Novo Nordisk-Hack: FulcrumSec fordert 25 Millionen Euro Lösegeld
20.06.2026 - 14:55:18 | boerse-global.de
Die Hackergruppe FulcrumSec behauptet, 1,3 Terabyte an sensiblen Daten gestohlen zu haben – darunter Patienteninformationen und Geschäftsgeheimnisse.
Was genau gestohlen wurde
Die Angreifer sollen seit März 2026 unbemerkt Zugriff auf die Systeme von Novo Nordisk gehabt haben. Über ein kompromittiertes GitHub-Token verschafften sie sich angeblich Zugang zum internen Netzwerk. Mehr als 700.000 Dateien sollen abgeflossen sein.
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Nach Angaben der Hacker umfasst die Beute Quellcode, KI-Modelle und klinische Studiendaten. Besonders brisant: Auch persönliche Daten von Mitarbeitern und Patienten sollen sich darunter befinden. Nachdem Novo Nordisk die Zahlung verweigerte, droht FulcrumSec nun damit, die Daten zu verkaufen oder zu veröffentlichen.
Unternehmen reagiert – Betrieb läuft weiter
Novo Nordisk bestätigte den unbefugten Zugriff und leitete umgehend eine Untersuchung ein. Das Unternehmen arbeitet mit externen Cybersicherheitsexperten und den zuständigen Behörden zusammen. Der Geschäftsbetrieb laufe trotz des Vorfalls normal weiter, hieß es.
Die Sicherheitsvorkehrungen würden derzeit überprüft. Ein Sprecher betonte, man nehme die Angelegenheit „äußerst ernst".
Peinliche Sicherheitspanne
Die Hackergruppe machte sich öffentlich über die Sicherheitsmaßnahmen des Konzerns lustig. Ein System zur Verarbeitung von Patientendaten sei angeblich nur mit dem Passwort „novo123" geschützt gewesen. Die Echtheit der 1,3 Terabyte Daten konnte bislang nicht unabhängig bestätigt werden.
Aktie unter Druck – regulatorische Risiken
Die Nachricht von der abgelehnten Lösegeldforderung und dem drohenden Datenleck belastete die Novo-Nordisk-Aktie. Branchenbeobachter sehen erhebliche regulatorische und rechtliche Risiken – insbesondere beim Umgang mit sensiblen klinischen Forschungsdaten und Patientendaten. Die Lage bleibt angespannt, während die Hacker über ihre nächsten Schritte entscheiden.
