NVIDIA, DGX

NVIDIA DGX Spark: 64-GB-Modell startet am 23. Oktober fĂŒr 4.999 Dollar

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 08:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NVIDIA ergĂ€nzt den DGX Spark um eine kleinere Speichervariante und meldet fĂŒr zwei gekoppelte GerĂ€te höhere Leistung im Qwen-Test.

NVIDIA DGX Spark: 64-GB-Modell startet fĂŒr 4.999 US-Dollar
Ein minimalistischer, modern gestalteter Serverraum mit dunklen, metallischen KĂŒhlschrĂ€nken und kĂŒhler blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

NVIDIA hat ein neues Einstiegsmodell seines KI-Desktopcomputers DGX Spark vorgestellt, das mit 64 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist und ab dem 23. Oktober zu einem Einstiegspreis von 4.999 US-Dollar ĂŒber Partner wie Acer, ASUS, Dell, Gigabyte, HP und MSI erhĂ€ltlich sein soll. Zugleich hat das Unternehmen Testergebnisse veröffentlicht, die zeigen, wie sich zwei gekoppelte GerĂ€te bei bestimmten Modellen schlagen.

Gleiche Technik, kleinerer Speicher

Das 64-GB-Modell basiert auf demselben GB10-Grace-Blackwell-Chip, derselben 20-Kern-Arm-CPU sowie dem gleichen DGX-Betriebssystem und KI-Softwarestack wie die bereits etablierte 128-GB-Variante.

Die Speicherbandbreite liegt bei 273 GB/s, die Rechenleistung bei bis zu 1 PetaFLOP FP4. FĂŒr die Vernetzung sorgt ein ConnectX-7-Netzwerkadapter mit 200 Gbit/s pro GerĂ€t.

Anzeige

WĂ€hrend die Hardware-Leistung fĂŒr lokale KI-Anwendungen steigt, wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an Unternehmen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick ĂŒber alle Pflichten und Fristen, die der EU AI Act fĂŒr den Einsatz von KI-Systemen vorschreibt. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Laut NVIDIA lĂ€sst sich auf einem einzelnen GerĂ€t ein Modell mit bis zu rund 100 Milliarden Parametern betreiben. FĂŒr lokale Inferenz nennt The Register hingegen einen praxisnĂ€heren Bereich von 26 bis 35 Milliarden Parametern.

Werden zwei GerĂ€te ĂŒber QSFP und ConnectX-7 verbunden, ergeben sich 128 GB gemeinsamer Speicher, womit Modelle bis 200 Milliarden Parameter möglich werden. Bis zu vier GB10-GerĂ€te lassen sich laut Berichten insgesamt koppeln.

Cluster-Test mit Qwen 3.8 27B

Im Zentrum der aktuellen AnkĂŒndigung steht ein von NVIDIA selbst durchgefĂŒhrter Leistungstest mit dem Modell Qwen 3.8 27B: Zwei gekoppelte DGX-Spark-GerĂ€te erreichten dabei bis zu das 1,7-Fache der Leistung eines einzelnen GerĂ€ts. NVIDIA weist allerdings darauf hin, dass dieser Wert kein allgemeingĂŒltiger Leistungsfaktor ist, sondern sich auf dieses spezifische Modell und Testszenario bezieht.

FĂŒr die Einrichtung solcher MehrgerĂ€te-Konfigurationen bietet NVIDIA einen Sync Cluster Assistant an. Ein zugehöriger Sync Model Launcher, der speziell fĂŒr Qwen3.8 27B und OpenCode ausgelegt ist, wurde fĂŒr Ende Oktober angekĂŒndigt. Zum Softwareangebot rund um den DGX Spark zĂ€hlen zudem das Agent Toolkit, CUDA-X, Nemotron sowie die Frameworks Ollama, vLLM und PyTorch.

Anzeige

Der Einsatz leistungsstarker KI-Systeme erfordert nicht nur technische Ressourcen, sondern auch eine rechtssichere Dokumentation der Risikoklassen. Erfahren Sie in diesem praxisnahen Report, welche konkreten Schritte Unternehmen jetzt unternehmen mĂŒssen, um die neuen EU-Regeln einzuhalten. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act herunterladen

Preisentwicklung beim 128-GB-Modell

WĂ€hrend das neue 64-GB-Modell zum Marktstart bei 4.999 US-Dollar liegt, hat sich der Preis des bereits etablierten 128-GB-Modells deutlich verĂ€ndert: Es kostet inzwischen 6.950 US-Dollar, nachdem es vor rund einem Jahr zur CES 2025 noch fĂŒr etwa 3.999 US-Dollar eingefĂŒhrt worden war – ein Anstieg von rund 75 Prozent.

Als Grund nennt NVIDIA eine begrenzte SpeicherverfĂŒgbarkeit. Bereits im MĂ€rz 2026 hatte das Unternehmen laut heise.de eine Preiserhöhung mit SpeicherengpĂ€ssen begrĂŒndet. Im US-Shop von NVIDIA wird das 128-GB-Modell fĂŒr 6.950 US-Dollar gelistet, ist jedoch laut Bericht derzeit ausverkauft. Eine 128-GB-Variante von ASUS mit 1 TB Speicher kostet 5.999 US-Dollar.

Wer stattdessen zwei 64-GB-GerĂ€te zu einem 128-GB-Cluster verbindet, zahlt zusammen 9.998 US-Dollar beziehungsweise, je nach Quelle, zwischen rund 8.000 und 10.000 US-Dollar – und damit 3.048 US-Dollar mehr als fĂŒr ein einzelnes 128-GB-GerĂ€t.

Speicheroptionen zwischen 1 TB und 4 TB NVMe können zudem die Partnerpreise beeinflussen; unabhÀngige Tests und konkrete Partnerpreise lagen zum Zeitpunkt der Berichte noch nicht vor.

Die Entwicklung reiht sich in eine Serie von Preissteigerungen bei speicherintensiver KI-Hardware ein, die unter anderem mit allgemeinen EngpÀssen bei Speicherbauteilen in Verbindung gebracht werden.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70230386 |