Nvidia N1X: 6144 CUDA-Kerne und 1000 TOPS KI-Leistung
01.06.2026 - 04:30:13 | boerse-global.deEinen Tag vor der erwarteten Vorstellung auf der Computex in Taipeh sind detaillierte Spezifikationen der neuen Arm-basierten Chips N1 und N1X durchgesickert. Die Leaks vom 31. Mai zeichnen das Bild einer massiven Offensive: Nvidia will nicht weniger als eine neue Ära für Personal Computing einläuten – und tritt damit direkt gegen Apple, Intel und Qualcomm an.
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Zwei Leistungsklassen fĂĽr unterschiedliche AnsprĂĽche
Die N1-Serie wird in zwei Hauptvarianten erscheinen. Das Spitzenmodell N1X setzt auf eine 20-Kern-Architektur mit zehn Performance- und zehn Effizienzkernen. Basis sind die Cortex-X925- und A725-Designs von ARM. Die Leistungsaufnahme liegt zwischen 45 und 80 Watt – genug, um selbst anspruchsvolle Workflows zu bewältigen. Bis zu 128 Gigabyte LPDDR5X-Speicher über ein 16-Kanal-Interface runden das Paket ab.
Der Standard-N1 zielt dagegen auf stromsparende Geräte. Hier gibt es zwei Konfigurationen: eine mit zwölf Kernen (acht Performance, vier Effizienz) und eine mit zehn Kernen (sieben zu drei). Die Leistungsaufnahme liegt zwischen 18 und 45 Watt, der Speicher ist auf 64 Gigabyte über acht Kanäle begrenzt. Beide Chips werden im 3-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt – dem gleichen Hersteller, der auch Apples neueste Prozessoren produziert.
Grafik auf dem Niveau einer RTX 5070
Der vielleicht spektakulärste Teil der Leaks betrifft die integrierte Grafik. Nvidia verbaut in der N1X-Serie Blackwell-Architektur mit 48 Streaming-Multiprozessoren – das entspricht 6144 CUDA-Kernen. Branchenbeobachter vergleichen diese Leistung mit einer dedizierten RTX 5070. Das würde bedeuten: High-End-Gaming und Rendering auf Windows-on-Arm-Geräten ohne separate Grafikkarte. Ein Novum für die Plattform.
KI als entscheidender Trumpf
Noch beeindruckender sind die Zahlen zur künstlichen Intelligenz. Die N1-Serie soll bis zu 1000 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde) an KI-Leistung liefern. Das ist ein Vielfaches dessen, was aktuelle Konkurrenzchips bieten. Ziel ist es, komplexe KI-Agenten und Sprachmodelle direkt auf dem Gerät laufen zu lassen – ohne Cloud-Anbindung. Interne Unterlagen aus dem Jahr 2024, die ebenfalls am 31. Mai auftauchten, zeigen: Nvidia hat die Chips von Grund auf für KI-Workflows im Premium-Segment entwickelt.
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Microsoft an Bord – erste Geräte ab Ende 2026
Nvidia hat die Entwicklung eng mit Microsoft abgestimmt. Bereits am 30. Mai deuteten beide Unternehmen eine gemeinsame Initiative zur Neudefinition der PC-Leistung an – mit Fokus auf Arm-Architektur und spezialisierte KI-Hardware.
Die Liste der Partner liest sich wie ein Who's Who der Notebook-Hersteller:
- ASUS bringt die N1-Serie in der ProArt-Linie
- Dell setzt auf die XPS-Reihe
- Lenovo arbeitet an einem Legion 7 mit einem 245-Watt-Netzteil, das die volle Leistung des N1X entfesseln soll
- Microsoft selbst plant Surface-Geräte
- MSI ist ebenfalls mit an Bord
Die offizielle Vorstellung erfolgt heute auf der Computex-Keynote. Die ersten Geräte werden jedoch erst für Ende 2026 erwartet. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob Nvidia die hohen Erwartungen erfüllen kann – und ob Windows on Arm endlich den Durchbruch schafft.
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