Wien, Österreich

Österreich nach wie vor für deutsche Studenten beliebtester Zielstaat

Veröffentlicht am: 22.12.2020 um 09:52 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Seit inzwischen elf Jahren ist Österreich für das Auslandsstudium deutscher Studierender der beliebteste Zielstaat.

Wien, Österreich (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Wien, Österreich (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Im Jahr 2018 waren an österreichischen Hochschulen 29.100 Deutsche eingetragen, wie das Destatis (Statistisches Bundesamt) am Dienstag (22.12.20) mitteilte. Auf Platz zwei der beliebtesten Zielstaaten folgen die Niederlande (21.300 deutsche Studenten), auf Platz drei liegt das Vereinigte Königreich (15.300 deutsche Studenten). In allen drei Staaten zusammen war knapp die Hälfte (exakt 49 Prozent) der 135.300 deutschen Auslandsstudierenden immatrikuliert.

Die Gesamtzahl deutscher Studenten im Ausland ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 3,8 Prozent gesunken, wie die Statistiker weiter mitteilten. Allerdings liegt dem genannten Wert auch eine methodische Umstellungen der Datenerfassung für Frankreich und die Schweiz zugrunde. Der Anteil deutscher Studenten im Ausland liegt gemessen an der Gesamtzahl aller deutschen Studenten bei 5,3 Prozent. Ein Auslandsstudium hängt stark mit der Studienrichtung zusammen. Die Wahl eines Auslandsstudienortes wird vorrangig durch das Studienfach, nicht aber durch etwaige Präferenzen für das Land bedingt. So studieren Deutsche in Österreich vorrangig Journalismus, Sozialwissenschaften und Informationswesen. 24 Prozent der deutschen Auslandsstudenten in Österreich wählten eines dieser Fächer. In den Niederlanden dominiert ebenfalls diese Fächergruppe, dort wählten sie sogar 33 Prozent aller deutschen Studierenden. Im Vereinigten Königreich entscheiden sich 24 Prozent der deutschen Studenten für Verwaltung, Wirtschaft und Recht.

Auch Osteuropa ist für deutsche Studenten interessant. Da in Deutschland im Fach Humanmedizin nur beschränkte Studienkapazitäten vorhanden sind und daher über den Numerus clausus hohe Zulassungshürden geschaffen wurden, gehen einige deutsche Medizinstudenten nach Polen, Litauen, Ungarn oder Tschechien. Zwischen knapp 50 bis über 60 Prozent aller deutschen Studenten an den dortigen Hochschulen sind in Humanmedizin eingeschrieben.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A-055824

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