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One UI 9: Samsung sperrt Geräte nach 13 Fehlversuchen dauerhaft

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung führt in One UI 9 eine Sicherheitsfunktion ein, die nach 13 Fehlversuchen einen Werksreset auslöst. Die Maßnahme soll Daten vor Diebstahl schützen.

One UI 9: Samsung schützt Daten mit automatischem Werksreset
Modernes Samsung Smartphone auf dunkler Oberfläche mit digitalem Schloss-Symbol als Symbol für mobile Sicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Samsung führt mit der neuen Benutzeroberfläche One UI 9 auf Basis von Android 17 eine weitreichende Sicherheitsfunktion ein. Die Neuerung sieht vor, dass Mobilgeräte nach einer festgelegten Anzahl von Fehlversuchen bei der Entsperrung dauerhaft gesperrt werden. In diesem Fall löst das System automatisch einen Werksreset aus, um die auf dem Gerät gespeicherten Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Stufenweise Eskalation der Sperrzeiten

Die neue Sicherheitsarchitektur setzt auf eine strikte Eskalation der Wartezeiten bei Falscheingaben. Während Nutzer nach fünf Fehlversuchen zunächst für eine Minute gesperrt werden, steigert sich die Wartezeit beim sechsten Versuch auf 5 Minuten. In den weiteren Schritten betragen die Intervalle 15 Minuten beim siebten und 30 Minuten beim achten Fehlversuch.

Nach der neunten Fehleingabe ist eine Wartezeit von 90 Minuten vorgesehen. Die restriktiven Maßnahmen verschärfen sich bei weiteren Versuchen erheblich:
* 10 Fehlversuche führen zu einer Sperre von 4 Stunden.
* 11 Fehlversuche resultieren in 12 Stunden Wartezeit.
* 12 Fehlversuche blockieren das Gerät für 24 Stunden.
* Nach dem 13. Fehlversuch erfolgt die dauerhafte Sperre sowie der automatische Werksreset.

Um unbeabsichtigte Löschvorgänge durch Bedienfehler zu minimieren, nutzt Samsung ein System zur intelligenten Zählung. Werden mehrfach identische Falscheingaben hintereinander getätigt, wertet das System diese lediglich als einen einzigen Fehlversuch.

Anforderungen an Biometrie und Wiederherstellung

Zusätzlich zu den neuen Sperrregeln bleibt die Abfrage der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) ein zentrales Element der Sicherheit. Nutzer, die primär biometrische Entsperrverfahren verwenden, müssen künftig alle 72 Stunden ihre PIN manuell eingeben.

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Nach einem durch die Sicherheitsfunktion ausgelösten Werksreset greift die sogenannte Factory Reset Protection (FRP). Dies bedeutet, dass das Gerät erst nach einer erfolgreichen Authentifizierung über das zuvor verknüpfte Google- und Samsung-Konto wieder in Betrieb genommen werden kann. Da Samsung nach eigenen Angaben keine Möglichkeit hat, diese Sperre zu umgehen oder die Daten lokal zu retten, wird die Bedeutung externer Sicherungen betont. Eine Wiederherstellung der persönlichen Informationen ist ausschließlich über Backups in der Samsung Cloud oder auf Google Drive möglich. In diesem Zusammenhang wird empfohlen, Kontopasswörter bereitzuhalten und regelmäßige Datensicherungen durchzuführen.

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Verfügbarkeit und Rollout-Planung

Die neue Sicherheitsfunktion ist bereits auf den Modellen Galaxy Z Fold 8, Galaxy Z Fold 8 Ultra und Galaxy Z Flip 8 verfügbar. Für diese neuen faltbaren Smartphones soll der breite Rollout der stabilen Version von One UI 9 am 7. August 2026 beginnen.

Für ältere Modellgenerationen wird die Software derzeit noch in einem Beta-Programm erprobt. Interne Tests für das Update laufen für insgesamt 49 verschiedene Geräte. Dazu gehören neben der S-Serie und der Z-Serie auch zahlreiche Modelle der A-Serie und M-Serie sowie die Tablets der Tab S-Serie.

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