Office 2021: Microsoft beendet Support am 13. Oktober
22.06.2026 - 01:55:20 | boerse-global.de
Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft den Support für Office 2021 ein. Damit enden Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen und technischer Support für Millionen Nutzer weltweit. Die Nachricht treibt Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen zur Suche nach Alternativen – und der Markt reagiert: Gleich mehrere neue Anbieter haben im Juni 2026 frische Versionen ihrer Office-Programme vorgestellt.
Sicherheitsrisiko durch veraltete Software
Das Auslaufen des Supports ist kein bloßes Datum auf dem Kalender. Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA stuft nicht mehr gepatchte Software als erhebliches Sicherheitsrisiko ein. Rund 60 Prozent aller Datenlecks gehen auf ungepatchte Sicherheitslücken zurück – eine Zahl, die auch deutsche IT-Sicherheitsexperten alarmiert.
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Für Nutzer von Office 2021 gibt es mehrere Wege: Sie können auf die Einmalkaufversion Office 2024 umsteigen, die voraussichtlich bis etwa 2030 unterstützt wird. Oder sie wechseln zum Abomodell Microsoft 365. Doch die Kosten und die automatische Installation von KI-Funktionen wie Copilot, die ab dem 1. Juli 2026 ausgerollt wird, verstimmen viele Organisationen. Die französische Regierung hat bereits begonnen, teilweise auf Linux-basierte Umgebungen umzustellen.
Neue Konkurrenz für Word & Co.
Im Juni 2026 haben gleich mehrere Anbieter frische Versionen ihrer Software veröffentlicht. Typst 0.14 positioniert sich als moderne Alternative zu Microsoft Word und LaTeX. Die Neuerung: Ein Split-Screen-Editor mit Live-Vorschau, HTML-Export und inkrementeller Kompilierung. Besonders relevant für den europäischen Markt: Typst erfüllt die Anforderungen des europäischen Barrierefreiheitsgesetzes (2025/2026) und erzeugt standardmäßig getaggte, barrierefreie PDFs.
Ebenfalls im Juni vorgestellt: Lettera, ein nativer Markdown-Editor für macOS. Entwickelt von den Machern der Bear-App, bietet Lettera eine WYSIWYG-Oberfläche („Was du siehst, ist was du bekommst“) und unterstützt Tabellen, Mathjax sowie Exporte in PDF und ePub.
Bewährte Open-Source-Alternativen
Für Linux-Nutzer und alle, die kostenlose oder günstigere Lösungen suchen, bleibt der Markt breit aufgestellt. LibreOffice hat im Februar 2026 die Version 26.2 veröffentlicht. Sie bringt umfangreiche Code-Änderungen und Leistungsverbesserungen in Writer und Calc mit – sowie eine verbesserte Kompatibilität mit Excel-Formaten.
Weitere führende Alternativen im Jahr 2026 sind:
- WPS Office: Vertraute Oberfläche, ab 2,49 Euro pro Nutzer monatlich
- ONLYOFFICE: Fokus auf Zusammenarbeit, ab 20 Euro pro Administrator monatlich
- Collabora Online: Unternehmensintegration, kompatibel mit Microsoft-Office-Formaten
- Google Workspace: Echtzeit-Bearbeitung, ab 7 Euro pro Nutzer monatlich
- CryptPad: Datenschutzorientiert mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ab 5 Euro monatlich
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KI-Kampf der Giganten
Während Microsoft auf seine Copilot-Integration setzt, bringen andere Entwickler konkurrierende KI-Werkzeuge ins Spiel. xAI hat seinen Grok-Assistenten per Plugin in Microsoft Word, Excel und PowerPoint integriert. Der Dienst bietet Echtzeit-Zugriff auf soziale Medien und Nachrichten – zunächst verfügbar für Abonnenten der SuperGrok-Heavy-Stufe für 300 Euro monatlich.
Trotz Microsofts Investition von rund 13 Milliarden Dollar in OpenAI lässt der Konzern weiterhin Konkurrenz-Plugins im eigenen Ökosystem zu. Die Entbündelung von Teams aus Office 365 in der Europäischen Union hat die Abokosten zwar um rund zwei Euro monatlich gesenkt. Doch der rechtliche Druck bleibt: Wettbewerber wie Salesforce klagen weiterhin gegen die früheren Bündelungspraktiken des Software-Riesen.
