OpenAI-Börsengang, IPO

OpenAI-Börsengang: IPO im September 2026 geplant

30.05.2026 - 07:08:57 | boerse-global.de

OpenAI bereitet seinen Börsengang vor und arbeitet mit Citigroup und JPMorgan zusammen. Ein öffentliches Debüt könnte bereits im September 2026 stattfinden.

OpenAI-Börsengang: IPO im September 2026 geplant - Foto: über boerse-global.de
OpenAI-Börsengang: IPO im September 2026 geplant - Foto: über boerse-global.de

Der KI-Konzern OpenAI bereitet seinen Börsengang vor und hat dafür Gespräche mit Citigroup und JPMorgan aufgenommen. Die beiden Großbanken könnten gemeinsam mit Goldman Sachs und Morgan Stanley das Emissionskonsortium bilden. Branchenkreisen zufolge soll der vertrauliche Börsenzulassungsantrag in den kommenden Wochen eingereicht werden – ein öffentliches Debüt wäre bereits im September 2026 möglich.

Rekordbewertung und Zeitplan

Der Schritt folgt auf eine gewaltige private Finanzierungsrunde im März 2026, die 122 Milliarden Euro einbrachte und das Unternehmen mit rund 852 Milliarden Euro bewertete. Wettmärkte sehen die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs noch in diesem Jahr als hoch an. Allerdings hatte Finanzchefin Sarah Friar intern bislang einen späteren Termin favorisiert: Ein Börsengang erst 2027 würde mehr Zeit geben, die strategische Partnerschaft mit Microsoft sorgfältig zu gestalten.

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Neue Beratungstochter und Indien-Offensive

Am 11. Mai 2026 gründete OpenAI die OpenAI Deployment Company (DeployCo) – eine eigenständige Beratungseinheit mit einem Wert von 14 Milliarden Euro. Die Tochter startete mit 4 Milliarden Euro Kapital und einem Investorenkonsortium unter Führung von TPG, darunter Advent, Bain Capital, SoftBank und Brookfield. Ziel ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Einführung von agentischer KI und Enterprise-Lösungen.

Parallel dazu fokussiert sich OpenAI auf Indien als zweitgrößten Wachstumsmarkt. Pragya Misra, Leiterin der Indien-Strategie, betonte diesen Schwerpunkt während der Mumbai Tech Week Ende Mai. Mit dem neuen Angebot "OpenAI Frontier" für Firmenkunden will das Unternehmen von sinkenden Kosten und der zunehmenden Verbreitung von KI-Agenten in der Region profitieren.

Übernahmen und wissenschaftliche Expansion

Im Mai 2026 setzte OpenAI seine Übernahmestrategie mit der Integration der Firma Tomoro fort. Zuvor hatte der Konzern bereits io Products für rund 6,5 Milliarden Euro (Mai 2025), Statsig für 1,1 Milliarden Euro (September 2025) und Neptune (Dezember 2025) übernommen. Anfang 2026 folgte Weights.gg, eine Sprachklon-App, die nach Inkrafttreten des US-amerikanischen TAKE IT DOWN Act im März 2026 eingestellt wurde.

Ein neuer Schwerpunkt liegt auf spezialisierten Wissenschaftsfeldern. Mit GPT-Rosalind launchte OpenAI im Mai 2026 ein Programm für Wirkstoffforschung und Pandemievorsorge. Die Biodefense-Initiative umfasst eine 30-Millionen-Euro-Investition in das Startup Valthos – gemeinsam mit Lux Capital und Founders Fund – sowie eine Zusammenarbeit mit dem Los Alamos National Laboratory.

Rechenleistung für Milliarden

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Um das wachsende Modellportfolio und die Unternehmensdienste zu stemmen, gibt OpenAI im Gesamtjahr 2026 voraussichtlich 50 Milliarden Euro für Rechenleistung aus. Ein langfristiger Vertrag mit DTE Energy sichert dem Konzern 1,4 Gigawatt Rechenzentrumsstrom über 19 Jahre – der Vertragswert liegt bei rund 7 Milliarden Euro.

Wettlauf mit Anthropic

Die aggressive Expansion erfolgt unter wachsendem Konkurrenzdruck. Der Rivale Anthropic erreichte Ende Mai eine Bewertung von 965 Milliarden Euro nach einer 65-Milliarden-Euro-Serie-H-Finanzierungsrunde. Anthropic meldete zuletzt einen annualisierten Umsatz von 47 Milliarden Euro – ein sprunghafter Anstieg von 14 Milliarden Euro im Februar. Der Wettbewerb zwischen den beiden KI-Schwergewichten eskaliert rasant.

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