OpenAI-Rechenzentrum, Gigawatt

OpenAI-Rechenzentrum: 8 Gigawatt in Ohio mit 20-Jahren-Vertrag

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 19:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI und SB Energy planen 8 GW IT-Kapazität in Ohio. Nvidia stützt das Projekt mit Garantien und Investitionen, während Risiken und Marktreaktionen analysiert werden.

OpenAI sichert sich 8 GW Rechenkapazität: Milliarden-Deal mit Nvidia und SB Energy in Ohio
Weitläufige Baustelle eines Rechenzentrums in einer ländlichen Region mit schwerem Gerät und Erdarbeiten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das KI-Unternehmen OpenAI hat einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren für den Betrieb von IT-Kapazitäten im Umfang von acht Gigawatt (GW) abgeschlossen. Das Projekt wird am PORTS-Pike Technology Campus im US-Bundesstaat Ohio realisiert.

Partner der Vereinbarung ist SB Energy, eine Tochtergesellschaft der SoftBank Group. Das Vorhaben wird durch weitreichende Garantien und Investitionen des Chipherstellers Nvidia gestützt, der zudem als exklusiver Hardware-Lieferant fungiert.

Umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen und lokale Investitionen

Die Vereinbarung umfasst weit mehr als die Bereitstellung von Rechenkapazitäten. Der Vertrag sieht den Aufbau einer neuen Energieerzeugung im Umfang von 10 GW sowie Investitionen in das Stromnetz in Höhe von 4,2 Mrd. US-Dollar vor. Zusätzlich wurde ein Gemeindefonds mit einem Volumen von 80 Mio. US-Dollar für die betroffene Region eingerichtet.

Der zeitliche Rahmen für die Inbetriebnahme ist bereits abgesteckt: Eine erste Kapazität von 800 Megawatt (MW) soll im Jahr 2028 online gehen. Laut aktuellen Berichten könnte die formelle Unterzeichnung des Gesamtabkommens am kommenden Wochenende erfolgen.

Das Großprojekt hat erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vor Ort. Schätzungen zufolge werden rund 35.000 Arbeitsplätze in der Bauphase entstehen, während im dauerhaften Betrieb 2.500 Stellen geschaffen werden sollen.

Finanzielle Absicherung durch Nvidia und Partner

Nvidia übernimmt in diesem Gefüge eine zentrale Rolle als finanzieller und technologischer Anker. Das Unternehmen sichert sich selbst 4,25 GW IT-Kapazität am Campus und verfügt über eine Option auf weitere 3,75 GW. OpenAI tritt dabei als Kunde für die insgesamt acht GW IT-Kapazität auf. Zur weiteren Stützung des Projekts investiert Nvidia 1,5 Mrd. US-Dollar direkt in SB Energy.

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Ein wesentlicher Aspekt für die Realisierbarkeit sind Restwertgarantien, die Nvidia zugesichert hat. Diese wurden nach Verhandlungen auf maximal 105 Mrd. US-Dollar gedeckelt, nachdem zuvor Summen von bis zu 250 Mrd. US-Dollar im Gespräch gewesen waren. Die Absicherung beziehe sich laut Branchenberichten zunächst nur auf die erste Phase des Projekts mit 4,25 GW.

Um das enorme finanzielle Volumen zu bewältigen, hat Nvidia gemeinsam mit institutionellen Partnern wie Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR Plattformen gestartet, über die mehr als 500 Mrd. US-Dollar an Drittkapital mobilisiert werden sollen.

Wirtschaftliche Risiken und Marktreaktion

Trotz der massiven Expansion und einer aktuellen Bewertung von 852 Mrd. US-Dollar gilt OpenAI weiterhin als unprofitabel. Analysten verweisen zudem auf Berichte des Wall Street Journals, wonach sich die außerbilanziellen Verpflichtungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz insgesamt auf rund 3 Billionen US-Dollar belaufen könnten.

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Die Finanzmärkte reagierten mit Zurückhaltung auf die Bekanntgabe der Risiken und Garantiesummen. Die Aktie von Nvidia verzeichnete einen Rückgang um 5 %. Marktbeobachter führen dies auf den wachsenden Druck der Investoren zurück, die angesichts der Milliardenrisiken im Zusammenhang mit der Absicherung der Rechenzentren zur Vorsicht mahnen.

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