OpenAI, Millionen

OpenAI investiert 300 Millionen Euro in Singapur-Expansion

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI investiert über 300 Millionen Euro in Singapur und reagiert mit neuer Kennzahl auf steigende Kosten bei KI-Nutzung.

OpenAI baut Asien-Geschäft massiv aus: Fokus auf Singapur
Futuristische Skyline von Singapur in der Dämmerung, mit digitalen Linien zwischen Gebäuden und subtilem KI-Neuronalnetz-Muster. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Konzern OpenAI verstärkt massiv sein Engagement im asiatisch-pazifischen Raum. Grund ist ein beispielloser Ansturm lokaler Startups auf die Technologien des Unternehmens.

Die Nachfrage ist so enorm, dass Thomas Jeng, OpenAIs Startup-Chef für die Region, von einer ständigen Neupriorisierung der Ressourcen spricht. Allein in Singapur investiert das Unternehmen über 300 Millionen Euro und schafft mehr als 200 neue Arbeitsplätze. Das Ziel: ein regionales Zentrum, das die wachsende Klientel in Asien bedienen kann.

Singapur als Vorreiter bei Code-KI

Besonders deutlich wird der Boom bei Codex, OpenAIs Modell zur Code-Generierung. Singapur zählt inzwischen zu den fünf wichtigsten Märkten weltweit für diese Technologie. Seit Ende 2025 hat sich die Nutzung dort etwa verachtzehnfacht.

Um das Ökosystem weiter anzukurbeln, hat OpenAI bereits über 30 Millionen Euro in Token-Guthaben verteilt – über Risikokapital-Partnerschaften und regionale Hackathons. Jengs Team, das aktuell aus mehr als zehn Mitgliedern besteht, wächst kontinuierlich, um die Flut an Anfragen von Unternehmen zu bewältigen, die generative KI in ihre Prozesse einbinden wollen.

Vom Experiment zur Rendite

Doch die Begeisterung weicht zunehmend der Ernüchterung über die Kosten. OpenAI reagiert darauf mit einem neuen Ansatz. Finanzchefin Sarah Friar schlug am Montag eine neue Kennzahl vor: „Nützliche Intelligenz pro Euro“.

Unternehmen sollten nicht länger blind den günstigsten Preis pro Token jagen – ein Phänomen, das Friar als „Token-Maximierung“ bezeichnet. Stattdessen zählten echte Ergebnisse: die Kosten pro Aufgabe, die Genauigkeit der Resultate und die Zahl erfolgreich gelöster Kundenprobleme.

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Die Integration von KI-Systemen bietet enorme Chancen, erfordert aber auch die strikte Einhaltung neuer rechtlicher Rahmenbedingungen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden hilft Unternehmen dabei, Risikoklassen und Dokumentationspflichten frühzeitig zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

„Die Kostenkontrolle bleibt das Hauptanliegen unserer Unternehmenskunden – gleich nach der Frage der Implementierung“, so Friar. „Aber am Ende ist es die Genauigkeit der Modelle, die die finanziellen Erträge bringt.“ Branchenbeobachter bestätigen: Singapurische Unternehmen werden wählerischer und setzen spezifische KI-Modelle gezielter ein, während die Rechnungen für KI-Lösungen steigen.

Führungswechsel für die nächste Generation

Parallel zur Expansion stellt OpenAI die Weichen für die Zukunft. Am Sonntag beförderte das Unternehmen Uday Ruddarraju zum Chief Technology Officer für Compute. Ruddarraju, der vor etwa einem Jahr von xAI kam, ist nun für den Aufbau der Recheninfrastruktur verantwortlich – von Netzwerken über Speicher bis zu den Maschinen, die das Training von GPT-5.6 ermöglichen.

Sein Hintergrund: Stationen bei Amazon Web Services und eBay. OpenAI verfolgt mit diesem Schritt das erklärte Ziel, eine globale Compute-Infrastruktur von beispiellosem Ausmaß aufzubauen.

Neue Regeln in Singapur und Malaysia

OpenAIs Wachstum in der Region fällt in eine Zeit verschärfter Regulierung. In Malaysia trafen sich Vertreter des Unternehmens Mitte Juli mit Regierungsvertretern, um über Trainingsmodule durch die OpenAI Academy und die Initiative „Edu for Countries“ zu sprechen. Das Treffen fand parallel zur öffentlichen Konsultation zum ersten malaysischen KI-Governance-Gesetz statt, die bis Ende Juli läuft.

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In Singapur gelten seit Montag neue, verbindliche Transparenzregeln. Die Datenschutzkommission des Stadtstaates schreibt vor, dass Unternehmen Einzelpersonen informieren müssen, wenn deren persönliche Daten zum Training generativer KI-Systeme verwendet werden. Eine Opt-out-Möglichkeit ist zwar nicht verpflichtend, doch große Konzerne wie Google, Meta und die singapurischen Großbanken DBS und OCBC haben sich bereits als Vorreiter dieser Transparenzstandards positioniert.

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