OneDrive-Stopp, Windows

OneDrive-Stopp: Windows 10 22H1 verliert Cloud-Zugang ab August

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 09:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt OneDrive-Updates für Windows 10 22H1 ein und verlängert Sicherheitspatches bis Oktober 2027.

Microsoft OneDrive: Support-Ende für Windows 10 22H1 ab August 2026
Ein stilisiertes, leuchtendes Cloud-Symbol löst sich in digitale Fragmente auf, über einem dunklen, metallischen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Cloud-Dienst OneDrive wird ab Mitte August nicht mehr mit Windows 10 Version 22H1 funktionieren. Microsoft forciert damit den Umstieg auf die finale Version des Betriebssystems.

Der US-Konzern hat über das Microsoft 365 Admin Center ein klares Datum für das Ende der Kompatibilität gesetzt: Ab dem 15. August 2026 erhalten Nutzer von Windows 10 22H1 keine Updates mehr für OneDrive. Auch die Dateisynchronisation wird dann nicht mehr garantiert. Wer seine Cloud-Anbindung behalten will, muss auf Version 22H2 aktualisieren.

Verlängerte Sicherheitsupdates bis 2027

Für alle, die den Umstieg auf Windows 11 scheuen, gibt es jedoch eine gute Nachricht. Microsoft hat die Extended Security Updates (ESU) für Windows 10 verlängert. Wie aus E-Mails an Abonnenten vom 13. Juli hervorgeht, erhalten Teilnehmer nun bis zum 12. Oktober 2027 kritische Sicherheitspatches.

Bereits eingeschriebene Nutzer werden automatisch in die Verlängerung übernommen. Für Neukunden stehen mehrere Optionen offen:

  • Einmaliger Kauf für 30 Euro
  • Einlösung von 1.000 Microsoft Rewards-Punkten
  • Kostenlose Anmeldung für Privatkonten – Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind automatisch qualifiziert

Eine wichtige technische Einschränkung: Die Sicherheitsupdates werden eingestellt, wenn das verknüpfte Microsoft-Konto 60 Tage lang inaktiv bleibt.

Welle von Produkt-Ruheständen 2026

Der OneDrive-Supportstopp ist nur ein Teil einer größeren Strategie. Insgesamt plant Microsoft für 2026 das Ende des Supports für 15 verschiedene Produkte. Darunter befinden sich Office 2021, SQL Server 2016 sowie das letzte Jahr der ESU für Windows Server 2012.

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Auch die über den Windows Store vertriebene Version von Microsoft 365 stellt im Dezember 2026 ihre Sicherheitsupdates ein. Selbst frühe Versionen des aktuellen Flaggschiffs sind betroffen: Der Support für Windows 11 Version 24H2 endet ebenfalls im Laufe des Jahres.

Windows 10 lebt weiter – trotz aller Bemühungen

Trotz der massiven Umstellungsbemühungen hält sich Windows 10 hartnäckig. Während Windows 11 inzwischen auf rund 70 Prozent der Geräte läuft, schwören viele Nutzer weiterhin auf das ältere System. Sie loben die bessere Speichernutzung, schnellere Dateiexplorer-Performance und flexiblere Taskleisten-Anpassung.

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Viele Nutzer zögern trotz der Support-Enden beim Wechsel auf das neue Betriebssystem, da sie Inkompatibilitäten befürchten. Ein legaler Weg ermöglicht die Installation jedoch auch auf offiziell nicht unterstützter Hardware ohne Datenverlust. Upgrade-Trick für inkompatible PCs kostenlos herunterladen

Neue Tracking-Funktion sorgt für Diskussionen

Parallel zu den Support-Änderungen bestätigte Microsoft die Existenz einer Global Device Identifier (GDID) – einer persistenten Kennung, die bei der Windows-Installation mit einem Microsoft-Konto vergeben wird. Diese ID ist in der Systemregistrierung gespeichert und lässt sich nicht deaktivieren, ohne Windows-Aktivierung und Store-Apps zu beeinträchtigen.

Dokumente zeigen, dass diese Kennung bereits in Bundesermittlungen genutzt wurde, um Hardware über verschiedene Netzwerke und geografische Standorte hinweg zu verfolgen. Datenschützer sehen darin ein wachsendes Problem – besonders für Nutzer, die Wert auf Anonymität legen.

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