Office LTSC 2021: Support endet am 13. Oktober 2026
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 00:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Unternehmen stehen vor der Wahl: Cloud-Abo oder lokale Alternative? Beide Optionen haben ihren Preis.
Support-Ende im Oktober: Was jetzt zählt
Microsoft hat den 13. Oktober 2026 als letzten Support-Tag für Office LTSC 2021 festgelegt. Wer bis dahin nicht umgestellt hat, riskiert Sicherheitslücken und Compliance-Probleme. Zwei Wege stehen offen: der Umstieg auf Microsoft 365 Apps oder das neuere Office LTSC 2024. Letzteres bietet immerhin Support bis Oktober 2029 – eine Verschnaufpause für Unternehmen, die Cloud-Lösungen skeptisch gegenüberstehen.
IT-Verantwortliche sollten jetzt handeln. Eine gründliche Bestandsaufnahme der bestehenden Umgebung ist Pflicht: Makros, Vorlagen und Add-ins müssen auf Kompatibilität geprüft werden. Auch Spezialtools wie Project und Visio sind oft kritische Komponenten. Experten raten zu Pilot-Rollen mit klaren Rückfallplänen – ein abgestürztes Update kann schnell teuer werden.
Preisschock bei Microsoft 365: Abos werden teurer
Seit dem 1. Juli 2026 zahlen Unternehmen mehr für die Cloud-Nutzung. Der E3-Plan kostet nun 39 Euro pro Nutzer und Monat, der E5-Plan sogar 60 Euro. Die Preiserhöhung geht mit der Integration der Intune Suite einher – im E5-Tarif vollständig, im E3 nur in Teilen.
Kein Wunder also, dass Drittanbieter auf den Zug aufspringen. Sie bieten günstigere Endpunkt-Management-Lösungen an, die Aufgaben wie Zugriffskontrolle und Patch-Management bündeln. Für viele Unternehmen eine verlockende Alternative.
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Dass der Druck auf die Budgets real ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: Die südafrikanische Staatsgesellschaft Sasria Soc Ltd sicherte sich einen 12-Monats-Vertrag für Microsoft Unified Enterprise Support – zum Preis von rund 85.000 Euro. Der Vertrag umfasst Rund-um-die-Uhr-Support, IT-Gesundheitschecks und Beratungsleistungen. Die Angebotsfrist endete am 21. Juli 2026.
Technische Baustellen: WSUS-Probleme und Windows-10-Aus
Auch technisch lief es zuletzt nicht rund. Zwischen dem 13. und 18. Juli 2026 kämpften Administratoren mit Synchronisationsproblemen und Timeouts bei Windows Server Update Services (WSUS). Ursache war ein Überlauf an Veröffentlichungsmetadaten. Die Lösung: manuelle Datenbankbereinigungen und Konfigurationsänderungen – ein zeitaufwendiger Eingriff.
Parallel dazu kündigte Microsoft an, die OneDrive-Funktionalität auf älteren Windows-10-Versionen einzustellen. Der Schritt folgt dem endgültigen Support-Ende für Windows 10, das bereits für den 14. Oktober 2025 angesetzt war. Wer noch auf alter Hardware sitzt, muss handeln.
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Sicherheitsupdates für alle Plattformen
Microsoft hat Anfang Juli 2026 neue Versionen von Defender for Endpoint für Linux und iOS veröffentlicht. Die Updates für Windows, Android und macOS waren bereits im Juni erschienen. Die Botschaft ist klar: Die Sicherheitslandschaft bleibt angespannt.
Das zeigen auch aktuelle Schwachstellenmeldungen für Cisco Unified Communications Manager. Die integrierte Kommunikationsplattform war zuletzt Ziel von Angriffen per Remote-Code-Ausführung und Server-seitigen Request-Forgery-Attacken. Ein Weckruf für alle, die Sicherheitsupdates auf die lange Bank schieben.
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