OpenAI mit zwei Millionen Firmenkunden: Enterprise-Umsatz springt 32%
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 09:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI hat Dali Rajic zum neuen Chief Revenue Officer (CRO) ernannt. Rajic tritt die Nachfolge von Denise Dresser an, die das Unternehmen nach weniger als einem Jahr im Amt verlassen hat. Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase intensiven Wachstums und weitreichender strategischer Weichenstellungen für das Unternehmen, das sich Berichten zufolge auf einen Börsengang vorbereitet.
Dali Rajic wechselt von Wiz zu OpenAI, einer Tochtergesellschaft von Alphabet, wo er zuvor als President und Chief Operating Officer (COO) tätig war. Unter seiner Mitwirkung wurde Wiz für eine Summe von 32 Milliarden US-Dollar übernommen.
Rajic übernimmt die Verantwortung für die Umsatzstrategie von einer erfahrenen Managerin: Denise Dresser war vor ihrem Wechsel zu OpenAI im Dezember des vergangenen Jahres als CEO von Slack tätig. Ihr Rücktritt erfolgte am 13. August, womit ihre Amtszeit bei dem KI-Spezialisten rund acht bis neun Monate dauerte.
Umbau in der Führungsetage setzt sich fort
Die Neubesetzung des Postens des Vertriebschefs ist Teil einer Serie personeller Veränderungen in der Führungsebene von OpenAI. Seit April dieses Jahres haben insgesamt zehn Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Erst in dieser Woche gab der Chief Operating Officer Brad Lightcap seinen Abschied bekannt; er verließ das Unternehmen am 11. August.
Im vergangenen Monat trat zudem Fidji Simo aus gesundheitlichen Gründen zurück, während der Chief Product Officer Kevin Weil bereits im April ausgeschieden war. Im Gegenzug übernimmt Mitgründer Greg Brockman eine erweiterte Rolle in der Unternehmensführung, um die Kontinuität in der operativen Leitung sicherzustellen.
Trotz der personellen Fluktuation verzeichnet OpenAI erhebliche Zuwächse bei den Nutzerzahlen und im operativen Geschäft. Die Produkte des Unternehmens erreichen inzwischen wöchentlich über eine Milliarde Nutzer. Die Anzahl der Firmenkunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf über zwei Millionen Unternehmen verdoppelt.
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Starke Umsatzsteigerung im Geschäftskundensegment
Besonders das Segment für Unternehmenskunden (Enterprise) erweist sich als Wachstumsmotor. Der annualisierte Umsatz in diesem Bereich stieg im Juli 2026 im Vergleich zum Vormonat um 32 Prozent. Insgesamt legte der annualisierte Gesamtumsatz im selben Zeitraum um über 20 Prozent zu. Diese Entwicklung entspricht den strategischen Zielen, die das Management bereits zu Beginn des Jahres formulierte.
Die Finanzchefin Sarah Friar hatte den Anteil des Enterprise-Geschäfts im Januar auf rund 40 Prozent beziffert. Die scheidende Vertriebschefin Denise Dresser gab im April das Ziel aus, diesen Anteil bis zum Jahresende auf rund 50 Prozent zu steigern. Um den Vertrieb weiter zu professionalisieren, ist das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit Chad Peets und RPT Partners eingegangen.
Börsenpläne und neue Geschäftsfelder
Hinter den Kulissen bereitet OpenAI offenbar den Gang an die öffentlichen Kapitalmärkte vor. Das Unternehmen hat einen vertraulichen Börsengang eingereicht, der für das nächste Jahr erwartet wird. Aktuell läuft zudem ein Aktienrückkaufprogramm für Mitarbeiter (Tender Offer) im Umfang von 7 Milliarden US-Dollar. Dabei wird das Unternehmen mit 852 Milliarden US-Dollar bewertet.
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Parallel dazu erschließt OpenAI neue Erlösquellen. Am 11. August startete das Unternehmen sein internationales Werbegeschäft in Märkten wie Großbritannien, Japan, Südkorea, Mexiko und Brasilien. Aktuell testen bereits 40 Marken die Integration von Werbelösungen über die Plattform AppsFlyer. Damit diversifiziert OpenAI sein Geschäftsmodell weiter, während der Fokus auf dem massiven Ausbau des Enterprise-Sektors bleibt.
