OpenAI: 500 Milliarden Dollar für Rechenzentren mit Oracle
01.06.2026 - 08:05:35 | boerse-global.deGemeinsam mit Oracle und SoftBank sagte das Unternehmen Investitionen von bis zu 500 Milliarden Dollar (rund 460 Milliarden Euro) in US-Rechenzentren zu. Die Ankündigung erfolgte am 31. Mai im Weißen Haus und umfasst den Bau neuer Datenzentren, Computercluster und der nötigen Energieinfrastruktur.
50 Milliarden Dollar allein für Rechenleistung
Die Dimensionen sind gewaltig: In einem Gerichtsverfahren um Elon Musk gab OpenAI-Mitgründer Greg Brockman am 6. Mai bekannt, dass das Unternehmen allein für 2026 mit Ausgaben von rund 50 Milliarden Dollar für Rechenleistung kalkuliert. Langfristig peilt OpenAI sogar Investitionen von über einer Billion Dollar für die globale KI-Infrastruktur an.
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Diese Zahlen zeigen: Der Wettlauf um die leistungsfähigste künstliche Intelligenz wird immer teurer. Zum Vergleich: Der gesamte DAX-Konzern SAP gibt jährlich rund sechs Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus – OpenAI investiert ein Vielfaches davon allein in Rechenpower.
Nvidia-Chips und neue Hardware-Partnerschaften
Die Expansion wird durch neue Hardware-Deals untermauert. Auf der Computex 2026 bestätigte Nvidia, dass OpenAI zu den Erstkunden des kommenden Vera-Chips gehört. Die Produktion der neuen Chip-Architektur soll im dritten Quartal 2026 anlaufen. Neben OpenAI sichern sich auch Anthropic und SpaceX frühzeitigen Zugang zu den leistungsstarken Prozessoren.
Marktanalysten rechnen damit, dass die Gesamtinvestitionen großer Technologiekonzerne in Rechenzentren bis 2027 auf eine Billion Dollar jährlich steigen könnten – mit weiter steigender Tendenz auf drei bis vier Billionen Dollar bis 2030.
SoftBank setzt auf Frankreichs Atomstrom
Während OpenAI den Fokus auf US-Infrastruktur legt, expandiert Partner SoftBank aggressiv in Europa. Das japanische Unternehmen hat zugesagt, bis zu 75 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren in Frankreich zu investieren. In einer ersten Phase fließen 45 Milliarden Euro in den Aufbau von 3,1 Gigawatt Kapazität in der Region Hauts-de-France – bis 2031 soll das Projekt abgeschlossen sein. Als entscheidenden Faktor nannte SoftBank die kohlenstoffarme Atomenergie Frankreichs.
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Börsengänge als Treiber
Die kapitalintensiven Projekte fallen in eine Phase, in der mehrere KI-Unternehmen den Gang an die Börse vorbereiten. OpenAI plant eigenen Angaben zufolge ein Börsendebüt im September 2026. Zuvor wird für Mitte Juni 2026 der Börsengang von SpaceX erwartet, der auch dessen KI-Sparte xAI umfassen soll. Auch Anthropic erwägt einen Börsengang – möglicherweise bereits im Oktober 2026.
Der Kapitalzufluss aus diesen Börsengängen dürfte zusammen mit den bestehenden Verpflichtungen großer Cloud-Anbieter asiatischen Zulieferern für Serverkomponenten, Kühlsysteme und Energiemanagement deutliche Wachstumsimpulse bringen.
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