Österreich verbietet Social Media für unter 14-Jährige: Strafen bis 6%
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 10:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Twitch hat neue Elternkontrollen eingeführt. Erziehungsberechtigte können künftig Livestreaming und private Nachrichten für 13- bis 17-Jährige sperren. Über ein Familiencenter lassen sich die Konten verknüpfen.
Das Instrumentarium umfasst tägliche Zeitlimits und das Ausblenden von Inhalten wie Glücksspiel oder sexuelle Themen. Eltern erhalten wöchentliche Aktivitätsberichte per E-Mail. Die Einschränkungen fallen automatisch weg, sobald der Nutzer volljährig wird.
Österreich plant Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige
Die Regierung in Wien verschärft den digitalen Jugendschutz. Ein Gesetzesentwurf sieht ein Nutzungsverbot für Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook und YouTube vor. Messenger-Dienste wie WhatsApp bleiben ausgenommen.
Der Digitalisierungsstaatssekretär will damit gegen süchtig machende Mechanismen vorgehen. Zur Altersverifikation sind zertifizierte Drittanbieter vorgesehen – ohne sensible Daten direkt an die Plattformen weiterzuleiten. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
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Psychische Folgen digitaler Gewalt
Eine Kaspersky-Studie unter 7.600 Befragten in 19 Ländern zeigt die Dimension des Problems. 79 Prozent verbinden digitalen Missbrauch mit Depressionen oder Traumata. 73 Prozent sehen Rufschädigung als Folge, mehr als die Hälfte nennt wirtschaftliche Schäden oder körperliche Gewalt.
Trotz dieser Risiken bleibt ein Teil der Betroffenen passiv: 22 Prozent unternehmen nichts gegen die digitale Gewalt. Bei älteren Generationen liegt dieser Anteil bei 37 Prozent. Als Gegenmaßnahme agieren 42 Prozent vorsichtiger online, andere schränken ihre Präsenz oder Kommunikation ein.
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So schützen sich Eltern und Kinder
Cybergrooming ist nach §176 StGB strafbar. Täter nutzen populäre Netzwerke und Gaming-Plattformen wie Fortnite, Minecraft oder Roblox zur Kontaktaufnahme. Häufig verlagern sie die Kommunikation auf Messenger-Dienste, um eine privatere Atmosphäre zu schaffen. Ziel ist meist die Nötigung zu Nacktaufnahmen.
Fachleute raten zur Wachsamkeit bei Standortfreigaben und verschwindenden Nachrichten, wie sie Snapchat anbietet. Für Betroffene steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr zur Verfügung.
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