OneDrive-Photos, Microsoft

OneDrive-Photos: Microsoft installiert Gesichtserkennung automatisch

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 20:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Datenschutz-Tools wie Helium Browser und lokale KI-Lösungen prägen den August. Microsofts OneDrive-Photos-App sorgt derweil für Kritik.

Datenschutz-Innovationen: Helium Browser, GrapheneOS und lokale KI-Lösungen
Smartphone und Laptop auf einem Schreibtisch mit verschlĂĽsseltem Code, fĂĽr datenschutzorientierte Software und Datensicherheit. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Die Tech-Branche startet mit einer Welle von Datenschutz-Innovationen in den August. Unabhängige Entwickler und Großkonzerne setzen zunehmend auf lokale Datenverarbeitung und minimale Datensammlung – genau zur richtigen Zeit, denn die Kritik an automatischen App-Installationen und biometrischer Datenerfassung wächst.

Helium Browser: Privatsphäre mit 13.000 Kurzbefehlen

Die Open-Source-Gemeinschaft feiert heute ein besonderes Release: Helium Browser 0.15.1.1 ist da. Der Chromium-basierte Browser (Version 151.0.7922.71) verzichtet komplett auf Telemetrie und blockiert Tracking standardmäßig. Besonders bemerkenswert: Über 13.000 sogenannte „!bangs“-Kurzbefehle ermöglichen privates Suchen ohne Umwege.

Parallel dazu hat die Sicherheitsfirma RozVibe ihre Verschlüsselungsarchitektur als Open Source veröffentlicht. Das Framework setzt auf AES-256-GCM und PBKDF2 mit 100.000 Iterationen. Eine lokale SQLite-Datenbank sorgt dafür, dass sensible Daten unter der Kontrolle der Nutzer bleiben – inklusive blinder Suchindizierung und HMAC-SHA256-Tokenisierung.

GrapheneOS wehrt sich gegen VorwĂĽrfe

Das datenschutzorientierte Mobilbetriebssystem GrapheneOS, seit 2014 auf dem Markt und spezialisiert auf Google-Pixel-Hardware, verteidigte gestern seine Sicherheitsfunktionen. Hintergrund ist ein prominenter Fall in Atlanta, der die Grenzen von Behinderungsgesetzen an US-Flughafenkontrollen auslotet. GrapheneOS betont: Die „Duress-Wipe“-Funktion, die Gerätedaten bei erzwungenem Zugriff löscht, sei ein legitimes Schutzinstrument.

Weitere Meilensteine gestern:

  • AstrOS: Die unveränderliche, auf Arch basierende Linux-Distribution ist in die öffentliche Beta gegangen. Voraussetzung: TPM-2.0-Hardware fĂĽr vollständige FestplattenverschlĂĽsselung, als Desktop-Umgebung dient COSMIC.
  • Firefox: Mozilla liefert Version 153.0.2 fĂĽr Android aus – mit Stabilitätsfixes und verbessertem Cookie-Schutz fĂĽr Geräte ab Android 8.0.
  • Gander: Ein neuer Open-Source-Dateibetrachter fĂĽr Android kommt ganz ohne Berechtigungen aus. Dokumente, Bilder und Code lassen sich lokal ansehen – ohne Netzwerkzugriff.
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Microsofts OneDrive-Fotos: Gesichtserkennung sorgt fĂĽr Diskussionen

Microsoft hat heute damit begonnen, die neue OneDrive-Photos-App automatisch auf Windows-11-Geräten zu installieren – sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskunden. Die App erkennt Gesichter und gruppiert Fotos automatisch nach Personen.

Der Konzern betont: Gesichtsdaten seien nur für den Kontoinhaber sichtbar und würden nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Nach Kontoschließung werden biometrische Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Doch die Integrationsmethode sorgt für Kritik: Die App lässt sich nur durch eine vollständige Deinstallation von OneDrive entfernen. Administratoren greifen daher vermehrt zu Spezialskripten, um die App von Firmengeräten fernzuhalten.

Zeitlich passend dazu: Samsung stellt am 30. September 2026 die Galerie-Synchronisierung mit OneDrive ein.

KI lokal statt in der Cloud

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Auch bei Künstlicher Intelligenz setzt sich der Trend zur lokalen Verarbeitung durch. Google präsentierte gestern Glanceboard – eine Open-Source-Anwendung, die generative KI (Gemini 3.6 Flash und Nano Banana) nutzt, um personalisierte Illustrationen für E-Ink-Displays zu erstellen. Das System läuft auf einem lokalen Server und kommt ohne permanente Cloud-Anbindung aus.

Im Smart-Home-Bereich sammeln die SmartRent-Gründer fÜnf Millionen Euro Seed-Funding für ihre neue Plattform One Raven, die noch diese Woche starten soll. Der Fokus liegt auf lokaler Hausautomation mit Matter- und Thread-Standards – weniger Abhängigkeit von externen Servern ist das Ziel.

Bereits Anfang des Jahres hat Aztec Labs das ZKPassport-Team übernommen. Die Technologie nutzt Zero-Knowledge-Beweise für Identitätsverifikation in 130 Ländern. Bei einem Token-Verkauf kam sie zuletzt bei über 17.000 Nutzern zum Einsatz – und bleibt Open Source.

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