NVIDIA, Isaac

NVIDIA Isaac Sim: Comau-Roboter lassen sich vor dem Einsatz virtuell testen

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 19:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
KI-fähige Controller, digitale Simulationen und Bildverarbeitung erweitern Comaus Automatisierungslösungen für Fertigung und Intralogistik.
Moderne, automatisierte Industriefertigungshalle mit präzisen Roboterarmen in einer sauberen, minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die Integration fortschrittlicher Rechenarchitekturen gewinnt im Maschinenbau und in der industriellen Automatisierung zunehmend an Bedeutung. Ein zentrales Beispiel für diesen Wandel liefert der Automatisierungsspezialist Comau, der Schlüsseltechnologien von NVIDIA in sein bestehendes Produktportfolio übernimmt.

Im Mittelpunkt stehen dabei Steuerungsplattformen für Industrieroboter, simulationsgestützte Entwicklungsansätze und der Ausbau bildbasierter Assistenzsysteme für die Fertigung und Intralogistik.

Neue Controller-Generation für künstliche Intelligenz

Comau setzt bei seinen Steuerungen für Industrieroboter künftig auf NVIDIA Jetson Edge Compute. Diese nächste Generation von Controllern ist gezielt auf die Ausführung von KI-Workloads ausgelegt, um komplexe Berechnungen direkt an der Maschine zu ermöglichen. Laut Andrew Lloyd von Comau lasse sich durch diesen technologischen Schritt die Entwicklung intelligenter Automatisierungslösungen spürbar beschleunigen.

Parallel dazu nutzt das Unternehmen den NVIDIA-Software-Stack, um bildbasierte Funktionen sowie Steuerungsstrategien für Intralogistik-Produkte zu optimieren. Dies betrifft unter anderem das Training von KI-Modellen für die hauseigene MI.RA-Vision-Systemfamilie. Darüber hinaus kommt Reinforcement Learning zum Einsatz, um anspruchsvolle Aufgaben beim Palettieren und Depalettieren robuster und flexibler auszuführen.

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Virtuelle Simulation und digitale Zwillinge mit OpenUSD

Ein weiterer Kernaspekt der Zusammenarbeit betrifft die Einbindung des Comau-Roboterportfolios in NVIDIA Isaac Sim, ein auf Omniverse basierendes Open-Source-Framework für Simulation, Systemtests und die Erzeugung synthetischer Daten. Mithilfe dieser Umgebung können Automatisierungsprozesse vor der eigentlichen Inbetriebnahme digital getestet und validiert werden.

Zur Unterstützung offener Standards stellt Comau zudem sogenannte SimReady-OpenUSD-Roboterassets in der SimReady Central Library auf der Plattform Hugging Face bereit. Diese standardisierten digitalen Abbilder erlauben es Entwicklern und Integratoren, Robotergeometrien und physikalische Eigenschaften nahtlos in simulationsbasierte Workflows einzubinden, wodurch der Aufwand für digitale Zwillinge in Fertigungsumgebungen sinkt.

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Wachsende Relevanz von Edge-Computing in der Fabrikautomation

Die Schritte von Comau fügen sich in einen breiteren Branchentrend ein, bei dem klassische Industrieroboter durch Edge-Computing-Hardware und Simulationswerkzeuge für dynamischere Aufgaben ertüchtigt werden.

Indem Rechenleistung direkt auf Steuerungsebene verlagert wird, lassen sich visuelle Datenströme und Sensorrückmeldungen mit geringerer Latenz verarbeiten. Dies schafft die Grundlage dafür, Montage- und Logistikprozesse nicht mehr nur starr zu programmieren, sondern über KI-basierte Lernverfahren an veränderliche Umgebungsbedingungen anzupassen.

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