Notvorräte, BBK

Notvorräte: BBK empfiehlt 10-Tage-Versorgung für jeden Haushalt

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 10:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das BBK konkretisiert die private Krisenvorsorge mit Mengenangaben und Ausrüstung. EDEKA, Netto und Bundeswehr setzen eigene Maßnahmen um.

BBK empfiehlt Zehn-Tage-Notvorrat: Handel unterstützt Krisenvorsorge
Ordentlich sortierte Vorratsregale mit haltbaren Lebensmitteln und Wasserkanistern in einer privaten Küche. Illustration mit AI erstellt.

Die Absicherung der eigenen Grundversorgung gewinnt im Rahmen des zivilen Bevölkerungsschutzes zunehmend an Bedeutung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt privaten Haushalten daher die gezielte Anlage von Notvorräten an Lebensmitteln sowie Energiereserven für eine Dauer von mindestens 10 Tagen.

Ziel dieser präventiven Maßnahmen ist es, im Fall großflächiger Krisenszenarien den unmittelbaren Druck auf die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei spürbar zu reduzieren.

Konkrete Vorgaben für Lebensmittel und Trinkwasser

Für eine autarke Versorgung über den empfohlenen Zeitraum nennt das BBK präzise Richtwerte. Pro Person und Tag sollten 2.000 kcal an Nahrungsmitteln sowie 2 Liter Wasser eingeplant werden. Umgerechnet auf eine 4-köpfige Familie ergibt sich daraus für den Zehn-Tage-Zeitraum ein Gesamtbedarf von ca. 100 kg an Lebensmitteln und Getränken.

Neben der reinen Ernährung umfasst die Vorsorgeempfehlung des BBK auch funktionale Ausrüstungsgüter zur Bewältigung von Versorgungsunterbrechungen. Dazu zählen netzunabhängige Informations- und Beleuchtungsmittel wie Kurbelradios und Taschenlampen sowie Powerbanks zur mobilen Stromspeicherung.

Für die Zubereitung warmer Mahlzeiten bei einem Ausfall herkömmlicher Küchengeräte wird ein Gaskocher angeraten. Zur Basisausstattung gehören zudem ein Erste-Hilfe-Kasten, die notwendigen persönlichen Medikamente und wichtige persönliche Dokumente in ausgedruckter Papierform, um bei Netzausfällen handlungsfähig zu bleiben.

Einbindung von Handel und Bundeswehr

Die behördlichen Empfehlungen finden auch in der Wirtschaft und bei Streitkräften praktische Anwendung. So starteten der EDEKA-Verbund und Netto am 18. September 2026 online den Verkauf eines Notfallrucksacks, der sich an den Kriterien des BBK orientiert.

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Das BBK empfiehlt jedem Haushalt einen Notvorrat für mindestens 10 Tage — mit 2.000 kcal und 2 Litern Wasser pro Person und Tag. Wie Sie diese Mengen konkret berechnen und welche Ausrüstung dazugehört, zeigt unsere kostenlose Checkliste. Notvorrat-Checkliste jetzt anfordern

Das Set enthält zehn Tools, darunter ein Kurbelradio, einen Esbit-Taschenkocher, einen Wasserfilter sowie eine Solar-Powerbank. In Hamburg wird das Paket vom 21. bis 26. September zu einem Vorzugspreis angeboten.

Zudem begleiten der EDEKA-Verbund und Netto die Bundeswehrübung Red Storm Charlie, die vom 24. bis 26. September 2026 unter Führung des Landeskommandos Hamburg stattfindet.

Im Rahmen der Übung, an der rund 500 Soldatinnen und Soldaten teilnehmen, werden konkrete Notfallszenarien geprobt. Im Fokus stehen dabei unter anderem ein flächendeckender Stromausfall, ein Chemieunfall sowie die medizinische und logistische Versorgung einer Vielzahl von Verletzten.

Zivile Säule der gesamtstaatlichen Resilienz

Die Notwendigkeit privater und privatwirtschaftlicher Vorbereitung wird auch von militärischer Seite unterstrichen. Generalinspekteur Carsten Breuer betonte auf einer Konferenz in Prag, dass eine wirksame Verteidigung zwingend auf zivile Infrastrukturen, Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung angewiesen sei.

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Bei einem längeren Stromausfall zählt jede Stunde: Kurbelradio, Powerbank und Gaskocher gehören zur Basisausstattung, die das BBK empfiehlt. Unsere Packliste zeigt Schritt für Schritt, was in Ihren Notfallrucksack gehört. Notfallrucksack-Packliste jetzt sichern

Ohne die Mitwirkung dieser gesellschaftlichen Bereiche seien die Soldaten zum Scheitern verurteilt. Zugleich warnte der Generalinspekteur vor hybriden Bedrohungen und reiner Technikgläubigkeit; das Jahr 2029 sei dabei lediglich eine Orientierung für die Planung und keine konkrete Prognose für einen Angriff.

Die individuellen Notvorräte bilden somit das Fundament einer umfassenden Sicherheitsarchitektur, bei der die Selbsthilfefähigkeit der Bürgerinnen und Bürger dafür sorgt, dass staatliche Notdienste gezielt dort eingreifen können, wo lebensbedrohliche Notlagen entstehen.

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