Nvidia greift an: N1X-Chips mit 20 Kernen für Windows-PCs
30.05.2026 - 16:23:41 | boerse-global.deDie Ankündigung fällt auf der Computex-Messe in Taiwan und der Microsoft Build-Konferenz in San Francisco – und stellt die gesamte PC-Branche auf den Kopf.
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Der Angriff auf das PC-Duopol
Nvidia-CEO Jensen Huang betritt Neuland. Bislang dominierte der Konzern vor allem den Markt für Grafikkarten und KI-Chips. Doch mit den neuen N1- und N1X-Prozessoren greift Nvidia nun Intel und AMD direkt an – und auch Qualcomm, das bereits mit Arm-basierten Laptop-Chips unterwegs ist.
Die Botschaft ist klar: Nvidia will nicht länger nur der Grafikspezialist sein, sondern die gesamte Rechenleistung eines PCs liefern. Branchenanalystin Carolina Milanesi von Current Strategies sieht darin einen „großen Gewinn für die gesamte Hardware-Industrie".
Technische Daten: Was die N1-Chips können
Die neuen Prozessoren basieren auf der Arm-Architektur – ein Bruch mit der x86-Tradition von Intel und AMD. Das Spitzenmodell N1X kommt mit einem 20-Kern-CPU (zehn Performance-Kerne, zehn Effizienz-Kerne) auf Basis von Arm v9.2.
Die integrierte Grafik basiert auf der Blackwell-Architektur und bietet satte 6.144 CUDA-Kerne. Das entspricht in etwa der Leistung einer eigenständigen RTX 5060 Ti. Gefertigt werden die Chips im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC. Der Speicher: LPDDR5X.
Damit zielen die N1X-Chips direkt auf die Oberklasse: Apples M5 Pro und AMDs Ryzen AI Max 400 müssen sich warm anziehen.
Diese Hersteller sind mit an Bord
Nvidia hat sich prominente Partner gesichert. Microsoft bringt die Chips in Surface-Geräten unter. Dell setzt auf die XPS-Reihe, ASUS auf die ProArt-Serie. Lenovo plant gleich mehrere Modelle – darunter das Legion 7 (mit 245-Watt-Netzteil), IdeaPad und Yoga.
Die ersten Geräte sollen Ende 2026 in den Handel kommen. Offiziell vorgestellt wird die Hardware aber bereits in der kommenden Woche.
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Software: Microsoft liefert die Basis
Parallel zur Hardware bringt Microsoft neue Software für lokale KI-Agenten auf den Markt. Windows 11 erhält eine verbesserte Prism-Emulation, um bestehende Programme auf der Arm-Plattform zum Laufen zu bringen.
Doch es gibt Hürden. Treiberunterstützung und die Kompatibilität von Spielen mit Kernel-Level-Anti-Cheat-Systemen gelten als potenzielle Schwachstellen. Microsoft-Manager Pavan Davuluri stellt klar: Ein komplett neues Windows-Betriebssystem werde es vorerst nicht geben.
Die Frage bleibt: Können Nvidias Chips halten, was die Spezifikationen versprechen? Die Antwort darauf wird die Branche in den kommenden Monaten liefern.
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