OpenAI, Wissenschaftler

OpenAI: 100.000 Wissenschaftler erhalten kostenlosen Zugang zu GPT-5.6

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 08:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI stellt Wissenschaftlern kostenlosen Zugang zu GPT-5.6-Modellen bereit. Das 250-Millionen-Euro-Programm läuft bis Ende 2027.

OpenAI öffnet KI-Modelle für 100.000 Forscher weltweit
Ein Laptop-Bildschirm in einem wissenschaftlichen Labor mit KI-Datenvisualisierungen für akademische Forschung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Unternehmen OpenAI stellt ab sofort 100.000 Wissenschaftlern weltweit kostenlosen Zugang zu seinen leistungsstärksten KI-Modellen zur Verfügung. Das am Dienstag angekündigte Programm „ChatGPT for Academic Researchers“ läuft bis Ende 2027 und ist Teil einer 250 Millionen Euro schweren Investition in die Wissenschaft.

Gigantisches Forschungsprojekt gestartet

Die Initiative soll die wissenschaftliche Entdeckung beschleunigen. Berechtigte Fakultätsmitglieder und Postdoktoranden erhalten Zugang zu Werkzeugen, die einem 200-Euro-Pro-Abo entsprechen. Die erste Phase startet im Sommer 2026 mit 10.000 Konten – verteilt auf Einrichtungen wie das Institute for Advanced Study (IAS) und die École Normale Supérieure (ENS). Bis zum nächsten Jahr sollen 100.000 Forscher an Bord sein.

Doch was steckt konkret hinter dem Angebot? Die Teilnehmer bekommen Zugriff auf die GPT-5.6-Modellfamilie mit den Versionen Sol Pro, Terra und Luna. Diese Modelle bieten erweiterte Deep-Research-Funktionen, größere Kontextfenster und höhere Nutzungslimits als die Verbraucherversionen. Dazu kommen Codex für Programmierhilfe und über 75 spezialisierte Skills für die Lebenswissenschaften.

Beeindruckende Leistungswerte

Die technischen Evaluierungen sprechen eine klare Sprache: Das Modell GPT-5.6 Sol erreichte 83 Prozent bei FrontierMath Tier 4 und 31,5 Prozent bei GeneBench Pro. Trotz dieses hohen Zugangsniveaus bleiben die Modellgewichte geschlossen – sie sind nicht Teil des Programms.

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Datenschutz hat oberste Priorität

OpenAI hat für das akademische Programm geschäftstaugliche Datenschutzstandards implementiert. Die von Forschern eingereichten Informationen und Daten fließen nicht in das Training der KI-Modelle ein. Jeder Teilnehmer erhält fünf Plätze und kann bis zu vier Mitarbeiter in seinen Arbeitsbereich einladen.

Der Zugang gilt für zwölf Monate ohne automatische Verlängerung. Forscher müssen einen institutionellen Verifizierungsprozess durchlaufen. Zudem sind sie verpflichtet, innerhalb von drei Jahren nach Programmstart eine wissenschaftliche Arbeit auf anerkannten Plattformen wie arXiv, bioRxiv oder ChemRxiv zu veröffentlichen.

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Globales Netzwerk wächst

Das Programm hat eine beachtliche internationale Reichweite: Allein im asiatisch-pazifischen Raum sind 70 Einrichtungen berechtigt. In Südkorea wurden 17 Institutionen identifiziert. In Australien können Forscher der University of Melbourne, der University of Sydney, der UNSW und der Australian National University teilnehmen.

Europa ist ebenfalls stark vertreten – mit italienischen Einrichtungen wie der Bocconi-Universität, der Universität Turin und der Universität Bari. Die Initiative baut auf einer berichteten Nutzerbasis von 1,3 Millionen wöchentlichen Anwendern auf, die bereits heute OpenAIs Werkzeuge für fortgeschrittene wissenschaftliche Anwendungen nutzen.

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