O2 Telefónica, Callcenter-Verkauf

O2 verkauft Callcenter in Rostock und Bremen an TP

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 18:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Telefónica Deutschland gibt die Callcenter in Rostock und Bremen an den französischen Dienstleister TP ab. Der Verkauf umfasst knapp 430 Beschäftigte und soll nach Zustimmung der Kartellbehörden zum Jahreswechsel wirksam werden.

O2 strukturiert Kundenservice um

  • Telefónica Deutschland verkauft die Standorte Rostock und Bremen an den französischen Betreiber TP.
  • In Rostock arbeiten rund 240 und in Bremen rund 180 Beschäftigte.
  • Der Vollzug des Verkaufs ist zum Jahreswechsel geplant und steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellfreigabe.
Unter der Marke O2 verkauft Telefónica Deutschland Handyverträge. - Bild: Wolf von Dewitz/dpa

Telefónica verkauft Callcenter in Rostock und Bremen

O2 Telefónica verkauft seine Callcenter-Standorte in Rostock und Bremen mit insgesamt knapp 430 Beschäftigten an den französischen Betreiber TP. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden und ist zum Jahreswechsel vorgesehen.

Standorte wechseln den Betreiber

In Rostock arbeiten rund 240 Beschäftigte, in Bremen rund 180. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Bei Telefónica Deutschland bleiben die Callcenter in Hamburg, Potsdam und Nürnberg bestehen. TP hieß früher Teleperformance und arbeitet bereits für Unternehmen aus der Auto-, Technologie- und Versicherungsbranche.

O2 baut Stellen ab

Der Verkauf ist Teil eines größeren Stellenabbaus bei Telefónica Deutschland. Noch in diesem Jahr sollen 1100 Stellen wegfallen – etwa jede sechste Stelle.

Zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen 6820 Vollzeitstellen. Der Mobilfunkanbieter steht unter Druck, weil Umsatz und Betriebsergebnis sinken und der Großkunde 1&1 im Jahr 2024 zu Vodafone wechselte.

Mehr digitale Hilfe für Kunden

Telefónica begründet den Umbau mit einem Wandel im Kundenservice. Kunden nutzen häufiger Self-Service-Angebote; zugleich übernehmen Chatbots und KI-Sprachassistenten zunehmend einfache Anliegen.

Seit Jahresbeginn führt Santiago Argelich Hesse das Unternehmen. Operativ verantwortlicher Manager ist Mallik Rao. TP soll die Standorte in sein internationales Netzwerk integrieren und die Kundenservices von O2 weiterführen.

Der Verkauf der Standorte in Rostock und Bremen steht im Zusammenhang mit dem Umbau des Kundenservice bei Telefónica Deutschland. Das Unternehmen verbindet den Schritt mit veränderten Nutzungsgewohnheiten: Kunden greifen häufiger auf digitale Selbstbedienungsangebote zurück, während Chatbots und sprachbasierte Systeme einfache Anliegen übernehmen können.

Für die Beschäftigten bedeutet der Eigentümerwechsel zunächst vor allem eine organisatorische Veränderung. Die rund 430 Arbeitsplätze gehen nicht unmittelbar durch die Transaktion verloren, künftig arbeiten die Belegschaften jedoch für TP. Entscheidend wird sein, welche Aufgaben O2 an den Standorten beauftragt und wie lange diese Aufträge bestehen bleiben.

Digitalisierung verändert den Kundenservice

Die Callcenter-Verkäufe sind Teil eines größeren Stellenabbaus bei Telefónica Deutschland. Bis zum Jahresende sollen 1100 Stellen entfallen; der Verkauf der beiden Standorte trägt dazu bei, die Serviceorganisation zu verkleinern und stärker auf externe Spezialisten sowie digitale Kanäle auszurichten.

Für Kunden kann die Verlagerung Kontinuität sichern, wenn TP die bestehenden O2-Aufträge und eingespielten Abläufe übernimmt. Gleichzeitig wächst die Bedeutung automatisierter Systeme, die Anliegen vorsortieren oder selbst beantworten. Komplexe Fälle bleiben jedoch auf gut geschulte Mitarbeiter angewiesen.

Entscheidung zum Jahreswechsel

Der Vollzug hängt noch von der Zustimmung der Kartellbehörden ab. Bis dahin bleibt offen, wie der Übergang im Detail organisiert wird und welche langfristige Rolle Rostock und Bremen im internationalen TP-Netzwerk erhalten.

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