ONLYOFFICE 3.7: KI-Assistenten von DeepSeek und Google integriert
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 22:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Bundestag hat den Weg für eine verstärkte Nutzung quelloffener Bürosoftware in öffentlichen Einrichtungen freigemacht. Zeitgleich bringt der Anbieter ONLYOFFICE eine neue Version mit KI-Funktionen auf den Markt.
Neue Spielregeln für öffentliche Ausschreibungen
Deutsche Behörden dürfen künftig Open-Source-Software bei Ausschreibungen bevorzugen – sofern nachvollziehbare Gründe wie IT-Sicherheit, Interoperabilität oder digitale Souveränität vorliegen. Die Klarstellung aus dem Bundestag folgt einem Urteil des Europäischen Gerichtofs, das die Position öffentlicher Auftraggeber gegenüber proprietären Anbietern stärkt.
Bislang waren Behörden oft gezwungen, gleichwertige proprietäre Lösungen zu akzeptieren. Das ändert sich nun. Die Document Foundation begrüßt die Entwicklung und warnt zugleich: Formate wie DOCX und XLSX könnten als Werkzeuge zur Kundenbindung missbraucht werden. Das offene OpenDocument-Format (ODF) sei dagegen der Schlüssel zu echter digitaler Unabhängigkeit.
KI-Update für ONLYOFFICE DocSpace
Am 17. Juli 2026 veröffentlichte der Anbieter die Version 3.7 seiner Kollaborationsplattform. Das Update integriert KI-Dienste von DeepSeek, Google AI und xAI – Nutzer erhalten damit automatisierte Unterstützung direkt in der Produktivitätssuite.
Die Neuerungen im Überblick:
- Formularfunktion: Dedizierter Ausfüllmodus und direkter Datenexport in Datenbanken
- Tabellenkalkulation: Dunkelmodus für bessere Lesbarkeit
- Dokumenteneditor: Horizontale Linien und neuer Reiter für Diagrammgestaltung
- Sicherheit: Feiner abgestufte Kontrollen für externe Links
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Die Entwicklung profitierte von einer aktiven Community: Seit Version 9.0 wurden über 2.500 Fehler behoben, fast 500 Funktionsvorschläge kamen von Nutzern.
Weitere Neuigkeiten aus der Open-Source-Welt
Auch andere Plattformen haben diese Woche Updates veröffentlicht. Nextcloud brachte am 16. Juli die Wartungsversion 34.0.2rc1 mit Stabilitäts- und Sicherheitsverbesserungen. WPS Office kündigte eine neue Generation seiner Suite an – mit zentralem KI-Assistenten und voller Kompatibilität zu Microsoft-Formaten auf Windows, macOS, Linux und mobilen Plattformen.
Aus dem akademischen Bereich kommt CollabXR: Die Purdue University stellte ihre Unity-basierte Plattform für Augmented und Virtual Reality am 17. Juli als Open Source auf GitHub bereit. Sie ermöglicht gemeinsames Lernen in 3D-Umgebungen.
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Sicherheitsupdates im Juli
Die Mitte des Monats brachte eine welle von Sicherheitsaktualisierungen für Büroumgebungen:
Microsoft veröffentlichte am 14. Juli ein Update für Office für Mac (Version 16.111) mit PivotTable-Verbesserungen in Excel und erweiterter Copilot-Unterstützung für über 30 Dateitypen. Zudem schloss der Konzern die Sicherheitslücke CVE-2026-55121 (CVSS 4.4), eine lokale Out-of-Bounds-Read-Schwachstelle in Office und SharePoint.
SAP adressierte an seinem Juli-Patch-Day vier kritische Schwachstellen (CVSS 9.0 bis 9.9) in NetWeaver, Commerce Cloud und der Integration Suite.
Adobe aktualisierte Adobe Commerce und Magento Open Source – zwei kritische Lücken (CVSS 9.6 und 9.1) wurden geschlossen.
Linux-Distributionen wie Red Hat, SUSE und Oracle veröffentlichten diverse Sicherheitsupdates für Kernel-Komponenten und Systembibliotheken. Oracle Linux 10 Update 2 führt zudem Post-Quanten-Kryptografie-Unterstützung in OpenSSH ein – ein wichtiger Schritt für zukunftssichere Verschlüsselung.
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