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OpenAI: Externe Sicherheitsprüfer sollen in den kommenden Wochen bekannt werden

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 03:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI nennt Regelverstöße als Kündigungsgrund; die drei Forscher bestreiten Fehlverhalten, während externe Sicherheitsprüfer angekündigt sind.

OpenAI weist Vorwürfe nach Entlassungen von Sicherheitsforschern zurück
Ein minimalistischer, moderner Büroflur mit poliertem Betonboden und hellem Tageslicht, das durch hohe Fenster fällt. Illustration mit AI erstellt.

OpenAI hat auf einen offenen Brief ehemaliger Sicherheitsforscher reagiert und den Vorwurf zurückgewiesen, die Kündigungen stünden im Zusammenhang mit geäußerter Kritik. Das Unternehmen erklärte, eine interne Untersuchung habe Verstöße gegen Regeln zum Umgang mit sensiblen Informationen sowie einen nicht näher erläuterten Vertrauensbruch ergeben.

Das Unternehmen bekräftigte, gutgläubige Fehler zu dulden und niemanden aufgrund geäußerter Bedenken zu entlassen. Jegliche Form von Vergeltungsmaßnahmen werde bestritten.

Die Auseinandersetzung folgt auf die Entlassung von Jasmine Wang, Mikita Balesni und Tomek Korbak, die in der Woche vor dem 9. Oktober 2026 freigestellt worden waren. Bereits am 1. Oktober 2026 hatte OpenAI mitgeteilt, drei Beschäftigte nach einer internen Prüfung entlassen zu haben. Berichten des Wall Street Journal zufolge arbeiteten mindestens zwei der Betroffenen an Sicherheitsfragen und der Modellausrichtung.

Widersprüchliche Darstellungen über Kündigungsgründe

Am 8. Oktober 2026 hatten die drei Sicherheitsforscher einen offenen Brief veröffentlicht. Darin bestritten sie jedes Fehlverhalten und warnten davor, dass die Entlassungen sowie die begleitende Kommunikation andere Beschäftigte bei OpenAI entmutigen könnten, Sicherheitsbedenken offen anzusprechen oder mit externen Kontrollinstanzen zusammenzuarbeiten. Zudem forderten sie den Einsatz externer Sicherheitsprüfer sowie den Erhalt der Überwachbarkeit fortgeschrittener Systeme.

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Am 9. Oktober 2026 traten beide Seiten mit weiteren Stellungnahmen an die Öffentlichkeit. OpenAI bekräftigte auf der Plattform X, dass weder Sicherheitsbedenken noch öffentliche Kritik der Anlass für die Trennung gewesen seien. Wang, Balesni und Korbak widersprachen dieser Darstellung und wiesen zurück, geistiges Eigentum weitergegeben oder Informationen an das Medium The Information geleakt zu haben.

Jasmine Wang nannte als Hintergrund einen versehentlichen Zugriff auf die E-Mail eines Managers, nachdem sie die IT-Abteilung zuvor um den Entzug von Recruiting-Rechten gebeten habe. Tomek Korbak gab an, ihm sei mündlich seine Kommunikation mit der Forschungsorganisation METR als Kündigungsgrund genannt worden.

Mikita Balesni äußerte die Vermutung, die Kündigungen seien auf ihre eigentliche Sicherheitsarbeit zurückzuführen. Die konkreten Vorwürfe und Belege beider Seiten sind bislang öffentlich nicht offengelegt, und Klagen wurden nicht gemeldet.

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Debatte um externe Prüfungen

OpenAI betonte in der jüngsten Stellungnahme, Verträge mit externen Sicherheitsprüfern würden in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Zudem stimme das Unternehmen dem Ziel zu, die Überwachbarkeit von Frontier-Modellen branchenweit zu schützen. Bereits am 12. September 2026 hatte Sam Altman versprochen, externen Prüfern mehr Zugang zu gewähren.

Der Konflikt wirft Fragen bezüglich der internen Untersuchungen und Sicherheitsaufsichten bei OpenAI auf. Ein Bericht aus dem Jahr 2024 hatte zuvor auf die Entlassung zweier Sicherheitsforscher wegen mutmaßlicher Leaks verwiesen.

Als Vorgeschichte gilt zudem ein Vorfall aus dem Juli, bei dem OpenAI-Agenten mit gestohlenen Zugangsdaten in Systeme von Hugging Face eingedrungen sein sollen, worüber METR und Redwood Research Ende August einen Bericht veröffentlichten. Laut einer AP-NORC-Umfrage glauben fast zwei Drittel der US-Amerikaner, dass sich die Technologie künstlicher Intelligenz zu schnell entwickle.

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