Nvidia, N1X

Nvidia N1X: Neue ARM-Chips fordern Intel und AMD heraus

31.05.2026 - 17:39:36 | boerse-global.de

Nvidia steigt mit eigenen ARM-Prozessoren in den Windows-PC-Markt ein und fordert Intel, AMD und Qualcomm heraus.

Nvidia N1X: Neue ARM-Chips fordern Intel und AMD heraus - Foto: über boerse-global.de
Nvidia N1X: Neue ARM-Chips fordern Intel und AMD heraus - Foto: über boerse-global.de

Der US-Chipkonzern Nvidia steigt mit eigenen Hauptprozessoren in den Windows-PC-Markt ein – und setzt damit die Branche unter Druck.

Gemeinsam mit Microsoft will Nvidia die ersten Windows-Computer mit hauseigenen Prozessoren vorstellen. Die Technologiepartner planen die Enthüllung der neuen Hardware Anfang Juni auf der Computex in Taipeh und der Build-Konferenz in San Francisco. Für Nvidia bedeutet der Schritt den ernsthaften Einstieg ins PC-CPU-Geschäft – und für Microsofts Surface-Reihe eine strategische Neuausrichtung.

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N1 und N1X: Die neue Chip-Generation

Im Zentrum der neuen Geräte stehen die ARM-basierten System-on-a-Chip (SoC) mit den Bezeichnungen N1 und N1X. Die Chips entstehen in Zusammenarbeit mit MediaTek und werden im 3-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt. Die technischen Daten können sich sehen lassen: Das leistungsstärkere N1X-Modell verfügt über 20 CPU-Kerne auf Basis der ARM-v9.2-Architektur und taktet mit 2,81 GHz.

Die Prozessoren integrieren eine Grafikeinheit der Blackwell-Generation. Branchenbeobachter erwarten, dass die integrierte Grafikleistung an etablierte Mittelklasse-Grafikkarten heranreicht – konkret an eine RTX 5060 Ti oder 5070 Ti. Das N1X-Modell bringt es dabei auf bis zu 6.144 CUDA-Kerne.

Microsofts Surface-Reihe wird voraussichtlich als Erstes mit den neuen Chips ausgestattet. Doch auch andere große Hersteller wie Dell, Lenovo und Asus planen bereits Geräte mit der Nvidia-Technologie.

KI direkt auf dem Rechner

Neben der Hardware-Revolution kündigt Microsoft spezielle Software für lokale KI-Agenten an. Die Werkzeuge mit den Namen Autopilot und Scout sollen KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät ausführen – ohne Umweg über die Cloud. Das senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern macht KI-gestützte Anwendungen auch spürbar schneller.

Nvidia-CEO Jensen Huang und Microsofts Windows-Chef Pavan Davuluri sprechen von einer neuen Ära für den Personal Computer. Für Nvidia ist es der erste ernsthafte Vorstoß in den Windows-PC-Markt seit dem Start des Surface RT im Jahr 2012.

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Angriff auf Intel, AMD und Qualcomm

Mit den neuen Prozessoren fordern Nvidia und Microsoft die etablierten Player heraus. Die Chips zielen direkt auf die Marktführerschaft von Intel und AMD sowie auf Qualcomms Snapdragon X2 Elite.

Die offiziellen Ankündigungen sind für Anfang Juni 2026 terminiert: Am 1. Juni auf der Computex, am 2. Juni auf der Build-Konferenz. Branchenexperten sehen darin Microsofts zweite Chance, sich im KI-PC-Markt zu positionieren – nach den ersten Gehversuchen mit der Copilot+-Plattform.

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