lschte Fehlermeldungen eines „Google API Connectors“ oder manipulierte Disk-Images.

Nach der Infektion greift die Schadsoftware auf den SchlĂŒsselbund (Keychain), Browser-Cookies und Apple Notes zu. Das Modul „TelegramGrab“ kopiert Sitzungsdaten der Telegram-Desktop-Anwendung. Angreifer ĂŒbernehmen so authentifizierte Sitzungen – ohne Code-Abfrage oder 2FA.

Wie OkoBot ersetzt auch „notnullOSX“ legitime Wallet-Apps durch manipulierte Versionen. Betroffen sind neben Ledger Live und Trezor Suite auch Exodus, Atomic und Electrum.

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MillionenschÀden durch gefÀlschte Apps

Die Gefahr ist real: Zwischen dem 7. und 13. April 2026 stahl eine gefĂ€lschte Ledger-Live-App aus dem offiziellen Mac App Store 5,92 Bitcoin von einem prominenten Musiker. Der Wert damals: rund 424.000 US-Dollar. Insgesamt entstand durch diese App ein Schaden von ĂŒber 9,5 Millionen US-Dollar bei mehr als 50 Opfern.

Die Behörden verstĂ€rken ihre Gegenmaßnahmen. In Florida wurde ein 21-JĂ€hriger festgenommen. Er soll ĂŒber manipulierte Spiele auf Steam rund 8.000 GerĂ€te infiziert und ĂŒber 220.000 US-Dollar in KryptowĂ€hrungen gestohlen haben. Interpol meldete am heutigen Samstag einen Erfolg gegen ein Betrugsnetzwerk – die Ermittler knackten eine Krypto-Wallet einer kriminellen Organisation.

Schutzmaßnahmen fĂŒr Anleger

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Ein aktueller Branchenbericht von Zimperium zĂ€hlt fĂŒr 2025 bereits 34 Malware-Familien, die ĂŒber 1.200 Finanz-Apps weltweit angreifen. Sicherheitsexperten raten zu erhöhter Vorsicht.

VerdĂ€chtige Telegram-Sitzungen sollten Nutzer sofort beenden und Passwörter Ă€ndern. Wiederherstellungsphrasen gehören ausschließlich auf saubere, nicht mit dem Internet verbundene GerĂ€te. Bei Verdacht auf eine Kompromittierung: Vermögenswerte sofort auf neue, gesicherte Wallets ĂŒbertragen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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