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Optimus Gen 3: Tesla startet Produktion mit 10-Millionen-Ziel

01.06.2026 - 06:09:48 | boerse-global.de

Tesla beginnt mit der Fertigung humanoider Roboter in Texas und peilt eine jÀhrliche KapazitÀt von zehn Millionen Einheiten an.

Optimus Gen 3: Tesla startet Produktion mit 10-Millionen-Ziel - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Optimus Gen 3: Tesla startet Produktion mit 10-Millionen-Ziel - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Elektroautobauer startet die Produktion seines Roboters Optimus – und setzt auf gigantische StĂŒckzahlen.

Am 27. Mai 2026 wurde das erste StahlgerĂŒst fĂŒr die neue Optimus-Fabrik auf dem GelĂ€nde der Gigafactory Texas errichtet. Die Anlage ist Teil eines massiven Erweiterungsprojekts namens North Campus, das mehr als 480.000 Quadratmeter IndustrieflĂ€che umfasst. Tesla treibt damit seine ehrgeizigen PlĂ€ne fĂŒr humanoide Roboter entscheidend voran.

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Zehn Millionen Roboter pro Jahr als Ziel

Die neue Fabrik in Texas ist das HerzstĂŒck einer langfristigen Produktionsstrategie. Tesla peilt eine jĂ€hrlich KapazitĂ€t von zehn Millionen humanoiden Robotern an. WĂ€hrend die texanische Anlage auf dieses Volumen hochskaliert, nutzt das Unternehmen parallel bestehende Infrastruktur im Werk Fremont. Dort wurden bereits frĂŒher im Jahr die Produktionslinien fĂŒr die Modelle S und X fĂŒr eine Optimus-Montagelinie umgerĂŒstet – mit einer ZielkapazitĂ€t von 100.000 Einheiten pro Jahr.

Die ersten Exemplare sollen zunĂ€chst intern in Teslas eigener Fertigung und Logistik eingesetzt werden. Ab 2027 plant das Management den Verkauf an externe Kunden. Der angestrebte Preis liegt bei umgerechnet rund 23.000 Euro. Die offizielle Vorstellung des Optimus Gen 3 ist fĂŒr den Sommer 2026 anberaumt, voraussichtlich zwischen Juli und August.

Gen 3: Schneller, prÀziser, leistungsfÀhiger

Die technischen Daten der dritten Generation des Tesla Bot, die Ende Mai 2026 veröffentlicht wurden, zeigen deutliche Fortschritte. Der Roboter nutzt eine dezentrale Steuerung mit verteilter Rechenleistung in den Gelenken. Durch die lokale Verarbeitung von Sensordaten (Edge Inference) reduziert sich die Verzögerung zwischen Wahrnehmung und Bewegung drastisch.

Dieses System verbessert vor allem die GriffprĂ€zision. Der Optimus kann damit auch zerbrechliche oder unregelmĂ€ĂŸig geformte GegenstĂ€nde in Lagerumgebungen zuverlĂ€ssiger handhaben. Die Leistungsdaten: 70 Kilogramm HebekapazitĂ€t und eine Gehgeschwindigkeit von acht Kilometern pro Stunde.

Angetrieben wird die Plattform von Teslas eigener Chip-Architektur. Der im April 2026 fertiggestellte AI5-Chip bietet Berichten zufolge die fĂŒnffache Rechenleistung des VorgĂ€ngers AI4. Die Entwicklung des AI6-Chips fĂŒr Ende 2026 lĂ€uft bereits. Ein Joint Venture mit SpaceX lotet zudem ein 2-Nanometer-Fertigungsverfahren in einer geplanten Anlage namens Terafab aus.

Wettbewerb und Regulierung nehmen Fahrt auf

Tesla bewegt sich in einem schnell wachsenden Markt. Branchenanalysten und fĂŒhrende Technologie-Manager schĂ€tzen das potenzielle Gesamtvolumen fĂŒr humanoide Roboter auf umgerechnet bis zu 37 Billionen Euro. Die Konkurrenz schlĂ€ft nicht: Boston Dynamics plant den Produktionsstart im Hyundai Metaplant fĂŒr Anfang 2026. Der chinesische Anbieter Unitree bietet bereits Forschungsmodelle fĂŒr umgerechnet rund 6.300 Euro an.

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Auch die Regulierung holt auf. Am 31. Mai 2026 starteten die chinesischen Behörden ein Programm zur Vergabe eindeutiger digitaler Identifikationsnummern fĂŒr humanoide Roboter. Damit sollen Sicherheit und RĂŒckverfolgbarkeit ĂŒber den gesamten Lebenszyklus gewĂ€hrleistet werden.

Ein entscheidender Vorteil fĂŒr Teslas Roboterplattform ist die Software-Architektur des autonomen Fahrens. Am 28. Mai zeigte das Unternehmen Aufnahmen eines Cybercab, das vollstĂ€ndig autonom das Fließband der Gigafactory Texas verließ. Diese Technologie dĂŒrfte es dem Optimus ermöglichen, komplexe InnenrĂ€ume zu navigieren – mit deutlich geringeren regulatorischen HĂŒrden als autonome Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr.

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