Nubia NaviX Ultra: Erstes Doubao-KI-Smartphone im Massenmarkt gestartet
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 08:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die ZTE-Tochtermarke Nubia hat am 16. September 2026 den offiziellen Verkauf des NaviX Ultra gestartet. Das Modell stellt die zweite Generation des Doubao-Smartphones dar, das in Kooperation mit dem Technologiekonzern ByteDance und dessen KI-Sparte Doubao entwickelt wurde. Laut Herstellerangaben handelt es sich um das erste fĂŒr den Massenmarkt kommerzialisierte Smartphone mit einem vollwertigen Doubao-KI-Agenten.
Auf dem Heimatmarkt China wird das GerĂ€t zu einem regulĂ€ren Einstiegspreis von 5999 Yuan angeboten. Unter BerĂŒcksichtigung einer nationalen Konsumsubvention sinkt der effektive Einstiegspreis fĂŒr KĂ€ufer auf 5499 Yuan.
Die MarkteinfĂŒhrung stieĂ auf eine spĂŒrbare Anfangsnachfrage: Beim Vertrieb ĂŒber die chinesische Handelsplattform JD.com ĂŒberschritt der Umsatz am ersten Verkaufstag laut Unternehmensangaben bereits innerhalb einer Sekunde die Marke von 100 Millionen Yuan. Daraus lĂ€sst sich fĂŒr diesen kurzen Zeitraum ein rechnerischer Absatz von rund 16.700 Einheiten ableiten.
Flaggschiff-Hardware und inlÀndischer Hochgeschwindigkeitsspeicher
Technisch positioniert Nubia das NaviX Ultra im oberen Leistungssegment. Als Prozessor dient der Snapdragon 8 Elite der fĂŒnften Generation. FĂŒr die Energieversorgung integrierte ZTE einen Akku mit einer KapazitĂ€t von 7100 Milliamperestunden und einer angegebenen Energiedichte von 902 Wattstunden pro Liter.
Das Aufladen erfolgt kabelgebunden mit bis zu 90 Watt sowie kabellos mit bis zu 50 Watt. Auf der RĂŒckseite kommt eine Hauptkamera mit einer Auflösung von 200 Megapixeln zum Einsatz.
Der NaviX Ultra verkauft sich in China in der ersten Sekunde millionenfach â doch erste Praxistests zeigen: In Apps wie WeChat, Taobao oder Meituan blockt der KI-Agent die Automatisierung. Wer wissen will, ob KI-Agenten im Alltag wirklich taugen, findet in diesem kostenlosen Guide eine 5-Minuten-Checkliste und den groĂen Vergleich der KI-Smartphone-AnsĂ€tze. Jetzt kostenlosen KI-Smartphone-Guide anfordern
Einen technologischen Meilenstein markiert die SpeicherbestĂŒckung: Das NaviX Ultra nutzt LPDDR5X-Arbeitsspeicher von ChangXin Memory mit einer DatenĂŒbertragungsrate von 10667 Megabit pro Sekunde. Es ist der erstmalige Serieneinsatz eines derart schnellen, in China gefertigten Arbeitsspeichers in einem Smartphone.
Grenzen bei Drittanbieter-Automatisierung
Im Zentrum der Produktvermarktung stehen die FĂ€higkeiten des integrierten KI-Agenten. ZTE beziffert die End-to-End-Erfolgsquote bei der AusfĂŒhrung von Aufgaben auf ĂŒber 80 Prozent. Die Software soll in der Lage sein, komplexe Befehle ĂŒber verschiedene Bedienschritte hinweg eigenstĂ€ndig auf dem Bildschirm umzusetzen.
Erste Praxistests dĂ€mpfen die Erwartungen an eine lĂŒckenlose Automatisierung im Alltag jedoch. Die Steuerung innerhalb von Drittanbieter-Anwendungen funktioniert bislang nur sehr eingeschrĂ€nkt.
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GĂ€ngige Plattformen wie die Kommunikations- und Bezahl-App WeChat, das soziale Netzwerk Xiaohongshu, der Lieferdienst Meituan Waimai sowie die Handelsplattform Taobao verweigern dem Agenten vorerst weitgehend die automatisierte Bedienung. VollstĂ€ndig angepasst sind derzeit primĂ€r Anwendungen aus dem ByteDance-Ăkosystem.
ZTE hat bisher keinen Termin fĂŒr eine weltweite Veröffentlichung des NaviX Ultra genannt. Ob und wann das GerĂ€t auĂerhalb Chinas auf den Markt kommt, bleibt damit vorerst offen.
