NVIDIA, GTC

NVIDIA auf der GTC Berlin: DGX Spark startet ab 4.999 US-Dollar

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 06:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
NVIDIA präsentierte neue lokale KI-Werkzeuge, leistungsfähige Systeme und Modelle sowie einen Workflow zur Prüfung von Roboter-Bewegungsrichtlinien.
Ein minimalistisches, modernes Labor für Hochleistungsrechnen mit sauberen Oberflächen und dezent beleuchteten Serverracks. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Branchenkonferenz GTC Berlin hat NVIDIA neue Werkzeuge, Agenten und Modelle für das RTX-Spark-Ökosystem vorgestellt. Die Neuerungen zielen darauf ab, lokale Workflows für die Entwicklung künstlicher Intelligenz sowie die Evaluierung von Verhaltensrichtlinien, sogenannte Policies, zu optimieren.

Konzernchef Jensen Huang demonstrierte die neuen Fähigkeiten während seiner Eröffnungsrede am 21. Oktober 2026 unter anderem anhand von vier zweibeinigen Robotern namens Microduck, die auf Sprachbefehle wie Sitzen, Stehen und Schlafen reagierten.

Neue Hardware und skalierbare Cluster für Entwickler

Das RTX-Spark-Ökosystem umfasst mehrere Hardware-Plattformen für lokale KI-Berechnungen. Für mobile Arbeitsplätze stehen RTX-Spark-Laptops bereit, die weltweit in den Versand gehen und von Herstellern wie ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft, MSI und Acer angeboten werden. Beim Händler Newegg ist in Nordamerika beispielsweise das MSI Prestige N16 Flip AI+ ab 3.299 US-Dollar bestellbar.

Die mobilen Systeme basieren auf dem N1X-System-on-Chip mit Grace-Blackwell-Architektur und einer NVLink-C2C-Verbindung mit 600 GB/s. Das Spitzenmodell verfügt über eine 20-Kern-Grace-CPU, 6.144 CUDA-Kerne sowie 192 Tensor-Kerne der fünften Generation und erreicht bis zu 128 GB Unified Memory bei einer Rechenleistung von einem Petaflop FP4.

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Für den stationären Entwicklereinsatz startet am 23. Oktober 2026 die Auslieferung des DGX Spark mit 64 GB Speicher über Partner wie Acer, ASUS, Dell, Gigabyte, HP und MSI zu Preisen ab 4.999 US-Dollar.

Bis zu acht dieser Einheiten lassen sich zusammenschalten, um 1 TB Unified Memory bereitzustellen, was den lokalen Betrieb großer Modelle wie GLM 5.3 ermöglicht. Ergänzend steht die DGX Station mit 748 GB kohärentem Speicher und bis zu 20 Petaflops für Unternehmenskunden bereit; eine Windows-Version kündigte NVIDIA für Dezember an.

Lokale Agenten und optimierte Modellarchitekturen

Neben der Hardware standen Softwarewerkzeuge und schlanke Modelle im Fokus der Präsentationen. Mit der neuen Anwendung Underdog stellte NVIDIA eine Lösung für vollständig lokale, private KI bereit, deren Desktop-Agent Berechnungen direkt auf dem RTX-Spark-Endgerät ausführt.

Zudem präsentierte das Unternehmen eine zweite Referenzarchitektur für das quelloffene OpenShell-Agent-Toolkit, die Vera-CPUs, Rubin-GPUs sowie BlueField-4 nutzt und Sicherheitsisolation im Millisekundenbereich ermöglicht.

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Bei den Modellen hob NVIDIA unter anderem FLUX.3 Klein hervor, ein Bildgenerierungsmodell mit 5,6 Milliarden Parametern, das ab 8 GB VRAM läuft. Das Unternehmen Recursive Superintelligence präsentierte am 21. Oktober 2026 zudem das Mixture-of-Experts-Modell Recursive Flint mit 40 Milliarden Parametern, wovon 2,5 Milliarden aktiv sind. Laut NVIDIA erreicht das unter der Apache-2.0-Lizenz stehende Modell über 220 Tokens pro Sekunde auf einem RTX Spark mit 64 GB Speicher.

Evaluierung von Roboter-Policies im Praxiseinsatz

Wie lokale Agenten und Evaluierungsprozesse ineinandergreifen, verdeutlichte NVIDIA anhand der vom französischen Unternehmen Pollen Robotics entwickelten Microduck-Bipeden.

Die 25 Zentimeter großen Roboter verfügen über 15 Motoren, LiDAR, Kameras und eine bordeigene Regelschleife mit 50 Hertz. Im gezeigten Entwicklungsworkflow übernahm RTX Spark die lokale Planung und Policy-Evaluation unter Einsatz des Modells Nemotron 3.5 Bolt 74B sowie des Hermes Agent.

Das Training der Bewegungsrichtlinien für Rampen und Hindernisse erfolgte parallel über Cloud-Ressourcen in Isaac Lab mit 4.096 Umgebungen auf einer NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Workstation Edition GPU. Für den DGX Spark stellte NVIDIA zudem eine Erweiterung des Modell-Launchers für NVIDIA Sync noch für denselben Monat in Aussicht.

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