Nvidia, RTX

Nvidia RTX Spark: Laptops führen KI-Modelle mit 120 Milliarden Parametern aus

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 09:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der mobile Chip unterstützt lokale KI-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern und erreicht bis zu 1 Petaflop bei FP4.
Nahaufnahme einer hochkomplexen Silizium-Wafer-Struktur mit feinen mikroelektronischen Schaltungen. Illustration mit AI erstellt.

Nvidia hat am 16. Oktober 2026 den Marktstart des RTX Spark Superchips für Windows-Laptops vollzogen. Die Plattform kombiniert eine Blackwell-RTX-Grafikeinheit mit einer Grace-Zentralprozessoreinheit, deren Prozessordesign in Zusammenarbeit mit MediaTek entstand. Das System ist über Hersteller wie Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI weltweit verfügbar, während Acer zu einem späteren Zeitpunkt folgen soll.

Technische Spezifikationen und Leistungsdaten

Der im 3-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigte Chip zielt auf die lokale Ausführung großer Sprach- und Bildmodelle ab. Das System bietet bis zu 128 GB Unified Memory sowie eine Rechenleistung von bis zu 1 Petaflop bei FP4-Präzision.

In der Spitzenkonfiguration N1X arbeiten 20 Rechenkerne, aufgeteilt in zehn Leistungs- und zehn Effizienzkerne, zusammen mit 6.144 CUDA-Recheneinheiten. Die Speicheranbindung erfolgt über LPDDR5X mit 9.400 Mbps, während die Verbindung zwischen Haupt- und Grafikprozessor über NVLink-C2C eine Bandbreite von 600 GB/s erreicht.

Neben dieser Spitzenvariante existiert eine Ausführung mit 18 Prozessorkernen, 5.120 Grafikkernen und 827 Teraflops, bei der Nvidias Webseiten widersprüchliche Angaben von bis zu 32 GB beziehungsweise bis zu 64 GB Speicher nennen. Beide mobilen Varianten arbeiten innerhalb eines Rahmens von 45 bis 80 Watt TDP.

Nvidia verspricht zudem, dass im Akkubetrieb bis zu 99 Prozent der Leistung des regulären Netzbetriebs abrufbar bleiben. Für Desktop-Systeme wurde am 16. Oktober 2026 ebenfalls eine Variante angekündigt, die bei 140 Watt Leistungsaufnahme 20 Kerne, 6.144 Grafikeinheiten und ein 256-Bit-Speicherinterface nutzt.

Anzeige

Wer die beeindruckende Leistung neuer Hardware-Generationen voll ausschöpfen möchte, sollte auch bei der Software auf dem neuesten Stand sein. Dieser kostenlose Gratis-Report zeigt Ihnen, wie Sie ohne Stress und Risiko auf das aktuelle Betriebssystem wechseln. Stressfreien Umstieg auf Windows 11 jetzt entdecken

Hinsichtlich der Preisgestaltung liegen unterschiedliche Angaben vor: Eine Pressemitteilung vom 16. Oktober 2026 wies Einstiegspreise ab 2.599 US-Dollar aus, während ein Blogbeitrag des Unternehmens vom 17. Oktober 2026 von ab 2.399 US-Dollar sprach. Preise und Konfigurationen variieren regional; auf dem indischen Markt ist das System noch nicht erhältlich.

Lokale Modellinferenz und Software-Ökosystem

Laut Herstellerangaben vom 16. Oktober 2026 ermöglicht die Hardware die Ausführung lokaler Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern und Kontextfenstern von bis zu einer Million Token. Unterstützt werden Architekturen wie Qwen, Llama, Mistral, Stable Diffusion sowie FLUX.2, wobei Nvidia den Einsatz von Nemotron Bolt empfiehlt. Voraussetzung auf Betriebssystemebene ist der Windows-Treiber ab Version 616.41.

Auf der Hausmesse GTC Berlin positionierte Nvidia den Chip für persönliche Agentensysteme auf Windows-PCs sowie für Spiele in 1440p-Auflösung bei 100 Bildern pro Sekunde.

Anzeige

Moderne KI-Anwendungen und neue Grafik-Treiber setzen ein perfekt konfiguriertes Betriebssystem voraus. Falls Ihr aktuelles Windows 11 Probleme bereitet, hilft Ihnen dieser Experten-Leitfaden, Fehler bei Updates oder im System in wenigen Minuten selbst zu beheben. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 herunterladen

Laut Berichten vom 21. Oktober 2026 steht hierfür der Underdog Desktop Agent bereit, der Modelle über die Husky-Inferenz-Engine lokal ohne Cloud-Anbindung verwaltet, sodass Eingaben auf dem Gerät verbleiben. Ergänzend beschleunigt eine neue spekulative Dekodierung agentenbasierte Aufgaben.

Ebenfalls am 15. Oktober 2026 stellte Nvidia die Modelle Nemotron 3.5 Super VL mit 120 Milliarden Parametern sowie das für lokale Rechner optimierte Bolt 74B-A9B vor. Letzteres komprimiert das Ausgangsmodell mit rund 2 Bit pro Parameter auf 74 Milliarden Parameter, wodurch der Speicherbedarf der Gewichte von 148 GB im BF16-Format auf 22,1 GB sinkt.

In dieser Form kann das Modell lokal auf dem RTX Spark ausgeführt werden. Auf einem Surface Laptop Ultra mit 128 GB Speicher erreicht es laut Nvidias Forschungsabteilung rund 84 Ausgabetoken pro Sekunde.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70391810 |