Office 2607: Microsoft behebt 398 Schwachstellen im August-Update
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat am 11. August 2026 eine Reihe von Aktualisierungen für seine Office-Produkte und Betriebssysteme veröffentlicht. Im Zentrum des aktuellen Release-Zyklus für den Microsoft 365 Apps Current Channel steht die Version 2607 (Build 20228.20190), die unter anderem einen spezifischen Fehler in der E-Mail-Anwendung Outlook behebt.
Die Aktualisierung adressiert ein Problem bei der Anzeige der sogenannten MailTips, die Nutzern während des Verfassens von Nachrichten wichtige Hinweise zu Empfängern oder Sicherheitsrichtlinien geben.
Fehlerbehebung für Outlook MailTips in verschiedenen Kanälen
Das am Dienstag veröffentlichte Update stellt sicher, dass MailTips in Umgebungen, in denen sie zuletzt nicht zuverlässig angezeigt wurden, wieder korrekt erscheinen. Neben dem Current Channel hat Microsoft die entsprechenden Korrekturen auch für andere Vertriebskanäle bereitgestellt.
So erhielten der Monthly Enterprise Channel (Build 2607.20228.20188) und der Semi-Annual Enterprise Channel (Build 2607.20228.20186) am selben Tag entsprechende Builds.
Die Verteilung umfasst zudem eine breite Palette weiterer Office-Versionen. Für Office 2024 und Office 2021 in der Retail-Fassung wurde der Build 2607.20228.20190 ausgerollt.
Auch für Nutzer von Langzeit-Wartungskanälen stehen Aktualisierungen zur Verfügung: LTSC 2024 wurde auf Build 2408.17932.20910 aktualisiert, während für LTSC 2021 der Build 2108.14334.20848 und für Office 2019 der Build 1808.10417.20197 bereitgestellt wurde.
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Umfangreiches Sicherheitsupdate am Patch-Tuesday
Parallel zu den funktionalen Korrekturen bildet der August-Patch-Tuesday eine massive Sicherheitsaktualisierung. Berichten zufolge umfasst das Paket je nach Zählweise zwischen 398 und 421 Schwachstellen. Davon werden mindestens 42 als kritisch eingestuft.
Besonders im Fokus steht die Schwachstelle CVE-2026-68820, eine sogenannte Use-After-Free-Lücke im Windows Winsock (afd.sys), die eine Eskalation von Privilegien ermöglicht. Branchenanalysten zufolge wurde diese Lücke bereits aktiv von der Lazarus-Gruppe im Rahmen einer Kampagne namens Operation Dream Job ausgenutzt.
Für die Microsoft-Office-Sparte wurden insgesamt 128 Schwachstellen identifiziert, von denen 22 als kritisch im Hinblick auf Remote Code Execution (RCE) gelten. Ein spezifisches Problem der Informationspreisgabe in Microsoft Office wurde unter der Kennung CVE-2026-70317 behoben, welche Microsoft 365 Apps, Office LTSC sowie Office 2019 betrifft.
Sicherheitsrelevante Korrekturen für SharePoint und Server-Dienste
Neben den Client-Anwendungen wurden auch Server-Komponenten aktualisiert. Microsoft veröffentlichte für den SharePoint Server die Sicherheitsupdates KB5002893, KB5002905 und KB5002906. Unter den behobenen Schwachstellen findet sich CVE-2026-70332, eine Spoofing-Lücke im SharePoint Server mit einem hohen Schweregrad von 9.6 auf der CVSS-Schala.
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Weitere kritische Lücken, die geschlossen wurden, betreffen den Windows DNS Server (CVE-2026-62878 mit einem CVSS-Wert von 9.8) sowie QUIC RCE (CVE-2026-62815).
Auch öffentlich bekannt gewordene Schwachstellen wie CVE-2026-62832 im User Profile Service und CVE-2026-72971 im Container Isolation FS Filter Driver wurden adressiert. Für ältere Versionen wie Office 2016 wurden im Rahmen des Patch-Tuesdays elf separate Sicherheitsupdates (darunter KB5002813 und KB5002832) bereitgestellt.
Das Unternehmen kündigte zudem bereits den nächsten Termin für planmäßige Aktualisierungen an. Der kommende Patch-Tuesday ist für den 8. September 2026 vorgesehen. Administratoren und IT-Verantwortlichen wird aufgrund der aktiv ausgenutzten Sicherheitslücken eine zeitnahe Installation der verfügbaren Updates empfohlen.
