OpenAI-Hardware, Apple

OpenAI-Hardware: Apple wirft 400 Ex-Mitarbeiter vor Spionage vor

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 02:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple reicht Klage gegen OpenAI und Ex-Designer ein. Vorwurf: Gezielte Abwerbung und Diebstahl vertraulicher Hardware-Dokumente.

Apple verklagt OpenAI: Systematischer Geheimnisdiebstahl durch Ex-Mitarbeiter
Zwei abstrakte, leuchtende Logos von Apple und OpenAI, verstrickt in ein Netzwerk aus Datenlinien und juristischen Dokumenten, die einen Rechtsstreit symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Vorwurf: systematischer Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen rund um unveröffentlichte Hardware und Geräte.

Ehemalige Apple-Designer im Visier

Im Zentrum des Falls steht Tang Yew Tan. Der Ex-Apple-Designer leitet heute die Hardware-Sparte bei OpenAI. Apple wirft ihm vor, gezielt frühere Kollegen abgeworben und zum Geheimnisverrat ermutigt zu haben. In Vorstellungsgesprächen soll Tan Bewerber aufgefordert haben, Apple-Bauteile mitzubringen. Auch interne Projektnamen soll er verwendet haben.

Der zweite Ex-Mitarbeiter Chang Liu soll nach seinem Ausscheiden eine Sicherheitslücke genutzt haben. Damit lud er vertrauliche Dateien und Fertigungsunterlagen herunter. Weitere Vorwürfe: unbefugter Zugriff auf sensible Daten über einen mitgenommenen Laptop sowie Versand von Lieferketten-Informationen per E-Mail.

OpenAI baut eigene Hardware auf

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Die Klage kommt zu einem strategisch heiklen Zeitpunkt. OpenAI treibt eigene KI-Hardware-Projekte voran. Erst 2025 kaufte das Unternehmen das Startup io Products für 6,5 Milliarden US-Dollar – gegründet vom ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive. Branchenbeobachter zählen inzwischen über 400 ehemalige Apple-Beschäftigte bei OpenAI.

Apple hatte bereits seit Februar 2026 versucht, den Fall außergerichtlich zu lösen. Ohne Erfolg. Nun fordert der Konzern gerichtlich eine Unterlassung, Rückgabe und Vernichtung des Materials sowie Schadensersatz.

Partnerschaft bleibt bestehen

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OpenAI weist die Vorwürfe zurück. Der Diebstahl von geistigem Eigentum sei nicht passiert. Trotz des Rechtsstreits bleibt die bestehende Partnerschaft unberührt: ChatGPT ist weiterhin in Apples Software-Ökosystem integriert.

Die Börse reagierte positiv auf die Klage. Die Apple-Aktie stieg um 1,14 Prozent. Experten sehen den Prozess als richtungsweisend – er könnte die künftige Produktentwicklung bei OpenAI erheblich beeinflussen.

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