OT-Sicherheit: ISA und Cybersecurity Coalition einigen sich auf Standard
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 20:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die International Society of Automation (ISA) und die OT Cybersecurity Coalition (OTCC) haben eine strategische Zusammenarbeit zur Verbesserung der Cybersicherheit in der Betriebstechnologie (Operational Technology, OT) angekündigt.
Durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) wollen die beiden Organisationen die Widerstandsfähigkeit industrieller Systeme weltweit erhöhen und die Anwendung einheitlicher Sicherheitsrichtlinien fördern.
Ein zentrales Element dieser Allianz ist die gegenseitige Unterstützung bei der Etablierung technischer Richtlinien. In einem Positionspapier sprach sich die OT Cybersecurity Coalition für die Normenreihe ISA/IEC 62443 als den maßgeblichen globalen Standard für OT-Sicherheit aus.
Diese Empfehlung wird in der Branche als bedeutender Schritt gewertet, um die Fragmentierung von Sicherheitsansätzen in der Industrie zu verringern und international anerkannte Best Practices zu festigen.
Sektorübergreifende Verbesserung der OT-Sicherheit
Die Partnerschaft verfolgt das Ziel, die Sicherheitsniveaus in einer Vielzahl von Industriesektoren nachhaltig zu optimieren. Da moderne Industrieanlagen zunehmend vernetzt sind, steigen die Risiken durch Cyberangriffe auf physische Produktionsprozesse und kritische Infrastrukturen. Die Kooperation zwischen der ISA und der OTCC soll hier ansetzen, indem sie technische Standardisierungsexpertise mit strategischer Interessenvertretung verbindet.
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Durch die Bündelung der Ressourcen beider Organisationen sollen bestehende Sicherheitslücken geschlossen und die Implementierung robuster Abwehrmechanismen in globalen Lieferketten beschleunigt werden. Die Beteiligten streben an, durch die Zusammenarbeit eine verlässliche Grundlage für Unternehmen zu schaffen, die ihre operativen Systeme gegen wachsende Bedrohungsszenarien absichern müssen.
Führungsebenen betonen strategische Bedeutung
Die Leitungsebene beider Organisationen hob die Relevanz der Vereinbarung hervor. ISA-CEO Claire Fallon verwies auf die Notwendigkeit, starke Partnerschaften einzugehen, um die Einführung technischer Standards in der industriellen Praxis voranzutreiben. Die Zusammenarbeit mit der OTCC ermögliche es, die Reichweite und die Effektivität der ISA/IEC 62443-Normen deutlich zu steigern.
Tatyana Bolton, Exekutivdirektorin der OT Cybersecurity Coalition, unterstrich ebenfalls die strategische Tragweite der Kooperation. Die gemeinsame Arbeit sei ein entscheidender Faktor, um die Cybersicherheit im industriellen Sektor auf ein neues Niveau zu heben.
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Dass die Koalition die ISA/IEC 62443-Standards offiziell empfehle, belege das Vertrauen in diese technischen Rahmenwerke als essentielles Werkzeug für den Schutz moderner Industrieumgebungen.
Die Vereinbarung markiert eine engere Abstimmung zwischen technischen Standardisierungsgremien und Industrieverbänden, um den komplexen Anforderungen an die Cybersicherheit im Zuge der digitalen Transformation der Industrie gerecht zu werden.
