Office 2019 für Mac: Schreibschutz ab 13. Juli 2026
02.06.2026 - 00:30:34 | boerse-global.deBetroffen waren vor allem die webbasierten Anwendungen Excel, PowerPoint und SharePoint.
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Zwei Stunden Ausfallzeit
Am 1. Juni 2026 konnten Anwender zeitweise keine Dateien in den Microsoft-Clouddiensten öffnen. Stattdessen erschienen Fehlermeldungen, die auf eine Nichtverfügbarkeit der Office-Online-Dienste hinwiesen. Microsoft erfasste den Vorfall unter der Incident-ID MO1329446, nachdem erhöhte Fehlerraten in der gesamten Produktivitätssuite detektiert wurden.
Der Ausfall dauerte rund zwei Stunden. Gegen 19:36 Uhr MESZ normalisierte sich die Lage wieder. Als Ursache identifizierte Microsoft ein potenzielles dienstübergreifendes Problem. Konkrete Angaben zu regionalen Auswirkungen blieben zunächst offen.
Mehrere Baustellen am gleichen Tag
Am selben Tag behob Microsoft zudem ein separates Problem mit der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und dem MySignIn-Dienst. Hier traten 504-Gateway-Timeout-Fehler auf. Die Techniker führten die Störung auf eine Änderung der Cache-Konfiguration zurück, die eine hohe CPU- und Speicherauslastung verursachte. Auch Nutzer von Microsoft 365 Copilot berichteten von Ladezeitüberschreitungen, wobei die Meldungen vor dem frühen Nachmittag (US-Ostküstenzeit) ihren Höhepunkt erreichten.
Aus für Office 2019 für Mac rückt näher
Ein bedeutender Einschnitt steht Nutzern älterer Software bevor: Am 13. Juli 2026 wird Office 2019 für Mac in einen Modus mit reduzierter Funktionalität versetzt.
Grund ist das Ablaufen eines Sicherheitszertifikats. Betroffen sind Installationen auf macOS, iOS und iPadOS. Nach diesem Datum wird die Software faktisch schreibgeschützt: Nutzer können Dokumente zwar ansehen und drucken, aber nicht mehr bearbeiten, speichern oder neue Dateien erstellen. Microsoft empfiehlt betroffenen Anwendern den Umstieg auf Microsoft-365-Abonnements, Office 2024 oder webbasierte Alternativen.
Kritische Sicherheitslücke wird aktiv ausgenutzt
Bereits am 30. Mai 2026 bestätigten Behörden, dass eine kritische Netlogon-Sicherheitslücke aktiv ausgenutzt wird. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-41089 und einem Schweregrad von 9,8 ermöglicht nicht authentifizierte Remote-Codeausführung auf Domänencontrollern. Obwohl Microsoft bereits im Frühjahr ein Patch bereitstellte, meldet das Centre for Cybersecurity Belgium weiterhin Angriffe auf unterstützte Windows-Server-Versionen.
Parallel dazu stellt Microsoft schrittweise die SMS-basierten Anmeldecodes für persönliche Konten ein. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen Sicherheitsrisiken wie Phishing und SIM-Swapping. Nutzer sollen stattdessen auf Passkeys oder verifizierte E-Mail-Adressen für die Kontowiederherstellung und Authentifizierung umsteigen.
Angesichts zunehmender Sicherheitsrisiken wie Phishing empfiehlt selbst Microsoft mittlerweile den Wechsel auf modernere Anmeldeverfahren. Wie Sie Passkeys bei Amazon, Microsoft oder WhatsApp sofort einrichten und so den lästigen Passwort-Stress für immer beenden, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. Nie wieder Passwörter merken: Diese neue Methode macht das Einloggen kinderleicht
Neue Funktionen für Microsoft 365 geplant
Der Microsoft-365-Nachrichtencenter hat mehrere Updates für die kommenden Monate angekündigt. Bereits Anfang Juni 2026 soll die allgemeine Verfügbarkeit einer Funktion starten, mit der sich Excel-Tabellen direkt aus Copilot-Notebook-Inhalten erstellen lassen.
Copilot-Notebooks selbst sollen zwischen Mitte Juni und Ende Juli einem breiteren Nutzerkreis zur Verfügung stehen. Für Teams-Nutzer ist eine neue private Chat-Funktion für Organisatoren zwischen Mitte Juli und Mitte August 2026 geplant. Zudem erinnert Microsoft Administratoren daran, dass ab dem 7. September 2026 für Entra-ID-Kennwortzurücksetzungen registrierte Authentifizierungsmethoden erforderlich sind.
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