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OpenAI-Robotik: Sam Altman reaktiviert Hardware-Sparte gegen Tesla

02.06.2026 - 09:31:09 | boerse-global.de

OpenAI-Chef Sam Altman kündigt die Rückkehr zur Hardware-Entwicklung an. Die neue Robotik-Sparte soll KI-Modelle in physische Systeme integrieren.

OpenAI-Robotik: Sam Altman reaktiviert Hardware-Sparte gegen Tesla - Bild: über boerse-global.de
OpenAI-Robotik: Sam Altman reaktiviert Hardware-Sparte gegen Tesla - Bild: über boerse-global.de

Der Schritt markiert eine strategische Kehrtwende zurück zur Hardware-Entwicklung – nachdem das Team 2021 nach dem Abschluss des Dactyl-Projekts aufgelöst worden war.

Das neue Vorhaben zielt darauf ab, die großen KI-Modelle von OpenAI in physische Systeme zu integrieren, die reale Aufgaben erledigen können. Damit positioniert sich das Unternehmen als direkter Konkurrent zu Projekten wie Teslas Optimus-Roboter.

Vom Rechenzentrum ins Wohnzimmer

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Die neue Robotik-Strategie folgt einem zweistufigen Entwicklungsplan. Kurzfristig will OpenAI Roboter bauen, die Fachkräfte beim Bau kritischer Infrastruktur unterstützen – insbesondere bei Rechenzentren und Stromnetzen. Das passt zu OpenAIs enormem Bedarf an Rechenleistung und stabiler Energieversorgung für seine KI-Modelle.

Langfristig sind persönliche Roboter für den allgemeinen Gebrauch geplant. Altman zufolge ist das ultimative Ziel, KI in der physischen Welt arbeiten zu lassen – mit Maschinen, die in dynamischen Alltagsumgebungen agieren können.

Team und technische Grundlagen

Die Robotik-Abteilung wächst aus dem Worldsim-Projekt heraus, geleitet von Aditya Ramesh – bekannt für seine Arbeit an DALL-E und dem Videogenerierungsmodell Sora. Das Team sucht derzeit Spezialisten für Elektrotechnik, Simulationsumgebungen, Aktuatordesign und Steuerungssoftware.

Die Gehälter liegen zwischen 210.000 und 310.000 Euro, für Spitzenpositionen sogar bei bis zu 445.000 Euro – zuzüglich Aktienoptionen. Technischer Schwerpunkt bleibt die „Simulation-to-Real“-Forschung, die auf früheren Projekten aufbaut, bei denen Roboterhände in simulierten Umgebungen trainiert wurden.

Die Wiederbelebung erfolgt nach dem Abgang von Hardware-Chefin Caitlin Kalinowski, die am 7. März 2026 zurücktrat. Berichten zufolge waren Bedenken über einen möglichen Pentagon-Vertrag und fehlende interne Sicherheitsvorkehrungen der Grund.

Strategischer Kontext und Marktumfeld

Die Ankündigung fällt mit einem breiteren Vorstoß von Altman in die Robotik zusammen. Über seine Beteiligungsfirma Hydrazine Capital unterstützt er zudem das Startup Alfred. Das mit 40 Millionen Euro bewertete Unternehmen, gegründet von ehemaligen Tesla- und Meta-Ingenieuren, entwickelt eine Softwareplattform zur Beschleunigung von Fertigungsforschung für Automobilhersteller und Robotikfirmen.

OpenAI war zuvor indirekt über Beteiligungen im Sektor aktiv: 2023 investierte das Unternehmen 23,5 Millionen Euro in 1X Technologies und beteiligte sich an einer 675-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde für Figure AI. Die formelle Zusammenarbeit mit Figure AI endete Berichten zufolge im Februar 2025.

Die finanziellen Einsätze sind hoch. OpenAI erwartet für 2026 einen Verlust von rund 14 Milliarden Euro – trotz der Vorbereitungen auf einen geplanten Börsengang im September 2026. Marktanalysten taxieren das Unternehmen dabei auf bis zu eine Billion Euro.

Wettbewerb in der physischen KI

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OpenAIs Vorstoß zeigt bereits Wirkung: Tesla-Aktien fielen am 1. Juni 2026 um fast fünf Prozent. Tesla arbeitet derzeit an der Produktion seines Optimus-Roboters, eine dritte Generation soll im Sommer vorgestellt werden.

Auch andere Tech-Giganten verstärken ihre Aktivitäten. Auf Branchenevents in Taipeh veröffentlichte Nvidia neue Open-Source-Tools und Weltmodelle unter den Marken Cosmos 3 und Isaac GR00T zur Unterstützung humanoider Roboter. Intel kündigte ebenfalls Anfang des Monats seine Rückkehr in den Robotikmarkt an – mit Series-3-Prozessoren für lokale KI-Verarbeitung auf Edge-Geräten.

Laut einer Studie von Morgan Stanley könnte der globale Robotikmarkt bis 2050 ein Volumen von fünf Billionen Euro erreichen – angetrieben durch die Integration fortschrittlicher KI in physische Maschinen.

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