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OpenAI kauft zehntausende Macs: Apple-Hardware im KI-Engpass

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 07:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI beschafft zehntausende Macs für KI-Training und Agenten. Apples Mac-Umsatz wächst, während neue Modelle mit Lieferengpässen kämpfen.

OpenAI kauft Apple-Macs für KI-Agenten – Lieferprobleme folgen
Reihen von Apple Mac mini und Mac Studio Rechnern in einer aufgeräumten, professionellen Tech-Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das KI-Unternehmen OpenAI hat für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit in großem Umfang Hardware von Apple erworben. Berichten zufolge kaufte das Unternehmen zehntausende Einheiten der Modelle Mac mini und Mac Studio.

Die Hardware soll primär für das Training durch bestärkendes Lernen (Reinforcement Learning) sowie für die Entwicklung sogenannter Computer-Use-Agents eingesetzt werden, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben direkt auf Betriebssystemebene auszuführen.

Strategische Hardware-Beschaffung für KI-Agenten

Während OpenAI auf den direkten Kauf der Apple-Rechner setzt, verfolgt der Wettbewerber Anthropic einen anderen Ansatz. Das Unternehmen mietet Mac-mini-Kapazitäten über den Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) an. Beide Strategien verdeutlichen den wachsenden Bedarf der führenden KI-Labore an spezialisierter Hardware, die lokal hohe Rechenleistungen für die Entwicklung autonomer Software-Agenten bereitstellen kann.

Apple reagierte auf die unerwartet hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor mit einer vorgezogenen Ankündigung neuer Modelle. Ende August wurden der neue Mac mini mit M6-Chip sowie der Mac Studio mit M5-Ultra-Chip vorgestellt.

Der M6-Chip wird im fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und bietet laut Herstellerangaben eine rund 30 Prozent höhere Grafikleistung als das Vorgängermodell M5. Im Vergleich zum M1-Chip sei die Leistung sogar um mehr als das Achtfache gestiegen.

Technologische Spezifikationen und Lieferengpässe

Die neue Hardware-Generation ist speziell auf die Anforderungen rechenintensiver Anwendungen zugeschnitten. Der Mac mini mit M6-Chip verfügt über eine 12-Kern-CPU, eine 12-Kern-GPU sowie eine Dual 16-Kern-Neural-Engine und unterstützt bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher. Für professionelle Anwender wurde zudem der M5 Pro mit bis zu 18 CPU-Kernen und 64 Gigabyte Arbeitsspeicher eingeführt.

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Besonders leistungsstark präsentiert sich der neue M5 Ultra im Mac Studio. Dieser Chip ist mit einer 36-Kern-CPU und einer 80-Kern-GPU ausgestattet. Mit einem gemeinsamen Arbeitsspeicher von 512 Gigabyte und einer Bandbreite von 1,2 Terabyte pro Sekunde übertrifft er die Werte des M3 Ultra um etwa 50 Prozent.

Trotz der frühen Ankündigung kämpft Apple mit erheblichen Lieferproblemen, die unter anderem auf einen Mangel an Speicherkomponenten zurückgeführt werden. Die Lieferzeiten für den Mac Studio stiegen innerhalb kurzer Zeit von etwa zwei Wochen auf rund zwei Monate an.

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High-End-Konfigurationen gelten derzeit als auf absehbare Zeit ausverkauft. Vorbestellungen für die neuen Modelle sind seit dem 25. August möglich, während der offizielle Versand für den 22. September geplant ist.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Wettbewerb

Die verstärkte Nachfrage aus der KI-Branche spiegelt sich deutlich in den Geschäftszahlen von Apple wider. Im letzten Quartal (Q3 FY2026) stieg der Umsatz im Mac-Segment im Vergleich zum Vorjahr um rund 29 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar.

Der Gesamtumsatz des Konzerns belief sich in diesem Zeitraum auf 109,42 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 16 Prozent entspricht. Für das kommende vierte Quartal gab das Unternehmen eine Wachstumsprognose von 9 bis 11 Prozent aus.

Die Entwicklung ist auch für andere Marktteilnehmer von Bedeutung. Der Chip-Hersteller Nvidia stuft Apple inzwischen als Hauptkonkurrenten im Bereich der lokalen KI-Anwendungen ein. Als Reaktion auf Apples Bestrebungen, KI-Modelle verstärkt direkt auf der Endgeräte-Hardware auszuführen, positioniert Nvidia sein System DGX Spark als wettbewerbsfähige Alternative.

Bereits im Juni deutete sich die engere Verzahnung von Technologieunternehmen und Apples Hardware-Sparte an, als Vertreter von Unternehmen wie Ford, Disney und Anthropic an der Veranstaltung „Business at the Park“ teilnahmen, um Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien im Unternehmensumfeld zu sondieren.

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