One UI 8.5: Samsung schränkt Wiederherstellungsoptionen ein
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 22:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Tech-Experten empfehlen aktuell, bestimmte Systemfunktionen auf Samsung-Galaxy-Smartphones gezielt zu deaktivieren oder anzupassen. Diese Maßnahmen sollen sowohl die Sicherheit der Geräte erhöhen als auch die operative Effizienz im Alltag verbessern. Im Fokus der Optimierungen stehen automatisierte Abläufe, tiefgreifende App-Berechtigungen sowie funktionale Änderungen in den neuesten Versionen der Benutzeroberfläche One UI.
Automatisierung und Konnektivität im Fokus
Ein zentraler Aspekt für die Gerätestabilität und Sicherheit ist die „Auto-Restart“-Funktion innerhalb der „Device Care“-App. Diese ermöglicht es, automatische Neustarts nach einem festen Zeitplan durchzuführen – beispielsweise wöchentlich in der Nacht zum Sonntag.
Voraussetzung für den Prozess ist ein Akkustand von über 30 Prozent sowie ein ausgeschalteter Bildschirm. Auch die US-Sicherheitsbehörde NSA empfiehlt regelmäßige Neustarts als präventive Sicherheitsmaßnahme. Die Funktion lässt sich in den Einstellungen unter One UI konfigurieren.
Zusätzlich bietet Samsung Optionen im Bereich „Intelligent Wi-Fi“ an. Funktionen wie der automatische Wechsel zu mobilen Daten oder der Wechsel zu leistungsstärkeren WLAN-Netzwerken sind darauf ausgelegt, die Internetgeschwindigkeit zu optimieren. Für fortgeschrittene Anwender stellt der Bereich „Connectivity Labs“ zudem experimentelle Optionen bereit, um die drahtlose Konnektivität weiter zu verfeinerern.
Datenschutz und Management von App-Berechtigungen
Ein kritischer Punkt für die Privatsphäre der Nutzer ist die Berechtigung für „App-Nutzungsdaten“. Diese erlaubt es installierten Anwendungen, Einblicke in das Nutzungsverhalten zu gewinnen, einschließlich der Häufigkeit der App-Verwendung, Informationen zum Mobilfunkanbieter und Spracheinstellungen.
Fachleute raten dazu, diese Zugriffe über das Menü für speziellen App-Zugriff in den Systemeinstellungen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls zu widerrufen.
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Für Nutzer des Galaxy S21 besteht zudem die Möglichkeit, Anwendungen über die Startbildschirm-Einstellungen auszublenden oder den „Secure Folder“ zur Verschlüsselung sensibler Apps zu nutzen. Es ist jedoch zu beachten, dass versteckte Apps weiterhin über die Systemsuche zugänglich bleiben und Benachrichtigungen aktiv geschaltet sind.
Zur Pflege des Systems und zur Entfernung von Cache-Dateien oder Restdaten wird die App „SD Maid 2/SE“ angeführt. Die Premium-Variante dieses Werkzeugs wird für 3 US-Dollar pro Jahr oder 6 US-Dollar für eine lebenslange Lizenz angeboten und konnte in Tests signifikante Mengen an Speicherplatz freigeben.
Sicherheitsarchitektur und Software-Aktualisierungen
Die integrierte Sicherheitsplattform Samsung Knox umfasst Funktionen wie den „Message Guard“, „Real-time Kernel Protection“ und den „Knox Vault“. Samsung garantiert für diese Architektur Sicherheitsupdates über einen Zeitraum von sieben Jahren.
Die Notwendigkeit dieser kontinuierlichen Wartung verdeutlichen aktuelle Zahlen: Zwischen Januar und August 2026 hat das Unternehmen bereits über 260 Sicherheitslücken geschlossen. Allein das Update im August behob 56 Schwachstellen. Zuvor hatten Sicherheitsforscher von Oversecured 170 schwerwiegende Schwachstellen in vorinstallierten Anwendungen identifiziert.
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Neuerungen in One UI und Einschränkungen bei System-Tools
Mit der Weiterentwicklung der Benutzeroberfläche ergeben sich funktionale Anpassungen. In der Version One UI 9 (Beta 6) wurde die Einstellung „Touch and hold for AI select“ eingeführt. Damit können Nutzer verhindern, dass die KI-Auswahl versehentlich durch langes Drücken ausgelöst wird, während die Funktion über eine alternative Verknüpfung erreichbar bleibt.
Gleichzeitig reduziert Samsung in der Version One UI 8.5 die Optionen im Wiederherstellungsmenü. Funktionen wie das Einspielen von Updates via ADB oder SD-Karte sowie das Löschen der Cache-Partition wurden entfernt.
Erhalten bleiben lediglich Kernoptionen wie Neustart, Ausschalten und das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Aufgrund bestehender Sicherheitsrichtlinien weist das Unternehmen darauf hin, dass ein Downgrade auf ältere Software-Versionen nicht möglich ist.
Sollte der Verdacht auf eine Infektion mit bösartiger Software bestehen, empfehlen Experten, das Gerät in den Flugmodus zu versetzen, die Funktion „Play Protect“ zu nutzen und gegebenenfalls den abgesicherten Modus zur Entfernung der betroffenen Anwendungen zu verwenden. Nach einer Bereinigung sollten betroffene Nutzer ihre Finanzkonten kontrollieren und Passwörter ändern.
