Nvidia N1X: 20-Kern-Chip mit Blackwell-GPU startet Juni
30.05.2026 - 21:18:33 | boerse-global.deDer US-Chipkonzern Nvidia steigt in den Markt für PC-Prozessoren ein – und das gleich mit einem Paukenschlag.
Gemeinsam mit Microsoft will Nvidia auf der Computex in Taiwan und der Build-Konferenz in San Francisco die ersten Windows-Rechner mit eigenem Hauptprozessor vorstellen. Es ist Nvidias formeller Eintritt in den hart umkämpften Consumer-PC-Markt – mit einer eigenen Arm-basierten Architektur.
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Koordinierte Botschaften kündigen neue Ära an
In den vergangenen Tagen hatten Nvidia, Microsoft und Arm zeitgleich Social-Media-Posts veröffentlicht, die auf eine neue Ära im PC-Geschäft hindeuteten. Die Beiträge enthielten geografische Koordinaten, die zum Taipei Music Center führten – genau dorthin, wo Nvidia-CEO Jensen Huang am 1. Juni 2026 um 11:00 Uhr Ortszeit seine Keynote halten wird.
Die abgestimmte Aktion lässt kaum Zweifel: Nvidias erster Arm-basierter Consumer-Chip für Windows ist startklar. Bisher lieferte vor allem Qualcomm Arm-Prozessoren für Windows-Geräte, während Intel und AMD den x86-Markt dominieren. Nvidia arbeitet eigenen Angaben zufolge seit mindestens Oktober 2023 an diesen Chips.
N1X-Serie: Technische Daten im Detail
Branchenkreisen zufolge wird Nvidia die Modelle N1X und N1 vorstellen – gefertigt im 3nm-Verfahren von TSMC. Der Flaggschiff-Chip N1X soll über einen 20-Kern-Arm-Prozessor verfügen: zehn Performance-Kerne und zehn Effizienz-Kerne auf Basis des Arm-v9.2-Befehlssatzes. Dazu kommen 32 MB L3-Cache und Unterstützung für LPDDR5X Unified Memory.
Das Herzstück ist jedoch die integrierte Grafikeinheit (iGPU) auf Basis der Blackwell-Architektur mit bis zu 6.144 CUDA-Kernen. Ersten Daten zufolge könnte die Grafikleistung mit einer Mittelklasse-Grafikkarte wie der RTX 5060 Ti oder sogar der RTX 5070 Ti mithalten. Damit will Nvidia den N1X als echte Alternative zu Apples M5 Pro, Qualcomms Snapdragon X2 Elite und AMDs Ryzen AI Max 400 positionieren.
KI-Funktionen als entscheidendes Verkaufsargument
Der Hardware-Launch fällt mit Microsofts Strategie für KI-gestützte PCs zusammen. Die neuen Nvidia-Systeme sollen die Windows-11-Copilot+-Beschleunigung unterstützen. Microsoft plant zudem die Vorstellung von Software für lokale KI-Agenten – künstliche Intelligenz, die direkt auf dem Gerät läuft, statt in der Cloud.
Genau dafür ist der N1X optimiert. Branchenanalysten erwarten, dass Nvidias Einstieg den Wettbewerb verschärft und die Verbreitung von Arm-basierten Windows-Geräten beschleunigt. Bisher kämpften diese Systeme immer wieder mit Kompatibilitätsproblemen.
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Erste Geräte von Microsoft, Dell, Asus und Lenovo
Mehrere große Hersteller bereiten bereits Geräte mit der neuen Nvidia-Plattform vor. Microsoft selbst soll den chip in seiner Surface-Reihe einsetzen. Dell arbeitet an einem XPS-Modell, das möglicherweise schon am 31. Mai gezeigt wird. Asus hat ein ProArt-Notebook mit N1-Chip angedeutet, und Lenovo bereitet offenbar ein Legion 7 vor – in Hardware-Leaks tauchte bereits ein passendes 245-Watt-Netzteil auf.
Die offizielle Vorstellung ist für Anfang Juni 2026 geplant. Die ersten Verkaufsgeräte dürften jedoch erst gegen Ende 2026 in den Handel kommen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Nvidia für 2027 eine Nachfolge-Serie N2 plant. Offizielle Stellungnahmen zu den technischen Details oder zum genauen Zeitplan gibt es von Microsoft und Nvidia bislang nicht.
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