Office-Zertifikat, Millionen

Office-Zertifikat: Millionen Apple-Nutzer verlieren Bearbeitung ab Juli

Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 12:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein ablaufendes Zertifikat schaltet Office-Apps auf Apple-GerĂ€ten in den Nur-Lese-Modus. Updates sind fĂŒr den Fortbestand der Bearbeitungsfunktionen nötig.

Apple-Nutzer: Microsoft Office droht ab Juli der Lesemodus
A person's hands holding an iPad displaying a Microsoft Word document in a read-only mode, with a blurred MacBook in the background. Illustration mit AI erstellt.

Ab dem 13. Juli 2026 droht Millionen von Apple-Nutzern der Verlust wichtiger Bearbeitungsfunktionen in Microsoft Office. Ein auslaufendes digitales Zertifikat schaltet Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote auf macOS, iOS und iPadOS in einen „Modus mit reduzierter FunktionalitĂ€t" um – sofern keine spezifischen Software-Updates eingespielt werden.

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Digitales Zertifikat lĂ€uft ab – nur noch Lesemodus

Der Grund fĂŒr die Umstellung in den Nur-Lese-Modus ist das Ablaufen eines digitalen Zertifikats, das zur Lizenzvalidierung auf Apple-GerĂ€ten dient. Sobald dieses Zertifikat Mitte Juli seine GĂŒltigkeit verliert, können Nutzer ohne Update nur noch Dokumente ansehen und ausdrucken. Das Erstellen, Bearbeiten oder Speichern von Dateien wird blockiert.

Betroffen sind sowohl Microsoft-365-Abonnenten als auch KĂ€ufer von Einmallizenzen fĂŒr Office 2019 und Office 2021. Windows-Anwender sind von diesem spezifischen Zertifikatsproblem nicht betroffen. Apple-Nutzer mĂŒssen ihre Anwendungen vor dem Stichtag mit einem erneuerten Zertifikat authentifizieren.

Systemvoraussetzungen als HĂŒrde

Um die volle FunktionalitÀt zu erhalten, verlangt Microsoft bestimmte Software-Versionen. Auf dem Mac ist mindestens Office Build 16.83 erforderlich, das wiederum macOS 14 (Sonoma) voraussetzt. Auf iPhones und iPads muss Office in Version 2.93 oder höher laufen, was iOS beziehungsweise iPadOS 17.0 benötigt.

FĂŒr Besitzer Ă€lterer Hardware wird das zum Problem. GerĂ€te, die fĂŒnf bis acht Jahre oder Ă€lter sind, unterstĂŒtzen die erforderlichen Betriebssystem-Updates oft nicht mehr. FĂŒr sie könnte der Nur-Lese-Modus ohne Hardware-NachrĂŒstung dauerhaft bleiben. Unternehmen sollten ihre IT-Abteilungen anweisen, die nötigen Builds ĂŒber Verwaltungstools wie Jamf oder Intune auszurollen.

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Kein Ausweg fĂŒr Office 2019

Besonders hart trifft es Nutzer von Office 2019 fĂŒr Mac. Microsoft hat klargestellt: FĂŒr dieses Produkt gibt es keinen Update-Pfad, der das Zertifikatsproblem löst. Der Support endete bereits im Oktober 2023. Nach dem 13. Juli verlieren Office-2019-Nutzer auf Apple-GerĂ€ten dauerhaft die Bearbeitungsmöglichkeiten.

Nutzer von Office 2021 fĂŒr Mac können den Zugang durch ein Update auf die erforderliche Build-Version sichern – vorausgesetzt, ihre Hardware lĂ€uft mit macOS 12 oder neuer. Doch auch diese Version nĂ€hert sich einem Meilenstein: Der letzte Sicherheitspatch ist fĂŒr den 13. Oktober 2026 geplant. Danach bleibt die Software zwar funktionsfĂ€hig, Microsoft schließt jedoch keine SicherheitslĂŒcken mehr.

Der Zertifikatswechsel fĂ€llt in eine Zeit intensiver SicherheitsaktivitĂ€ten bei Microsoft. Erst Anfang Juni veröffentlichte der Konzern ein rekordverdĂ€chtiges Sicherheitsupdate, das mehr als 200 Schwachstellen im gesamten Ökosystem schloss – darunter Windows, Office und Azure. Das Update enthielt Korrekturen fĂŒr mehrere Zero-Day-Exploits sowie Änderungen an Secure-Boot-Zertifikaten.

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